Kritik der ökonomischen Erkenntnis

22. Februar 2019 – Dieser Beitrag wurde in ähnlicher Form am 13. Februar 2019 auf dem Radein-Seminar 2019 in Radein, Südtirol, vorgetragen. Der Autor dankt den Seminarteilnehmern ausdrücklich für Diskussion und kritische Hinweise. 

von Thorsten Polleit

1.

Thorsten Polleit

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

es ist mir eine große Freude und Ehre, die Dinner-Speech des Radein-Seminars 2019 halten zu dürfen.

Ich danke Professor Martin Leschke und Professor Nils Otter herzlich für die Einladung.

Sie haben mir arglos die Freiheit eingeräumt, das Vortragsthema selbst zu wählen. Davon habe ich Gebrauch gemacht.

Ich habe mich thematisch für die Behandlung einer Grundlagenfrage entschieden, die ich unter die Überschrift stelle: Kritik der ökonomischen Erkenntnis.

Das Wort Kritik stammt vom griechischen Wort krinein und bedeutet unterscheiden, trennen, vor Gericht stellen, mit vernünftigem Denken zu einem Urteil gelangen.

Für das Wort Erkenntnis gibt es keine einheitliche Deutung. Ich definiere Erkenntnis hier und im Folgenden als gültige, als eine wahre Aussage über die Realität.

Die “Kritik der ökonomischen Erkenntnis” stellt also die Frage: Wie verlässlich, wie realitätsrelevant sind die Theorien der Ökonomen? 

2.

Das ist eine wichtige Frage – nicht nur für Ökonomen, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt. Schließlich entfalten ökonomische Theorien (man kann hier auch von ökonomischen Ideen sprechen) Breitenwirkung.

Ganz in diesem Sinne schreibt zum Beispiel John Meynard Keynes (1883 – 1946): „[T]he ideas of economists and political philosophers, both when they are right and when they are wrong, are more powerful than is commonly understood. Indeed the world is ruled by little else.“[1]

In den letzten Jahren sind die Theorien, die Ideen der (Mainstream-)Volkswirte verstärkt in die Kritik geraten, insbesondere im Zuge der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009.

Beispielsweise hätten die Ökonomen die Krise nicht vorausgesehen, so ist zu hören; und bis heute gäbe es keine überzeugende Erklärung der Krisenursache(n); zudem verlieren sich die Ökonomen, so lautet eine andere Kritik, in abstrakten, über-mathematisierten Modellen, die kaum mehr Bezug zur wirklichen Welt haben.

Besonders kritisch hat sich der US-amerikanische Ökonom Paul Romer (*1955) geäußert. Im September 2016 veröffentlichte er seinen Aufsatz „The Trouble With Macroeconomics“.[2]

Romers Kritik schlug ein wie eine Bombe, in Fachkreisen, aber auch bei der Presse. Die Nachrichten-Agentur Bloomberg titelte: „Blah Blah Blah: A Renowned Economist Sums Up the State of Macro“.[3]

Sie schrieb weiter: “Paul Romer says he really hadn’t planned to trash macroeconomics as a math-obsessed pseudoscience. Or infuriate countless colleagues. It just sort of happened.”[4]

In seinem Papier parodiert Romer die Ausrichtung der modernen Makroökonomik in folgender Weise: “Assume A, assume B, … blah blah blah … and so we have proven that P is true.”

Romer attestiert der Makroökonomik eine intellektuelle Regression in den letzten drei Jahrzehnten. Sie sei verursacht beispielsweise durch unreflektiertes Festhalten an dogmatischen Positionen; durch Setzen von obskuren Annahmen in hochmathematisierten Modellen; durch Ausblenden von mikro-ökonomischen Fundierungen in makro-ökonomischen Überlegungen; durch kritiklosen Umgang und falsche Loyalität mit ausgewiesenen Autoritäten des Faches; und durch anderes mehr.

3.

Was immer man auch Romers Kritik im Einzelnen entgegnen möchte, sie scheint mir aus mindestens zwei Gründen hilfreich zu sein.

Sie lädt zur (selbst-)kritischen Auseinandersetzung mit der aktuellen Forschungspraxis in der modernen Volkswirtschaftslehre ein.

Und – besonders wichtig – sie ermuntert dazu, den kritischen Blick auf eine ganz grundlegende Frage zu lenken. Sie lautet: Welche wissenschaftliche Methode ist in der Ökonomik angemessen, kann hier überzeugend vertreten werden?

Unter der wissenschaftlichen Methode ist das Vorgehen zu verstehen, um Erkenntnisse über ein Erkenntnisobjekt zu gewinnen.

Die moderne Volkswirtschaftslehre bedient sich der wissenschaftlichen Methode, die in den Naturwissenschaften verfolgt wird.

