Sozialismus – den gleichen Fehler wieder und wieder …

22. August 2018 – von Richard M. Ebeling

Richard M. Ebeling

Viele von uns haben früher Dracula-Filme geschaut – Nosferatu, der „Untote“. Stets in Angst vor dem Sonnenlicht, das ihn zu Asche zerfallen lässt, verbrachte Dracula die Tage in einem Sarg – gefüllt mit transsilvanischer Heimaterde -, dem er nachts entstieg, um seinen Durst mit dem Blut der Lebenden zu stillen. Um weiter seine „widernatürliche“ Existenz zu fristen, musste der menschengleiche Vampir seine Opfer töten, indem er ihnen das Blut abzapfte, und sie dabei manchmal ebenfalls in „Kreaturen der Nacht“ verwandelte. Das ist im Wesentlichen auch die Natur und die Geschichte des Sozialismus.

Fast jeder Dracula-Film endete damit, dass sein Erzfeind, üblicherweise Dr. Van Helsing, der furchtlose Vampirjäger, Dracula im Morgengrauen in seinem Sarg fand. Dann trieb er einen Pflock in sein Herz, oder ließ Sonnenlicht durch ein Fenster in der Nähe auf den schlafenden Blutsauger strömen. Draculas jahrhundertealter Körper zerfiel dann üblicherweise sofort zu Staub. Der „Untote“ fand damit sein Ende, und die Welt war von dieser „unheiligen“ Abnormität befreit.

Aber im nächsten Film stellte man unweigerlich fest, dass das tödliche Monster doch nicht richtig vernichtet worden war, oder dass einer der von ihm in Seinesgleichen verwandelten nun seinen Platz als Geißel der Lebenden eingenommen hatte.

Manchmal wurde Dracula zu Beginn als charmanter Gentleman, beliebt bei der Damenwelt, präsentiert (wie zum Beispiel im Film Dracula von 1979, mit dem jungen Frank Langella in der Hauptrolle). Aber schon bald wurde seine wahre, böse Natur entlarvt, wenn er sich über seine menschliche Beute hermachte und sie in „unnatürliche“ Kreaturen verwandelte. Ich präsentiere: die scheinbar endlose Wiederauferstehung der sozialistischen Idee im neuen, attraktiven Gewand.

Das ursprüngliche Versprechen des Sozialismus: Der Himmel auf Erden

Wie reizvoll die sozialistische Idee Ende des neunzehnten und Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts, vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs, erschien! Die Ankunft des Sozialismus würde alle Bürden des Lebens und des Alltags, all die scheinbaren Ungerechtigkeiten der Wohlstandsverteilung in der Gesellschaft, alle Unsicherheiten der Gesundheits- und Altersvorsorge von den Schultern des einfachen Mannes nehmen.

Der Sozialismus würde alles richten. Die Menschheit wäre von den Fesseln der kapitalistischen „Lohnsklaverei“ befreit, und jedem würden alle materiellen Notwendigkeiten und Annehmlichkeiten zur Verfügung gestellt. Die Gleichheit der „sozialen Gerechtigkeit“ wäre hergestellt, und Unterdrückung und Tyrannei würden weltweit der Vergangenheit angehören.

Welch ein blutsaugender Alptraum wurde da auf die Menschheit losgelassen! Angefangen mit der bolschewistischen Revolution in Russland 1917, über all die anderen kommunistischen „Siege“, entweder durch sowjetische Eroberungen oder heimische Umstürze und Bürgerkriege, wie in China oder Kuba, fielen die schrecklichsten Tyranneien über die hilflosen Menschen her, die nun in den sozialistischen „Paradiesen“ zu leben hatten.

Die sozialistische Realität zerstörte Freiheit und schuf Tyrannei

Die bürgerlichen Freiheiten wurden abgeschafft – kein gesprochenes oder geschriebenes Wort, das von der Linie der herrschenden Kommunistischen Partei abwich, war erlaubt. Sozialistische Zentralplanung bedeutete, dass der Staat festlegte, was herzustellen sei, wo, von wem, und in welchen Mengen. Ausbildung, Behausung und Anstellung jedes Einzelnen wurden vom Staat im Namen des „Allgemeinwohls“ vorgeschrieben. Widerspruch, abweichende Meinung, ja selbst der Verdacht des mangelnden Enthusiasmus für die leuchtende Zukunft des sozialistischen Gedankens (der selbstverständlich von den politischen Kadern des „Volksstaates“ definiert wurde) führten zu Verhaftung, Einkerkerung, Verbannung in Arbeitslager, oder Tod durch Folter, Verhungern oder schlichte Hinrichtung.

Es gab keine Privatsphäre mehr im Leben. Die Geheimpolizei und deren Informanten überwachten alles und jeden. Jede zwischenmenschliche Beziehung, egal ob am staatlich zugewiesenen Arbeitsplatz oder mit den Nachbarn im staatlichen Wohnkomplex, war so von Verdächtigungen belastet. Freundschaften waren gefährlich, und konnten mit Verrat und einem mitternächtlichen Besuch der Geheimpolizei enden, der dazu führte, dass einzelne Personen oder sogar ganze Familien spurlos verschwanden.

Der sozialistische Staat gab sich nicht damit zufrieden, die Worte und Taten der Menschen in der Öffentlichkeit zu kontrollieren. Propaganda und Indoktrinierung wurden eingesetzt in dem Versuch, zu beeinflussen, wie die Menschen über sich und die Welt dachten. Die Gedanken des Einzelnen unterlagen genauso dem Zentralplan wie Menge und Qualität des Ausstoßes der „volkseigenen“ Fabriken (siehe dazu den Artikel „Living the Life of the Lie, Part I“ und „Tyrants of the Mind and the New Collectivism“).

