Im Auge des Euro-Sturms: Vermögen schaffen und bewahren

13.3.2015 – von Henning Lindhoff.

Henning Lindhoff

Am vergangenen Montag, den 9. März wurde der Startschuss gegeben für das bis dato größte Experiment der Euro-Geschichte. Die Europäische Zentralbank wird ab sofort monatlich Staatsanleihen im Wert von 60 Milliarden Euro aufkaufen. 1,14 Billionen Euro sollen auf diesem Weg bis September 2016 – „oder darüber hinaus“, wie Mario Draghi bereits bekanntgab – in die Finanzmärkte gepumpt werden.

Kritik hagelt es zurecht von vielen Seiten. Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts, sagte, die EZB treibe mit Anleihekaufprogramm die Euro-Abwertung voran. Doch dies dürfe „die EZB nicht sagen, denn eine Wechselkurspolitik ist nicht ihr Auftrag.“

Treffer! Mit der neuen Geldschwemme sorgt die Europäische Zentralbank für alles andere als eine Geldwertstabilität. Ihr Auftrag scheint es spätestens seit Montag einzig und allein zu sein, die Verschuldung der Euro-Staaten zu erleichtern. Denn keine Regierung der Welt profitiert von einem stabilen Geld. Regierungen profitieren stets von der Preisinflation, die den in der Zukunft zu zahlenden Preis für in der Gegenwart aufgenommene Kredite senkt. In diesem Sinne agiert die EZB als Büttel der Machthaber, nicht als Hüter von wahren Werten.

Und diese Geldpolitik hat fatale Folgen, die seit mehr als zwei Jahren auch in konkreten Zahlen abzulesen sind. So stieg die Geldmenge M3 in der Euro-Zone allein seit Beginn der Euro-Rettungspolitik im Jahr 2010 um 12 Prozent auf aktuell 10,44 Billionen Euro. Während dieses Geldmengenwachstum zwischen 2010 und 2012 einherging mit einem gleichzeitigen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes pro Kopf von 35.217 auf 36.263 US-Dollar, kehrte sich die Wohlstandsentwicklung in den Folgemonaten um. Seit dem Jahr 2012 sinkt das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf in der Euro-Zone wieder deutlich und steht aktuell bei einem Wert von 35.830 US-Dollar. Die Entwicklung der Geldmenge und des allgemeinen Wohlstands der Bevölkerung in der Euro Zone verlaufen seit 2012 in gegensätzliche Richtungen. Die Inflation wird ausgeweitet, der Wohlstand sinkt.


source: tradingeconomics.com

Für jeden Bürger bedeutet dieser Papiergeld-Tsunami eine ganz reale Bedrohung für Vermögen und Lebenszeit. Das staatliche Papiergeldsystem, in dem das Geld auf Knopfdruck und ohne Warenwert als Absicherung herbeigezaubert wird, treibt die Inflation der Geldmenge und damit auch die Preisinflation an – mit stetig steigendem Tempo. Alle in diesem System lebenden Menschen werden dazu genötigt, entweder so nah wie möglich an die Geldquellen (Staat und Großbanken) heran zu robben oder aber immer schneller im Hamsterrad zu ackern, um mit der Preisinflation Schritt halten zu können. Sie suchen verzweifelt nach Chancen und Gelegenheiten, die sie näher bringen an die Orte, wo die Papiergeldjongleure auf die Knöpfe drücken. Stets hecheln sie den Preisen hinterher, arbeiten immer mehr und hektischer. Für die Familie, gar für weitere Verwandtschaft, Bekannte und Freunde bleibt da immer weniger Zeit. Das System verändert die Mentalität. Die Menschen werden materialistischer. Möglichkeiten des Gelderwerbs rücken in den Lebensmittelpunkt. Sparsamkeit, langfristiges Denken, emotionale Bindungen und Aufmerksamkeit für die Mitmenschen verlieren an Bedeutung. Schließlich ist Zeit Geld. Es gilt in so kurzer Zeit wie möglich so viel Geld wie denkbar zu machen. Um dranzubleiben. Um oben zu schwimmen.

Das Papiergeldsystem greift also nicht nur geldwerte Vermögen an, sondern auch viel bedeutsamere Werte wie die Familie und das soziale Zusammenleben. Gerade deshalb ist es so wichtig, sich mit dem Thema Vermögensaufbau und Vermögensschutz zu beschäftigen. Am Ende profitiert der Vermögende ganzheitlich und multidimensional. Er gewinnt Lebenszeit und Ruhe für sich und seine Liebsten.

Das Monatsmagazin eigentümlich frei will etwas dazu beitragen und veranstaltet am Samstag, den 25. April 2015 eine Tageskonferenz zum Thema „Vermögen schaffen. Und vor den Kleptokraten sichern.“ auf dem Land Gut Höhne bei Düsseldorf. Begrüßt von Herausgeber und Chefredakteur André F. Lichtschlag und moderiert von Carlos A. Gebauer werden der mit allen Wassern gewaschene Vermögensverwalter Dr. Markus Elsässer, der Investment-Punk Gerald Hörhan, die Versicherungsexpertin Susanne Kablitz, der Tausendsassa Dr. Alfons Proebstl, der Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland Thorsten Polleit und der Fonds-Manager Mark Valek referieren und den Teilnehmern handfeste Hinweise zum Aufbau und Schutz ihres Vermögens bieten. Das Kartenkontingent ist begrenzt. Abonnenten des Magazins profitieren von einem deutlichen Rabatt.

Weitere Informationen sind zu finden unter www.ef-magazin.de/konferenz.

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Foto-Startseite: © Zacarias da Mata – Fotolia.com

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Henning Lindhoff, Jahrgang 1982, ist stellvertretender Chefredakteur des Magazins „eigentümlich frei“ und Herausgeber der Buchreihe „Freiheitskeime“. Er veröffentlicht zudem Artikel in „Smart Investor“, „Junge Freiheit“ und auf dem familienpolitischen Blog der Unternehmensberatung A.T. Kearney.

 

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