Sie besteht im Kern darin, „Wenn-dann“- oder auch „Je-desto“-Hypothesen zu formulieren und deren Wahrheitsgehalt anhand von Beobachtungen zu überprüfen.

Auf diese Weise sollen quantitative Gesetzmäßigkeiten gewonnen werden, etwa in dieser Form: „Wenn Faktor A um x% steigt, verändert sich Faktor B um y%.“

Die wichtige Frage ist nun aber: Ist die naturwissenschaftliche Methode zur Wissensgewinnung auch in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften anwendbar?

Ja, so meinen die Befürworter der sogenannten „Einheitswissenschaft“. Dazu zählen die Vertreter des Logischen Positivismus, des Wiener Kreises, die in den 1930er Jahren für ein einheitliches Vorgehen in den Wissenschaften plädierten.[5]

Ihr Leitbild erreichte auch die Volkswirtschaftslehre. Vor allem durch Milton Friedmans Aufsatz „The Methodology of Positive Economics” aus dem Jahr 1953. Diese Schrift trug wesentlich dazu bei, dass die naturwissenschaftliche Methode in der Volkswirtschaftslehre Fuß fassen konnte.

4.

Ich möchte im Folgenden das erkenntnistheoretische Fundament der naturwissenschaftlichen Methode offenlegen und kritisieren.

Auf diese Weise will ich die heute weit verbreitete Auffassung hinterfragen, ob die Anwendung der naturwissenschaftlichen Methode in der Volkswirtschaftslehre überhaupt begründet werden kann.

Die naturwissenschaftliche Methode baut auf drei erkenntnistheoretischen Elementen auf: Positivismus, Empirismus und Falsifikationismus.

Der Positivismus lässt sich als Wissenschaftsdoktrin interpretieren. Er postuliert, dass die Wissenschaft auf das Positive, das Tatsächliche, das Messbare zu beschränken ist. Was nicht messbar ist, das Metaphysische etwa (also das, was die Sinneserfahrung übersteigt), ist wissenschaftlich nicht zugänglich, ist unwissenschaftlich.

Der Empirismus besagt zwei Dinge: Zum einen, dass die Quelle der Erkenntnis die Beobachtung ist, und dass zum anderen die Beobachtung auch die Prüfinstanz ist, an der der Wahrheitsgehalt von Theorien beurteilt werden muss.

Der Falsifikationismus wird als Fortentwicklung des klassischen Empirismus gesehen und ist eng verbunden mit dem Namen Karl Raimund Popper (1902 – 1994).

Lassen Sie uns zunächst den kritischen Blick auf den Empirismus werfen, danach auf den Kritischen Rationalismus.

Um gleich mit der Tür ins Haus zu fallen: Der Empirismus leidet unter dem sogenannten Induktionsproblem.[6] Was damit gemeint ist, soll ein Beispiel illustrieren.

Im 18. Jahrhundert waren den Menschen nur weiße Schwäne bekannt. Man folgerte daraus, dass es nur weiße Schwäne gäbe. Doch dann wurden in Australien schwarze Schwäne entdeckt – und das Wissen, das bis dato gegolten hatte, erwies sich als falsch.

Was mit diesem Beispiel zum Ausdruck kommt (und auch logisch begründet werden kann[7]): Aus Einzelerfahrungen lassen sich keine allgemeingültigen Aussagen (Allaussagen) ableiten.

Um es noch deutlicher zu machen: Nehmen wir an, Sie testen die Hypothese „Wenn die Geldmenge steigt, dann steigen die Güterpreise.“

Sie finden heraus, dass die Hypothese durch die Datenlage gestützt wird. Ist sie dann verifiziert? Haben Sie eine Gesetzmäßigkeit erkannt?

Die Antwort ist nein! Denn aus diesem Befund lässt sich nicht schlussfolgern, dass die Hypothese auch künftig, wenn neue Beobachtungen gemacht werden, gestützt wird.

Sollten Sie hingegen beim Testen herausfinden, dass die Daten die Hypothese nicht stützen, so heißt das nicht, dass künftige Beobachtungsdaten die Hypothese nicht doch stützen könnten.

Man erkennt: Mit dem Empirismus lässt sich keine verlässliche Wissenschaftserkenntnis bereitstellen, keine Regel- beziehungsweise Gesetzmäßigkeiten (in dem Sinne: Wenn A, dann immer B) begründen.

5.

Doch wir wollen den Kopf nicht hängen lassen. Schließlich hat es eine Fortentwicklung gegeben: den Falsifikationismus.

Der Falsifikationismus ist das Kernstück des Kritischen Rationalismus, wie er von Popper vertreten wird.

Popper erkennt, dass der Induktionsschluss – der konstitutiv ist für den klassischen Empirismus – nicht gerechtfertigt werden kann.

Es ist nicht möglich, so Popper, eine Hypothese zu verifizieren. Bestenfalls kann es gelingen, eine Hypothese nicht zu falsifizieren.

