Die Artikel auf Mises Deutschland – September 2019

Rückblick auf die Artikel des Ludwig von Mises Institut Deutschland im Monat September:

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Wie Eugen von Böhm-Bawerk die marxistische Ausbeutungstheorie entzauberte

von Karl-Friedrich Israel, 2. September 2019

Der sprichwörtliche Nagel zum intellektuellen Sarg der marxistischen Ausbeutungstheorie befand sich im dritten Band des Kapitals, in dem Marx ausdrücklich versuchte zu beweisen, dass sein fundamentales Wertprinzip einem wichtigen und empirisch beobachtbaren Phänomen des Kapitalismus nicht widerspreche, nämlich der tendenziellen Angleichung der Kapitalgewinnraten in verschiedenen Wirtschaftssektoren. Und er hat versagt. Böhm-Bawerk hatte diesen Misserfolg zwar schon vor der Veröffentlichung des dritten Bandes vorhergesagt, aber erst danach wurde er unbestreitbar.

Die üble Geldpolitik der EZB

von Klaus Peter Krause, 4. September 2019

Die Euro-Rettung ist – man muss es immer wiederholen – in Wahrheit eine Banken- und Staatenrettung, also eine Schuldnerrettung durch Gläubiger, Sparer, Steuerzahler und andere brave Bürger. White-collar-crime hat’s schon immer besser gehabt. Auch Politiker verstehen sich darauf, vor allem darauf, es zu verschleiern. Die vielen Wähler im Dauerschlaf müssen endlich merken, dass sie ausgezogen werden bis aufs Hemd. Und die Politiker, die leider nicht im Dauerschlaf liegen (täten sie es doch, bitte), und unser Land brauchen eine Revolution der Wähler. So eine wie 1988/89 in der DDR, also unblutig.

Wie Negativzinsen unsere Wirtschaft zerstören – eine Erklärung des Zinsphänomens

von Thorsten Polleit, 6. September 2019

Die Schäden, die ein Negativzins anrichtet, sind vielfältig: Sparen wird entmutigt, Konsum gefördert, die Zukunft wird gewissermaßen heute verfrühstückt; das Wirtschaften auf Pump wird forciert; Unternehmen werden zu Fehlinvestitionen verleitet; politische Reformen werden entmutigt; das Geldvermögen wird entwertet, die Altersvorsorge zerstört. Die EZB hat mit ihrer Geldpolitik bereits dafür gesorgt, dass viele Marktzinsen unter die Nulllinie gefallen sind. Und es ist zu vermuten, dass sie ihre Negativzinspolitik noch weiter verschärfen wird.

Die Unmöglichkeit der Gleichheit

von Murray N. Rothbard, 9. September 2019

Die Verschiedenartigkeit der Menschen ist somit ein grundlegendes Postulat unseres Wissens über die Menschheit. Aber wenn die Menschen verschieden und individuell sind, wie kann dann jemand Gleichheit als Ideal vorschlagen? Jedes Jahr veranstalten Wissenschaftler Konferenzen zur Gleichheit und fordern mehr davon, aber niemand stellt den Grundgedanken an sich in Frage. Aber welche Rechtfertigung kann Gleichheit in der Natur des Menschen finden? Wenn jeder Mensch einzigartig ist, wie sonst kann man ihn mit anderen „gleich“ machen, außer indem man das meiste von dem, was ihn menschlich macht, zerstört und die menschliche Gesellschaft auf die geistlose Gleichförmigkeit eines Ameisenhaufens reduziert?

EZB-Geldpolitik: Wie DIW-Präsident Marcel Fratzscher die Tatsachen verdreht

von Andreas Marquart, 11. September 2019

Die Idee, die Zinsen seien so niedrig, weil es ein übergroßes Sparangebot gäbe, ist schlichtweg lachhaft. Wir können dazu leicht die Probe auf Exempel machen: Die EZB verkündet von einem Tag auf den anderen, keine neuen Euro per Kredit in Umlauf zu geben. Was würde wohl mit den Marktzinsen passieren? Sie würden mit Sicherheit in gewaltige Höhen schießen! Soviel zur Idee, die EZB bestimme nicht die Zinsen.

Eigentum und Freiheit sind unzertrennlich

von Andreas Tögel, 13. September 2019

Sozialistische Zentralisten behaupten stets, dass Politik nicht etwa Probleme, sondern Verbesserungen im irdischen Jammertal schaffe. Diese „Verbesserungen“ sollen durch Maßnahmen im Sinne einer umfassenden materiellen Gleichmacherei erreicht werden. Nicht, wie in Sonntagsreden gerne behauptet, gleiche Chancen, die, solange unterschiedliche Voraussetzungen bestehen – wie etwa persönliche Begabungen – niemals erlangt werden können, sondern gleiche Ergebnisse. Alles, nur keine ungleiche Wohlstandsverteilung. Da zieht der in der Wolle gefärbte Linke den kollektiven Mangel allemal vor.

