Die Artikel auf Mises Deutschland – August 2019

Rückblick auf die Artikel des Ludwig von Mises Institut Deutschland im Monat August:

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Kirchliches Unverständnis in Wirtschaftsfragen

von Andreas Tögel, 2. August 2019

Doch noch ist Polen nicht verloren! Es gibt zumindest eine Ausnahme: Martin Rhonheimer, seines Zeichens Professor für Ethik und politische Philosophie an der Päpstlichen Universität Santa Croce in Rom und Gründungspräsident des Austrian Institute of Economics and Social Philosophy in Wien, ist ein überzeugter Anhänger der „Österreichischen Schule der Ökonomik“, propagiert den freien Markt und steht damit in wirtschaftlichen Fragen in scharfer Opposition zum kirchlichen Hauptstrom.

Im kapitalistischen Unternehmen gibt es kein sicheres Einkommen und keine Sicherheit des Vermögens

von Ludwig von Mises, 5. August 2019

Vermögen, die in Kapital angelegt sind, stellen keine ewig fließende Rentenquelle dar, wie sich dies die naive Wirtschaftsphilosophie des gemeinen Mannes denkt. Daß das Kapital Ertrag abwirft, ja daß es überhaupt nur erhalten bleibt, ist nicht eine selbstverständliche Sache, die sich schon aus der Tatsache seiner Existenz erklärt. Die Kapitalgüter, aus denen sich das Kapital konkret zusammensetzt, gehen in der Produktion unter; an ihre Stelle treten andere Güter, in letzter Linie Genußgüter, aus deren Wert der Wert der Kapitalsmasse wieder hergestellt werden muß. Das ist nur möglich, wenn die Produktion erfolgreich verlaufen ist, das heißt, wenn durch sie mehr an Wert erzeugt wurde, als in sie hineingesteckt worden war.

Die schrecklichen Folgen des Sozialismus in Kuba

von Daniel J. Mitchell, 7. August 2019

… sozialistische Experimente durchlaufen in der Regel drei Phasen, was ihre Rezeption durch westliche Intellektuelle betrifft. Die erste ist eine Flitterwochenzeit, in der sie als glorreiches Beispiel für einen „echten“ Sozialismus in Aktion angesehen werden. Die zweite ist eine Zeit der wütenden Abwehrhaltung, in der einige der Fehler des Systems anerkannt werden, aber auf externe Einflüsse zurückgeführt werden. Die dritte Stufe ist die Phase der rückwirkenden Verleugnung: Intellektuelle behaupten nun, dass das betreffende Land nie sozialistisch war und dass es ein billiges Ablenkungsmanöver sei, es überhaupt zu erwähnen.

Money, Money, Mini-Bots

von Dirk Meyer, 9. August 2019

Der Begriff Mini-Bots leitet sich aus BOTs (Buoni del Tesoro) her. Dies sind Staatschuldpapiere mit kurzer Laufzeit. Ende Mai 2019 beschloß das italienische Abgeordnetenhaus einstimmig eine Resolution, die eine Begleichung von Lieferantenrechnungen des Staates nicht nur in Euro, sondern auch in Mini-Bots möglich macht. Offene Staatsrechnungen von circa 50 Milliarden Euro, entsprechend drei Prozent/BIP, machen der Wirtschaft zu schaffen. Es wäre ein Regierungsgeld nach dem Muster einer monetären Staatsfinanzierung. Je nach Ausstoß der Notenpresse würde der Mini-Bots gegenüber dem EU-Euro abwerten. Er würde zum Euro zweiter Klasse.

Chinas Bankenproblem

von Tho Bishop, 12. August 2019

Schließlich kam es in China in den letzten zehn Jahren zu einer massiven Kreditausweitung. Seit 2008 hat sich Chinas Gesamtverschuldung in Relation zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) nahezu verdoppelt und lag 2019 bei über 300 Prozent des BIP.  Angesichts der Tatsache, dass die ganze Welt hoch verschuldet ist, mag man dazu tendieren, diese Zahlen zu ignorieren. Doch es gibt eine Vielzahl von Gründen, warum Chinas Verschuldung besonders beunruhigend ist.

Was Sie über Mega-Crash-Prognosen wissen sollten

von Thorsten Polleit, 14. August 2019

Vielen ist gar nicht klar, was mit „Krise“ oder „Mega-Krise“ gemeint ist. Unterschiedliche Menschen deuten diese Worte unterschiedlich. Für die einen ist Krise hohe Inflation oder Hyperinflation. Andere wiederum setzen Krise mit Deflation gleich: fallende Preise, tiefe Rezession, Firmenpleiten, hohe Arbeitslosigkeit. Wieder andere meine, eine Mega-Krise zeigt sich erst in Deflation, auf die dann Inflation folgt. Die Krise kann aber auch – und genau das scheint häufig übersehen zu werden – in einem ganz anderen Gewand daherkommen.