Eine Hypothese gilt nach Popper solange als “bewährt”, wie sie nicht durch Erfahrung widerlegt (also falsifiziert) worden ist.

Unsere Erkenntnis ist – und das ist die zentrale Position des Kritischen Rationalismus – immer nur hypothetisch wahr. Wir können ihr nur “bis auf Weiteres” vertrauen.

Dass wir jemals zu nicht-hypothetischer Erkenntnis – zu einer zeitlosen Gewissheit oder: Wahrheit – gelangen könnten, ist eine vergebliche Hoffnung.

Die Aufgabe des Wissenschaftlers ist es, seine Theorien (fortwährend) an der Erfahrung zu testen und, wenn sie sich nicht bewähren, durch bessere Theorien zu ersetzen.

Auf diese Weise wird der Wissenschaftsfortschritt rational angeleitet, so Popper: Man gelangt zu besseren Theorien, indem schlechte Theorien aussortiert werden.

Der Kritische Rationalismus soll den Wettbewerb um die besseren Theorien fördern; er soll Immunisierungsstrategien, durch die sich die Theorien einer Wahrheitsprüfung entziehen könnten, verhindern; und er soll zum vorsichtigen Umgang mit der wissenschaftlichen Wahrheit anleiten.

Stellen wir an dieser Stelle eine kritische Frage: Wie rechtfertigt der Kritische Rationalismus seine Postulate?

Dem Kritischen Rationalismus zufolge ist alle Erkenntnis nur hypothetisch wahr, die Existenz von nicht-hypothetisch wahrer Erkenntnis wird verneint. Was ist davon zu halten?

Wenn ich sage, alle Erkenntnis ist nur hypothetisch wahr, so beansprucht diese Aussage nicht-hypothetisch wahr, also gültig, zu sein. Das ist ganz offensichtlich ein Selbstwiderspruch!

Damit stellt sich aber die Frage: Wie will der Kritische Rationalismus seine Postulate begründen? Wie will er begründen, dass Erkenntnisse nur aus Beobachtungen zu gewinnen sind, und dass Beobachtungen auch die Prüfinstanz sind, an der der Wahrheitsgehalt von Theorien zu beurteilen ist?

Auf empirischem Wege können diese Postulate nicht überzeugend begründet werden. Wie bereits gesagt: Durch Beobachtungen lässt sich keine gültige Allaussage begründen.

Der Kritische Rationalismus muss vielmehr auf nicht-hypothetisch wahre Erkenntnis zurückgreifen, will er seine Postulate begründen – auf genau solche Aussagen also, deren Existenz er verneint. Dass (auch) das ein Selbstwiderspruch ist, ist unmittelbar einsichtig.[8]

Und noch etwas soll hier kritisiert werden: Um Erfahrungen machen zu können, braucht man eine Theorie. Denn es gibt kein theorieloses, kein voraussetzungsloses Erfassen der menschlichen Realität. Die verwendeten Theorien mögen richtig oder falsch sein, das Erfahren ist aber stets theoriegebunden.

Doch was ist die “richtige” Theorie? Der Kritische Rationalist muss antworten: Das wissen wir nicht! Wir können bestenfalls auf bewährte Theorien zurückgreifen, um Erfahrungen zu machen.

Wenn sich aber die Auffassung darüber ändert, welche Theorie nun die „bewährte“, die „richtige“ ist, erweisen sich auch alle Erfahrungen, die auf der bisher als bewährt angesehenen Theorie gemacht wurden, als Makulatur.

Also nicht nur die Theorien, deren Wahrheitsgehalt mittels Erfahrung untersucht werden soll, sind für den Kritischen Rationalismus bestenfalls hypothetisch wahr. Das gleiche gilt auch für die Theorien, die verwendet werden, um Beobachtungen zu machen, die als Prüfinstanz dienen.

Wie, so muss man sich fragen, soll auf einer solchen erkenntnistheoretischen Forschungsgrundlage – die de facto nihilistisch ist – etwa sinnvolles erwachsen?

Man wird hier vielleicht einwenden: In den Naturwissenschaften scheint diese Kritik nicht zuzutreffen. Man schaue nur einmal auf die naturwissenschaftlichen Wissensfortschritte in den letzten Jahrzehnten, die auf Basis des Kritischen Rationalismus erzielt wurden!

Ich würde entgegnen: Ja, der Wissenszuwachs in den Naturwissenschaften steht außer Frage. Das heißt aber nicht, dass die hier geäußerte Kritik unberechtigt wäre.

Vermutlich gibt es in den Naturwissenschaften tatsächlich so etwas wie Regel- und Gesetzmäßigkeiten, die sich durch das Anwenden des Kritischen Rationalismus – trotz seiner erkenntnistheoretischen Defizite – aufspüren lassen.