Der Mythos vom aussterbenden Eisbär

von Jon Miltimore, 16. September 2019

Wie Michele Moses kürzlich in The New Yorker erklärte, warfen Wissenschaftler National Geographic vor, „locker mit den Fakten umzugehen“. Viele wiesen darauf hin, dass es keine Beweise dafür gäbe, dass der Zustand des Bären die Folge des Klimawandels war. Der Bär hätte auch einfach alt, krank sein oder an einer degenerativen Krankheit leiden können.

Ein Jahr später gab Mittermeier das zu.

„Ich kann nicht sagen, dass dieser Bär wegen des Klimawandels hungerte“schrieb sie in National Geographic.

Vielleicht haben wir einen Fehler gemacht, indem wir nicht die ganze Geschichte erzählt haben – dass wir nach einem Bild gesucht haben, das die Zukunft voraussagt und dass wir nicht wussten, was speziell mit diesem Eisbären passiert war.

„Soziale Ungleichheit ist sehr viel älter als die kapitalistische Ordnung wirtschaftlichen Handelns“

Interview mit Werner Plumpe, 18. September 2019

Ausschlaggebend für das Verblassen maßvoller Überlegungen ist das um sich greifende romantische Milieu, das sich einerseits durch einen naiven Manichäismus auszeichnet („an den Problemen des Wohnungsmarktes sind die bösen Vermieter schuld“), andererseits auf überaus einfache, ja naive Lösungen setzt („Mietendeckel und Verstaatlichung lösen die Probleme auf dem Wohnungsmarkt“). Diese Kombination von einfachen Erklärungen und naiven Hoffnungen hat es immer gegeben; nur ist heute diese Sicht der Dinge nicht mehr eine periphere Position; sie ist in vielerlei Hinsicht in das Zentrum politischer Vorstellungen getreten. Da die kapitalistische Ordnung, wie gesagt, von der Garantie ihrer Funktionsbedingungen durch politisch bindende Entscheidungen abhängt, zeichnet sich hier eine Unwucht ab, ja ist bereits eingetreten, die zumindest wirtschaftlich nicht sehr viel Gutes erwarten lässt. Wie Hayek bereits in den dreißiger Jahren in der Wirtschaftsrechnungsdebatte betonte, ist eine derartige Politik nicht unmöglich, ihr Preis ist allerdings sehr hoch. Es scheint, als sei ein Teil unserer Gesellschaft bereit, das aus Naivität oder Überzeugung trotzdem einmal ausprobieren zu wollen.

Dem Berliner Wohnungsmarkt droht der Sozialismus

von Rainer Fassnacht, 20. September 2019

Wenn wir eine prosperiende und friedliche Gesellschaft wünschen, müssen Eigentumsrechte geachtet und geschützt werden – das gilt ohne Einschränkungen auch für Immobilienbesitz. Die Aushöhlung von Eigentumsrechten durch die Vorder- oder die Hintertür hat eine unüberschaubare Kette negativer und gefährlicher Auswirkungen zu Folge und bedroht Frieden, Freiheit und Wohlstand.

Die meisten Regierungen und politischen Parteien wollen den Kapitalismus zerstören

von Ludwig von Mises, 23. September 2019

In der Struktur einer Marktwirtschaft, die nicht durch die Praktiken von Regierungen und Politikern sabotiert wird, gibt es keine vornehmen Herren und Junker, die die Bevölkerung in Unterwerfung halten, indem sie Tribute und Abgaben einsammeln, und die fröhlich schmausen, während die Leibeigenen sich mit Brosamen begnügen müssen. In dem „Profitsystem“ können nur diejenigen gedeihen, denen es gelungen ist, die Bedürfnisse der Menschen auf die bestmögliche und billigste Weise zu befriedigen. Reichtum kann nur durch Zufriedenstellung der Verbraucher erworben werden. Die Kapitalisten verlieren ihr Kapital, sobald sie versäumen, es in denjenigen Produktionszweigen zu investieren, in welchen sie die allgemeine Nachfrage am besten befriedigen können.

Keine Angst vor technologischem Fortschritt

Jean Vilbert, 25. September 2019

Es scheint, dass wir viele Jobs verloren haben, oder? Aber das ist nicht wirklich passiert. Wir müssen die Datenquellen sorgfältig prüfen, um bessere Antworten zu erhalten. Die oben genannten Zahlen stammen zum Beispiel aus einer Studie von Wirtschaftswissenschaftlern des Beratungsunternehmens Deloitte, aus der hervorgeht, dass uns Innovationen nicht einfach die Arbeitsplätze rauben. Stattdessen ändert sich die Struktur des Arbeitsmarktes grundlegend.

70 Jahre „Human Action“

von Richard Ebeling, 27. September 2019

Im September 2019 ist es 70 Jahre her, seit Ludwig von Mises‘ Human Action: A Treatise on Economics auftauchte, einer der wirklich großen Klassiker der modernen Ökonomie. Zu oft bezeichnet ein «Klassiker» ein berühmtes Buch, das als wichtiger Beitrag zu einem Studienfach angesehen wird und das ehrfürchtig erwähnt wird, aber nur noch selten gelesen wird. […]

Wenn genügend Menschen die zeitlosen Wahrheiten auf den Seiten von Human Action entdecken und wiederentdecken, können uns die Ideen von Ludwig von Mises durchaus helfen, den bedrohlich wachsenden Leviathan-Staat einzudämmen.

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