Der US-Dollar regiert die Welt, aber nicht mehr lange

von Antony P. Mueller, 16. August 2019

Der Emittent einer globalen Währung zu sein, bietet enorme Vorteile, die mit einem Fluch verbunden sind. Gesteigerte Möglichkeiten für den privaten und öffentlichen Konsum ergeben sich aus dem Privileg, Waren aus dem Ausland zu beziehen, ohne dass eine entsprechende Menge handelbarer Exportgüter hergestellt werden muss. Während andere Länder exportieren müssen, um für ihre Importe aufzukommen, ist der Souverän, der eine globale Währung emittiert, von der Einhaltung des grundlegendsten Gesetzes des wirtschaftlichen Austauschs befreit. Dadurch werden inländische Ressourcen für die Ausweitung des Staates, insbesondere der Militärmacht, frei. Je mehr eine solche imperiale Macht ihre militärische Präsenz ausbaut, desto mehr wird ihre Währung zu einer globalen Währung, und dadurch können neue Expansionsschritte finanziert werden. Expansion wird zur Notwendigkeit.

Der Ökonom: Nur Beruf oder Berufung? – Teil 1

von Joseph T. Salerno, 19. August 2019

Ökonomische Forschung ist da ganz anders: Für sie ist ununterbrochenes, konsequentes und systematisches Denken erforderlich – etwas, zu dem nur sehr wenige in der Lage sind, und zu dem noch viel weniger bereit sind. Dies gilt sowohl für das kreative Genie, das ein großartiges Gedankengebäude ökonomischer Theorie errichtet, als auch für diejenigen, die dieses verfeinern, erweitern und auf neue Probleme anwenden wollen. Auch dessen Schüler und Anhänger müssen viele Jahre ihres Lebens und große geistige Anstrengungen darauf verwenden, Herren des vollständigen Theoriegebäudes zu werden, bevor sie auch nur kleine eigene Beiträge zur Ökonomie leisten können.

Crashkurs Geld: „Chapeau: So funktioniert Aufklärung!“

von Thorsten Polleit, 21. August 2019

Andreas Marquart zeigt Ihnen, liebe Leser, die Übelstände auf, die mit dem staatlichen Fiat-Geld sprichwörtlich in die Welt gekommen sind. Unaufgeregt und unterhaltsam im Ton, unerschrocken und schonungslos in der Sache. Schritt für Schritt und mit klar und verständlich formulierten Sätzen, die darauf abzielen, ehrliche Aufklärungsarbeit zu leisten und Sie zu des-desinformieren, führt Marquart fast schon spielend leicht durch ein Sachthema, das eigentlich sehr komplex ist, und das selbst viele »Hauptstrom-Ökonomen« vermutlich noch nicht vollends durchdrungen haben. Marquarts Ausführungen sind so entwaffnend-erhellend, dass man als Leser im Grunde keinerlei ökonomische Vorbildung braucht. Um seinen Ausführungen zu folgen, reicht es völlig aus, wenn man über gesunden Menschenverstand verfügt. Chapeau muss man sagen: So funktioniert Aufklärung!

BIP-Wachstum ist nicht gleich Wirtschaftswachstum

von Frank Shostak, 23. August 2019

Man ist versucht zu fragen, warum es überhaupt notwendig ist, das Wachstum der sogenannten „Wirtschaft“ zu kennen. Welchem Zweck kann diese Art von Information dienen? In einer freien, staatlich nicht beschnittenen Wirtschaft wären diese Informationen für Unternehmer von geringem Nutzen. Der einzige Indikator, auf den sich ein Unternehmer verlassen würde, ist sein Gewinn und Verlust. Wie kann die Information, dass die sogenannte „Wirtschaft“ in einem bestimmten Zeitraum um 4 Prozent gewachsen ist, einem Unternehmer helfen, Gewinnen zu erzielen?

Der Ökonom: Nur Beruf oder Berufung? – Teil 2

von Joseph T. Salerno, 26. August 2019

Der Staat besitzt nicht die Macht, einen Beruf mit seinen komplizierten Gepflogenheiten, Konventionen, seiner Forschungskultur und seiner institutionellen Infrastruktur direkt zu planen und einzuführen. Trotzdem lässt sich eine natürliche Berufung wie die Ökonomie in einen Beruf verwandeln, und zwar als Ergebnis von verzerrten Marktprozessen und gestörten Eigentumsstrukturen infolge von Krieg, politischer Usurpation und Subventionierung der höheren Bildung, und der Schaffung einer zentralisierten Bürokratie, die die Eingriffe in die Wirtschaft durchführt.

Italienkrise: Die alte Kaste greift nach der Macht

von Marco Gallina, 28. August 2019

Volten wie diese lassen erahnen, welche politischen Programme Italien zu erwarten hat. Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer scheint unter einer gelb-roten Regierung bereits ausgemachte Sache zu sein. Der PD fordert bereits jetzt das Wirtschaftsministerium. Und in Brüssel dürfte die Koalition zwischen Italien und den Visegrad-Staaten bei Migrationsfragen brechen. Um eine gemäßigte Koalition in Rom zu unterhalten, könnten finanzielle Vorteile vonseiten der EU eher erfolgen als unter den Populisten, die der Kommission ein Dorn im Auge waren.

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