Es besteht an dieser Stelle vielmehr Anlass zu der Frage: Lässt sich der Kritische Rationalismus trotz seiner erkenntnistheoretischen Defizite ebenso unproblematisch in der Volkswirtschaftslehre anwenden?

6.

Um diese Frage zu beantworten, führen wir uns zunächst vor Augen, dass das Erkenntnisobjekt in den Naturwissenschaften ein ganz anderes ist als in der Volkswirtschaftslehre.[9]

In der Naturwissenschaft haben wir es mit zum Beispiel Atomen, Steinen und Regenwürmern zu tun. Objekten also, die keine Ziele und keine Präferenzen haben, die keine Wahlakte treffen.

In der Volkswirtschaftslehre geht es hingegen um den handelnden Menschen. Und der hat Präferenzen und Ziele, die er durch sein Handeln erreichen will, er wählt zwischen alternativen Handlungsmöglichkeiten.

Das ist eine wichtige Einsicht: Die Art des Erkenntnisobjektes erlaubt es in den Naturwissenschaften, konstante Ursache-Wirkungsbeziehungen aufzuspüren. Im Bereich des menschlichen Handelns ist so etwas aber nicht möglich. Warum nicht?

Die Antwort lautet: Der handelnde Mensch – der Präferenzen und Ziele hat und zwischen Handlungen wählt – ist lernfähig.[10] Das heißt, die Wissenszustände, die seine Präferenz-, Ziel- und damit seine Handlungswahl bestimmen, verändern sich im Zeitablauf.

Und die Lernfähigkeit des Menschen lässt sich nicht widerspruchsfrei verneinen.

Wer argumentiert, der Mensch sei nicht lernfähig, der begeht einen performativen Widerspruch: Er unterstellt, dass seine Zuhörer beziehungsweise Gesprächspartner den Inhalt seines Gesagten noch nicht wissen, dass sie also lernfähig sind – sonst würde er es ja nicht sagen.[11]

Und wer sagt „Der Mensch kann lernen, dass er nicht lernen kann“, begeht einen offenen Widerspruch. Er setzt voraus, dass er irgendwann einmal gelernt hat, dass man nicht lernen kann – und attestiert damit ebenfalls Lernfähigkeit.

Wenn man die Lernfähigkeit aber nicht widerspruchsfrei verneinen kann, so bedeutet das, dass man menschliche Handlungen auch nicht systematisch erklären kann im Sinne einer quantitativen-konstanten Ursache-Wirkungsbeziehung (dass also das Auftreten von Impuls A immer und überall die Reaktion B hervorbringt).

Behauptet man, dass es konstante Verhaltensparameter gibt – dass also Menschen immer und überall auf einen konkreten Impuls in gleicher Weise reagieren –, dann impliziert das, dass man menschliches Handeln vorhersagen kann.

Dadurch bestreitet man aber, dass der Mensch lernfähig ist – und das wäre, wie bereits erläutert, widersprüchlich und damit falsch. Es kann folglich aus logischen Gründen keine konstanten Verhaltensparameter im Bereich des menschlichen Handelns geben.[12]

Und noch eine weitere Überlegung spricht gegen die Anwendbarkeit der naturwissenschaftlichen Methode in der Volkswirtschaftslehre.

In den Naturwissenschaften lassen sich Laborversuche durchführen. Unter ansonsten gleichen Bedingungen wird ein Faktor bei Konstanz aller anderen Faktoren verändert, und so lässt sich seine Wirkung auf den zu erklärenden Faktor erkunden. Derartige Versuche lassen sich prinzipiell in beliebiger Zahl wiederholen.

Ein solches Vorgehen ist im Bereich des menschlichen Handelns nicht möglich. Wir hatten bereits gehört: Der handelnde Mensch ist lernfähig und damit sprichwörtlich von einem Zeitpunkt zum anderen quasi ein anderer, was seine Wissensstände betrifft.

Im Bereich des menschlichen Handelns lassen sich daher keine homogenen, miteinander vergleichbaren Beobachtungssätze gewinnen, wie es in naturwissenschaftlichen Experimenten möglich ist.[13]

An dieser Stelle lässt sich zusammenfassend sagen: Der Anwendung der naturwissenschaftlichen Methode stehen schwergewichtige Bedenken, logische Einwände, entgegen.

7.

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage: Welche wissenschaftliche Methode ließe sich in der Volkswirtschaftslehre überzeugend vertreten?

Das Erkenntnisobjekt der Volkswirtschaftslehre ist – das wurde bereits herausgestellt – der handelnde Mensch.[14]

Über ihn wissen wir etwas, was wir widerspruchsfrei nicht verneinen können – nämlich dass der Mensch handelt.

Handeln heißt, abstrakt gesprochen, einen Zustand durch einen anderen, als vorteilhafter erachteten Zustand ersetzen.

