Die Artikel auf Mises Deutschland – Juli 2018

Rückblick auf die Artikel des Ludwig von Mises Institut Deutschland im Monat Juli:

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Die Euro-Banken nehmen uns in Geiselhaft

von Thorsten Polleit, 2. Juli 2018

Ohne die exzessive Ausgabe von immer neuem Fiat-Geld durch die EZB hätte der Euro-Bankapparat seine heutige, aufgeblähte Dimension gar nicht erreichen können. Und mit dem Versuch, die Inflationspolitik der Vergangenheit zu korrigieren – den Zusammenbruch des Euro-Bankensektors abzuwenden –, ist die EZB auf dem besten Wege, eine noch umfassendere Inflationspolitik zu verfolgen. Das verheißt nichts Gutes für die künftige Kaufkraft des Euro.

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Herrschaft als Friedensprojekt? Die Entzauberung einer Legitimierungslegende

von Rolf W. Puster, 4. Juli 2018

Wenn sich die Ziele der Politik der einhelligen Billigung aller Bürger erfreuten, wäre es überflüssig, im politischen Kampf um Macht zu ringen. Der einzig unkontroverse Konvergenzpunkt aller Interessen ist – wie wir von Hobbes lernen konnten – die Friedlichkeit des Zusammenlebens und der Konfliktbewältigung. Alle übrigen Ziele, darunter die typisch politischen Ziele, sind dagegen immer kontrovers, und sie spiegeln demgemäß nur Partialinteressen wider. Die Zwangsausübung demokratischer Instanzen kann sich daher zu ihrer Legitimation nicht darauf berufen, nur das durchzusetzen, was von allen Bürgern gleichermaßen gewollt wird.

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Ein freier Markt für die Bedürftigenhilfe

von Philipp Bagus, 6. Juli 2018

Vortrag von Professor Dr. Philipp Bagus im Rahmen des 4. Ludwig von Mises Seminar am 9./10. März in Kronberg/Taunus.

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Hongkong macht es vor: Wirtschaftliche Freiheit schafft Wohlstand

von Titus Gebel, 9. Juli 2018

Hong Kong hat also im Gegensatz zum britischen Mutterland freie Märkte ohne Umverteilung zugelassen und damit enorme Erfolge erzielt. Der direkte Vergleich zwischen den beiden Systemen geht eindeutig zugunsten Hong Kongs aus, es hat das Mutterland in allen maßgeblichen Kennzahlen überholt.

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Spanien lebt wieder über seine Verhältnisse

von Philipp Bagus, 11. Juli 2018

Wenn Spanien das Defizitlimit von 3 Prozent nur in einem Nullzinsumfeld und während eines Wirtschaftsaufschwungs, der sich wie ein Déjà-vu der letzten Blase anfühlt, erreichen kann, muss man sich die Frage stellen, was bei einer Rezession oder bei steigenden Zinsen passieren wird. Das strukturelle Defizit Spaniens ist nach wie vor nicht tragbar. Der öffentliche Schuldenstand befindet sich bei fast 100 Prozent des BIP und stagniert trotz einer expandierenden Wirtschaft. Statt darüber nachzudenken, wie man steigende Regierungseinnahmen ausgeben kann, sollte die spanische Regierung diese einzigartige Gelegenheit nützen, um Ordnung in die Staatsfinanzen zu bringen und mittels Budgetüberschüssen den Schuldenstand dramatisch reduzieren.

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Die Chance für Afrika

von Alexander Hammond, 13. Juli 2018

Der freie Handel mit den Nachbarn ist entscheidend für das Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2016 wurden nur 18 Prozent der gesamten Exporte Afrikas innerhalb des afrikanischen Kontinents gehandelt. In Europa und Asien entfielen 69 Prozent bzw. 59 Prozent der Gesamtexporte auf den zwischenregionalen Handel. Nach Schätzungen der UN-Wirtschaftskommission für Afrika könnte der innerafrikanische Handel durch das AfCFTA bis 2022 um 52,3 Prozent zunehmen. Und er könnte sich nochmals verdoppeln, nachdem die letzten 10 Prozent der Zölle gestrichen wurden. Wird das Handelsabkommen verabschiedet, hat das AfCFTA das Potenzial, den afrikanischen Handel zu revolutionieren und das BIP des Kontinents um Milliarden zu erhöhen.

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Der Staat schafft keinen Wohlstand

von Henry Hazlitt, 16. Juli 2018

Alle Systeme zur Umverteilung oder zum Ausgleich von Einkommen oder Wohlstand müssen die Anreize an beiden Enden der wirtschaftlichen Skala untergraben oder zerstören. Sie müssen die Anreize für Ungelernte oder Hilflose reduzieren, ihren Zustand aus eigener Kraft zu verbessern oder ihm zu entkommen; und selbst die Fähigen und Fleißigen werden wenig Sinn darin sehen, etwas zu verdienen, das über das hinausgeht, was sie behalten dürfen. Diese Umverteilungssysteme müssen zwangsläufig die Größe des umzuverteilenden Kuchens verringern. Er kann sich nur verkleinern. Der langfristige Effekt besteht darin, dass die Produktion reduziert wird und es zu nationaler Verarmung kommt.