Der Satz „Der Mensch handelt“ klingt zunächst trivial. Bei genauem Nachdenken zeigt sich jedoch, dass dieser Satz nicht widerspruchsfrei verneint werden kann.

Wer sagt „Der Mensch handelt nicht“, der handelt – und widerspricht damit dem Gesagten. Der Satz „Der Mensch handelt“ ist apriorisch.

Aus dem selbst-evidenten Satz „Der Mensch handelt“ lassen sich auf logisch-deduktivem Wege weitere unbestreitbar gültige Aussagen (logische Handlungskategorien) ableiten.

Beispielsweise dass Menschen Ziele verfolgen; dass sie dazu Mittel einsetzen müssen; dass die Mittel-Ziel-Beziehung die Ursache-Wirkungsbeziehung (Kausalität) voraussetzt; dass der Mensch unter Knappheit handelt (schon allein deswegen, weil jedes Handeln Zeit erfordert); dass der Handelnde stets eine positive Zeitpräferenz hat; dass Handeln unter Unsicherheit stattfindet; und anderes mehr.

Sie werden nun vermutlich fragen: Was lässt sich mit all dem anfangen? Auf diese Frage will ich hier drei Antworten geben.

(1) Theorieprüfung. – Die logischen Handlungskategorien dienen als „Prüfkriterien“. Verstoßen ökonomische Theorien gegen die logischen Kategorien des menschlichen Handelns, sind berechtigte Zweifel an ihrer Richtigkeit anzumelden.

Verkürzt gesprochen: Theorien, die nicht im Einklang mit den logischen Handlungskategorien stehen, sind als falsch einsehbar (und zwar ohne dass man die Theorien in der Praxis erst ausprobieren muss).

Beispielsweise wäre eine ökonomische Theorie, die zeitloses menschliches Handeln annimmt, handlungslogisch unsinnig (und auch realitätsfern).[15]

Mit etwas mehr verbal-logischem Aufwand ließe sich beispielsweise die Theorie als unzutreffend zurückweisen, dass das Ausweiten der Geldmenge „neutral“ ist (in Bezug auf die Verteilungsfolgen).

Auf handlungslogischem Wege lässt sich zudem auch zeigen, dass der Sozialismus nicht funktionieren kann; oder dass die Ausgabe von ungedecktem Geld Wirtschaftsstörungen hervorbringt.

(2) Geschichtsdeutung. – Vergangene menschliche Handlungen, menschliche Geschichtsepisoden, müssen unter Zuhilfenahme von Theorien erfasst und gedeutet werden.

Dafür sind in der Regel viele Erkenntnisbausteine erforderlich: beispielsweise die Physik, Biologie, Psychologie, aber natürlich auch die Erkenntnisse, die sich aus der Logik des menschlichen Handelns ableiten lassen.

Die Deutung geschichtlicher Ereignisse bedarf so gesehen der Methode des Verstehens. Wer die Methode des Verstehens anwendet, muss darauf achten, dass die Deutung und Erklärung des vergangenen menschlichen Handelns nicht im Widerspruch steht mit den naturwissenschaftlichen Erfahrungen und den apriorischen Erkenntnissen, die sich aus der Logik des menschlichen Handelns gewinnen lassen.

(3) Folgeabschätzung. – Die Logik des menschlichen Handelns zeigt die qualitativen (nicht aber quantitativen) Folgen des Handelns auf. Sie kann allerdings nichts darüber sagen, wie künftig gehandelt wird.

Wenn beispielsweise die Geldmenge in der Volkswirtschaft erhöht wird, so führt das notwendigerweise dazu, dass die Güterpreise höher ausfallen und die Kaufkraft des Geldes abnimmt – im Vergleich zu einer Situation, in der die Geldmenge nicht ausgeweitet wird.

Ob aber die Geldmenge künftig erhöht wird – ob die Zentralbank-Räte und die Geschäftsbanken die Geldmenge tatsächlich ausweiten werden –, eine solche Prognose geht über die handlungslogische Erkenntnis hinaus.

8.

Die bis hierher vorgetragenen Überlegungen haben ihren Ausgangspunkt in den erkenntnistheoretischen Problemen genommen, die aus der Anwendung der naturwissenschaftlichen Methode in der Ökonomik erwachsen.

Die erkenntnistheoretischen Probleme lösen sich jedoch auf, wenn die Volkswirtschaftslehre nicht als Erfahrungswissenschaft, sondern als apriorische Handlungswissenschaft konzeptualisiert wird – und das ist, wie hier aufgezeigt, mit logischen Mitteln, in widerspruchsfreier Weise, möglich.

Als apriorische Handlungswissenschaft gewinnt die Volkswirtschaftslehre ihre Erkenntnisse erfahrungsunabhängig durch Rückgriff auf die Logik des menschlichen Handelns.

Sie erzielt ihre Erkenntnis also nicht aus der Erfahrung, und sie überprüft den Wahrheitsgehalt ihrer Erkenntnis auch nicht mittels Erfahrung.

Die apriorische Handlungswissenschaft entfaltet die logischen Implikationen, die aus der nicht widerlegbaren Erkenntnis stammen, dass der Mensch handelt.

Spricht man der Volkswirtschaftslehre apriorischen Charakter zu, hat das für ihr heutiges Selbstverständnis weitreichende Folgen.

Wer die Volkswirtschaftslehre als apriorische Handlungswissenschaft konzeptualisiert, muss beispielsweise bestreiten, dass sich die Methode der Mathematik im Bereich des menschlichen Handelns sinnvoll anwenden lässt;[16] und er wird auch so manche „hochangesehene Theorie“ infrage stellen oder zurückweisen müssen.[17]

Die inhaltliche Auseinandersetzung um die angemessene, die „richtige“ wissenschaftliche Methode in der Volkswirtschaftslehre ist keine abstrakte akademische Fingerübung.

Sie hat unmittelbare Bedeutung für die (politische Unabhängigkeit der) Forschungspraxis. Man denke nur einmal an den Fall, in dem eine politische Partei eine (für manche Ohren) wohlklingende Theorie vorlegt: „Wenn die Produktionsmittel verstaatlicht werden, dann steigt der Wohlstand für alle.“

Ein Ökonom, der konsequent dem Kritischen Rationalismus folgt, kann keine prinzipiellen Bedenken gegen die „mögliche Richtigkeit“ dieser – handlungslogisch als falsch einsehbaren – Theorie anmelden.

Er muss vielmehr – will er nicht als „fortschrittsfeindlich“, als „starrsinnig“ gelten – zustimmen, dass die Theorie in der Praxis ausprobiert wird, denn nur so lässt sich ihr Wahrheitsgehalt überprüfen.

Und je süßer die Verheißung zu sein scheint, die eine Theorie in Aussicht stellt, desto größer fällt natürlich auch der politische Druck aus, die Theorie in die Tat umzusetzen. Wohin das führt, lässt sich leicht absehen: Die Gesellschaft wird zum großangelegten Versuchslabor, gerät in den Würgegriff der Sozialplaner und politischen Eiferer, die mit der Freiheit des Individuums wenig oder gar nichts anfangen können.

9.

Sehr verehrte Damen, sehr geehrte Herren, ich hoffe, dass ich mit meinen Ausführen einen konstruktiven Beitrag leisten konnte, indem ich die Kritik an der modernen Volkswirtschaftslehre aufgenommen und sie auf ihren fundamentalen Ursprung gelenkt habe: auf die Frage nach der richtigen, nach der gut begründeten wissenschaftlichen Methode in der Volkswirtschaftslehre.

Diese Frage verdient, so meine ich, allergrößte Aufmerksamkeit in Ökonomenkreisen. Man kann meine Ausführungen auch als Ermunterung zu einer Neuauflage des Methodenstreits interpretieren.

So gesehen ist passend, wenn ich meine Ausführungen jetzt mit einem Zitat von Carl Menger (1840 – 1921) abschließe:

„Der Fortschritt unserer Wissenschaft findet gegenwärtig sein Hemmnis in der Herrschaft irrthümlicher methodischer Grundsätze“.[18]

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit!

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[1] Keynes, J. M. (1936), The General Theory of Employment, Interest and Money, London, Macmillan, S. 383.

[2] Siehe Romer, P. (2016), The Trouble with Macroeconomics, Delivered January 5, 2016 as the Commons Memorial Lecture of the Omicron Delta Epsilon Society, 14th September.

[3] Mayeda, A., Torres, C. (2016), The Rebel Economist Who Blew Up Macroeconomics, Bloomberg, 18. November.

[4] Ebenda.

[5] Siehe hierzu zum Beispiel Stegmüller, W. (1978), Hautströmungen der Gegenwartsphilosophie. Eine kritische Einführung, Band 1, Kapitel IX, Alfred Kröner Verlag, Stuttgart, S. 351 – 428.

[6] Siehe hierzu zum Beispiel Poser, H. (2001), Wissenschaftstheorie. Eine philosophische Einführung, Philipp Reclam jun., Stuttgart, S.108 ff.

[7] Man kann das Induktionsprinzip nicht als selbst-evident, nicht als apriorisch, rechtfertigen. Wäre es apriorisch, dürfte es niemals zu falsche Schlussfolgerungen (Allaussagen) führen (soweit man richtige Beobachtungen voraussetzt): Aus Beobachtungen gewonnene Allaussagen könnten nämlich niemals verworfen werden, wenn das Induktionsprinzip ein logisches Prinzip a priori wäre (eine logische Wahrheit kann durch Erfahrung nicht widerlegt werden). Man kann den Induktionsschluss aber auch nicht a posteriori rechtfertigen. Dann würde man behaupten, dass das Induktionsprinzip gilt, weil bisher keine Resultate beobachtbar waren, die ihm widersprochen haben. Man würde hier das Induktionsprinzip bereits als gültig voraussetzen, umgeht damit das Rechtfertigungsproblem, endet in einem infiniten Regress. Zu a priori und a posteriori siehe zum Beispiel Höffe, O. (2014), Immanuel Kant, 8. Aufl., C.H.Beck, München, S. 57 – 63.