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Lassen Sie sich den Konsum nicht vermiesen!

von Llewellyn H. Rockwell Jr., 18. Juli 2018

Aber kaufen Menschen überhaupt überflüssige Dinge, auf die sie verzichten können? Sicherlich. Wer aber soll mit Bestimmtheit sagen können, was ein Bedürfnis und was ein bloßer Lustkauf ist? Ein allwissender Diktator? Wie kann man wissen, dass seine Wünsche mit meinen und Ihren Bedürfnissen übereinstimmen? In einer Marktwirtschaft hingegen sind Wünsche und Bedürfnisse miteinander verknüpft, so dass die Bedürfnisse eines Menschen gerade deshalb befriedigt werden, weil die Bedürfnisse anderer Menschen befriedigt werden.

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Die freie Privatstadt: Keine weltfremde Utopie

von Andreas Tögel, 20. Juli 2018

Praktisch läuft Gebels Privatstadt auf die Verwirklichung jenes angeblich jeder sozialen Wärme ermangelnden „Nachtwächterstaats“ hinaus, der von den Sozialisten in allen Parteien so vehement abgelehnt wird. Der Betreiber bietet, zu vertraglich vereinbarten und einklagbaren Bedingungen, die Bereitstellung von Infrastruktur, innerer und äußerer Sicherheit, sowie Rechtsprechung (durch unabhängige Schiedsgerichte) an; die Bewohner erklären sich zur Bezahlung der vereinbarten Beiträge und zur Einhaltung der festgesetzten Regeln bereit. Basta. Umverteilung, Bevormundung der Einwohner im Hinblick auf ihre Lebensgewohnheiten, Zwangsbeglückung oder einseitige Änderung der Konditionen zum Nachteil der Bewohner gibt es nicht oder sind rechtlich anfechtbar und berechtigen zu Schadenersatzforderungen.

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Die Welt leidet unter Fiat-Geld

von Thorsten Polleit, 23. Juli 2018

Derzeit scheint allerdings dem politischen Globalismus die Luft ausgegangen zu sein, er hat einen schweren Rückschlag erlitten: Die Vereinigten Staaten von Amerika unter Präsident Donald J. Trump haben dem politischen Globalismus den Rücken gekehrt. Doch diese Momentaufnahme sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass, solange es Staaten gibt (verstanden als territoriale Monopolisten mit der Letztentscheidungsmacht über alle Konflikte in ihrem Gebiet), auch Bestrebungen im Gange sind, dem Währungswettbewerb das Wasser abzugraben.

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Meistgelesener Beitrag im Monat Juli:

Venezuela kehrt zur Tauschwirtschaft zurück

von Joseph T. Salerno, 25. Juli 2018

Wie Ludwig von Mises in seiner vor über 100 Jahren veröffentlichten Pionierarbeit Theorie des Geldes und der Umlaufsmittel erläuterte, kommt es während des Inflationsprozesses zu einem Punkt, an dem die breite Öffentlichkeit beginnt, einen kontinuierlichen Preisanstieg mit rasanten und sich beschleunigenden Raten zu erwarten. Ab diesem Moment sinkt die Nachfrage nach Geld und die Menschen fangen hektisch an, das Geld, das sie erhalten, so schnell wie möglich in Waren umzutauschen. Sobald sich Inflationserwartungen dieser Art durchsetzen, wird das Preisniveau von der im Umlauf befindlichen Geldmenge völlig losgelöst und die Preise rasen mit einer immer höheren Rate nach oben, die weit über der monetären Expansionsrate liegt.

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Max Stirner – der Begründer des individualistischen Anarchismus

von Antony P. Mueller, 27. Juli 2018

Der Politiker leidet aber selber an einer großen Illusion, denn der Staat ist weder das umfassendste noch das wirksamste Mittel zur Kontrolle des Einzelnen. Dieses ist das Individuum selbst, das über dem Staat steht, wenn es der Einzelne will. Darüber hinaus steht der Politiker, selbst wenn er dominieren und regieren will, unter seiner eigenen politischen Partei. Ein Politiker zu sein heißt also, unfrei zu sein. Als Mitglied einer politischen Partei muss der Politiker das Credo der Partei übernehmen, er muss den Regeln der Partei folgen, und er muss sich an die Prinzipien der Partei halten. Der Politiker ist immer Parteimann.

 

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