[8] Poppers Wissenschaftsverständnis führt geradewegs in einen Relativismus-Skeptizismus. Nachstehend drei Zitate, die dieses Urteil stützen sollen: „Meine Auffassung implizierte, daß wissenschaftliche Theorien (es sei denn, daß sie falsifiziert werden) für immer Hypothesen oder Vermutungen bleiben müssen.“ (Popper, K. R. (2004), Ausgangspunkte. Meine intellektuelle Entwicklung, Pieper Verlag, München, S. 112) Oder: „The game of science is, in principle, without end. He who decides one day that scientific statements do not call for any further test, and that they can be regarded as finally verified, retires from the game.” (Popper, K. R. (2002), The Logic of Scientific Discovery, Routledge, London, New York, S. 32); auch der unmittelbar voranstehende Satz muss übrigens zu denken geben: “[I]t would be hardly suitable to place an inquiry into method on the same level as a purely logical inquiry.”) Oder: “[W]e can never give positive reasons which justify the belief that a theory is true.” (Popper, K. R. (2002), Conjectures and Refutations, Routledge, London, New York, S. 310) Nach Popper ist alle Erkenntnis nur hypothetisch wahr. Wenn man aber sagt, ‚Alle Erkenntnis ist nur hypothetisch wahr‘, dann ist diese Aussage (i) entweder ein Selbstwiderspruch oder (ii) sie ist selbst nur hypothetisch wahr – und das würde erkenntnistheoretisch ins Nichts führen. Was aber ist von den folgenden Theorien zu halten? (1) Jeder freiwillige Tausch ist vorteilhaft für die am Tausch Teilnehmenden. Oder: Der Grenznutzen der Gütereinheit nimmt mit steigendem Gütervorrat ab. Oder: (3) Ein Anstieg der Geldmenge in der Volkswirtschaft verringert die Kaufkraft der Geldeinheit (im Vergleich zur Situation, in der die Geldmenge nicht ausgeweitet worden wäre). Die Theorien (1), (2) und (3) sind aus handlungslogischer Perspektive als unbestreitbar gültig (und realitätsrelevant) einsehbar – nach Popper wäre ihr Wahrheitsgehalt jedoch nur hypothetisch wahr und fortwährend durch Testen zu überprüfen; und auch auf diesem Wege könnte ihr Wahrheitsgehalt nicht letztgültig festgestellt werden. Siehe hierzu Hoppe, H. H. (1995), Economic Science and The Austrian Method, Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama, insb. S. 14 – 16.

[9] Siehe hierzu Mises, L. v. (1957), Theory and History, Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama, S. 1 – 8; auch zum Beispiel Rothbard, M. N. (2011), Economic Controversies, Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama, S. 3 – 58.

[10] Hierzu und im Folgenden siehe Hoppe (1983), Kritik der kausalwissenschaftlichen Sozialforschung. Untersuchungen zur Grundlegung von Soziologie und Ökonomie, Studien zur Sozialwissenschaft, Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen, insb. S. 11 – 15, S. 25 – 29 und S. 44 – 49.

[11] Gerade Wissenschaftler bekunden durch ihr Schaffen, dass sie sich selbst und auch ihren Zuhörern und Lesern Lernfähigkeit unterstellen. Ansonsten würde sie das nicht tun, was sie üblicherweise tun: Wissen erlangen und verbreiten zu wollen.

[12] Man könnte an dieser Stelle auf die Idee kommen zu sagen: Mäuse, Katzen oder Stechmücken sind auch lernfähig. Das mag sein. Aber auch wenn diese Tiere sich bestimmte konstante Impuls-Reaktionsmuster aneignen könn(t)en: Sie handeln nicht wie der Mensch: Sie entwickeln keine Präferenzen, formen keine Ziele, wählen nicht zwischen Handlungsalternativen.

[13] Beispielsweise ist die Beziehung zwischen Geldmenge und Preisen im Euroraum im Januar 2018 nicht vergleichbar mit der Beziehung zwischen Geldmenge und Preisen im Februar 2018.

[14] Siehe hierzu Mises, L. v. (1940), Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens, Editions Union Genf, Erster Teil, S. 11 – 114.

[15] Würde man annehmen, dass Handeln keine Zeit erfordert – wie wäre dann zum Beispiel ein einfaches Angebots- und Nachfragemodell zu beurteilen? Wäre ein Handeln ohne zeitliche Erstreckung möglich, so wären alle Ziele, die der Handelnde verfolgt, sofort und unmittelbar erreicht – und es gäbe keinen Anlass, keine Möglichkeit zu handeln. Handeln wäre dann unmöglich – doch das lässt sich, wie leicht einzusehen ist, nicht widerspruchsfrei denken: Der Mensch kann nicht nicht handeln. Jedes noch so einfache Angebots- und Nachfragemodell muss, damit es sinnvoll (und realitätsbezogen) ist, explizit oder implizit annehmen, dass jedwedes Handeln in der Zeit stattfindet. Ohne das Handeln in der Zeit gäbe es gar keine Angebots- und Nachfragekurve!

[16] Siehe hierzu zum Beispiel Painlevé, P. (1960), The Place of Mathematical Reasoning in Economics, in: Essays in European Economic Thought, Sommer, L., Hrsg., Princeton, N.J.: D. Van Nostrand, S. 120 – 132.

[17] Wie lässt sich in diesem Zusammenhang zum Beispiel die Theorie der Rationalen Erwartungen (TRE) beurteilen, wie sie von John F. Muth (1930 – 2005) im Jahr 1961 vorgelegt und vor allem von Robert Lucas Jr. (*1937) in der modernen Makro-Ökonomik weiterentwickelt wurde? Die TRE besagt, dass die Marktakteure (i) Kenntnis über das Funktionieren der Volkswirtschaft haben; (ii) dass sie über alle relevanten Informationen verfügen, die das wirtschaftliche Geschehen bestimmen; und dass sie (iii) die Häufigkeitsverteilung der künftigen Ereignisse kennen, dass sie also keine systematischen Erwartungsfehler begehen, beziehungsweise dass der Erwartungswert des stochastischen Störterms (die Abweichung zwischen dem erwarteten Wert einer Variable und dem sich tatsächlich einstellenden Wert der Variable) null ist. Doch so populär die TRE auch ist, aus handlungslogischer Sicht ist sie mehr als fragwürdig, und zwar aus (mindestens) drei Gründen: (1) Wenn man annimmt, dass die Handelnden die Häufigkeitsverteilung künftiger Ereignisse bereits heute kennen, so bedeutet das, dass sie bereits heute über eine umfassende Liste aller künftigen Handlungen verfügen. Sie müssten schon heute beispielsweise alle künftigen Nachfragewünsche, Technologien, Produzenten und Produkte kennen; und sie müssten heute wissen, wie die Nachfrager und Anbieter künftig handeln – sonst könnte man ja heute keinerlei Wissen über die relative Häufigkeitsverteilung künftiger Handlungsergebnisse haben. Doch solch eine Liste gibt es nicht, und es kann sie auch nicht geben. Denn gäbe es sie, wäre das künftige menschliche Handeln schon heute bekannt, und Handeln würde unmöglich – und das ist etwas, was sich nicht widerspruchsfrei denken lässt. (2) Selbst wenn man annimmt, dass man die Zukunft vorhersagen kann (und dabei einem Zufallsfehler mit Erwartungswert von null unterliegt), so würde das bedeuten, dass alle Handelnden den gleichen Wissensstand haben; ansonsten wäre ihr Erwartungsfehler nicht zufällig, sondern systematisch. Das Wissen ist jedoch nicht gleichverteilt zwischen den Handelnden – und allein schon der Versuch, diese Aussage zu verneinen, bezeugt die Richtigkeit dieser Aussage. (3) Die TRE unterstellt, dass die Handelnden nicht lernfähig sind – das folgt direkt aus der Annahme, man kenne die künftigen Handlungen schon heute. Doch das ist, wie im Text oben deutlich wird, handlungslogisch falsch: Lernfähigkeit lässt sich aus logischen Gründen nicht verneinen. Kurzum: Die TRE ist auf Basis der Handlungslogik als inkonsistente Theorie zurückzuweisen. Siehe hierzu auch Hoppe, H. H. (1997), On Certainty and Uncertainty, Or: How Rational Can Our Expectations Be?, in: Review of Austrian Economics 10, no. 1, S. 49 – 78.

[18] Menger, C. (1883), Untersuchungen über die Methode der Sozialwissenschaften, und der Politischen Oekonomie insbesondere, Verlag von Duncker & Humblot, Leipzig, Vorrede, S. xix.

Thorsten Polleit, 50, ist seit April 2012 Chefvolkswirt der Degussa. Er ist Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth, Adjunct Scholar am Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama, Mitglied im Forschungsnetzwerk „Research On money In The Economy“ (ROME) und Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland. Er ist Gründungspartner und volkswirtschaftlicher Berater eines Alternative Investment Funds (AIF). Die private Website von Thorsten Polleit ist: www.thorsten-polleit.comHier Thorsten Polleit auf Twitter folgen.

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