Der menschliche Preis und die materielle Armut des real existierenden Sozialismus

Der menschliche Preis, den das große sozialistische Experiment der Umformung des Menschen und der Menschheit für den kollektivistischen Himmel auf Erden forderte, war gewaltig. Historiker schätzen, dass das kommunistische Experiment weltweit ca. 200 Millionen Menschenleben – unschuldige Männer, Frauen und Kinder – auf der Schlachtbank des Sozialismus gefordert hat: 64 Millionen in der Sowjetunion und bis zu 80 Millionen in China, und weitere Millionen in sozialistischen Gesellschaften weltweit. (Siehe dazu den Artikel „The Human Cost of Socialism in Power.“)

Haben sich diese Opfer für die bessere sozialistische Zukunft gelohnt? Wurden die Versprechen erfüllt? Knappheit, minderwertige Güter und stagnierende Lebensstandards waren in allen sozialistischen, zentral geplanten Gesellschaften Teil des Lebens der breiten Mehrheit in diesen Ländern. Jedem, der (so wie ich in deren letzten Jahren) die Gelegenheit hatte, die Sowjetunion zu besuchen, fiel sofort die zombiehafte Leere in den Gesichtern der Menschen in den Straßen Moskaus auf, während sie zu Fuß von einem staatlichen Geschäft zum nächsten trotteten – verzweifelt auf der Suche nach den Dingen des täglichen Lebens. Vor manchen Geschäften warteten die Menschen in langen Schlangen, um das eine oder andere minderwertige Konsumgut oder Grundnahrungsmittel zu kaufen. Die Regale anderer staatseigener Geschäfte waren vollkommen leer. Die Mitarbeiter bestanden ausnahmslos aus lustlosen, gelangweilten und gleichgültigen Staatsangestellten, die nur auf das Ende ihrer Schicht warteten. (Siehe dazu die Artikel „Witness to the End of Soviet Power: Twenty-five Years Ago“ und „The 25th Anniversary of the End of the Soviet Union.“)

Was sollte man auch sonst von einem Wirtschaftssystem erwarten, das jegliche Initiative des Einzelnen und jeglichen Anreiz, zu sparen oder zu investieren, verhinderte, da private Unternehmertätigkeit abgeschafft und zur Quelle von Ausbeutung und Ungerechtigkeit erklärt worden war? (In den letzten fünf Jahren der Sowjetunion erlaubte der Führer der Kommunistischen Partei, Michael Gorbatschow, geringfügige private Unternehmertätigkeit, die trotz ihrer Geringfügigkeit der einzige Teil der Wirtschaft war, in dem sich etwas tat).

Die Ökonomen der Österreichischen Schule, insbesondere Ludwig von Mises und Friedrich A. Hayek, hatten schon in den 1920er und 1930er Jahren gezeigt, dass die Verstaatlichung von Privateigentum und das Ende des marktwirtschaftlichen Wettbewerbs und Preissystems die rationale wirtschaftliche Entscheidungsfindung unmöglich machten. Sie legten dar, dass eine effektive Kostenrechnungsmethode nötig sei, um vernünftig zu entscheiden, was in welchen Mengen und mit welchen Methoden hergestellt werden sollte. Wenn es jedoch keine Marktpreise gab, die wechselndes Angebot und Nachfrage abbildeten, dann befand sich die zentral geplante Wirtschaft sozusagen im Blindflug. Das Ergebnis war gleichlautend mit einer von Mises` Artikelüberschriften: Geplantes Chaos. (Siehe dazu den Artikel „Why Socialism is Impossible“.)

Die sozialistischen Systeme saugten die Gesellschaften, die sie beherrschten, vampirgleich das Leben aus. Der Sozialismus zerstörte dort jeglichen Anreiz zu Eigeninitiative, jegliche Motivation und jegliche Aussicht auf ein besseres Leben.

Der einzige Ausweg hin zu einem besseren Leben bot sich durch den Aufstieg in die Ränge der herrschende Elite der Blutsauger der Kommunistischen Partei. Sie kamen in den Genuss besonderer Geschäfte, besonderer Krankenhäuser, besonderer Ferienanlagen, besonderer Wohnanlagen und besonderer Möglichkeiten, in andere sozialistische Länder oder sogar ins „Feindesland“ im Westen zu reisen, aus dem man verbotene Waren mit nach Hause nehmen konnte. Wer nicht dazugehörte, war wahrhaft Teil der ausgebeuteten „Massen“, deren armselige, staatlich fehlgelenkte Arbeitsleistung die begrenzten Privilegien und den begrenzten Wohlstand der herrschenden Roten Draculas erwirtschaften musste. (Siehe dazu den Artikel „How Communism Became the Disease It Tried to Cure.“)

Das Ende der sozialistischen Planwirtschaft und ein Neubeginn marktwirtschaftlichen Wohlstandes

Im letzten Jahrzehnt des zwanzigsten Jahrhunderts brach der marxistische Sozialismus in der Sowjetunion und in den von Stalin gegen Ende des Zweiten Weltkriegs unterworfenen Satellitenstaaten Osteuropas zusammen. Auf den Tod Mao Tse-Tungs 1976 folgten in China Wirtschaftsreformen in den 1980ern, die das Land zwar nicht vom Würgegriff der Chinesischen Kommunistischen Partei befreiten, aber doch zu zahlreichen begrenzten wirtschaftlichen Liberalisierungen führten, die den Alltag von hunderten Millionen von Menschen dramatisch verbesserten.

Zahlreiche unterentwickelte Länder der Dritten Welt wandten sich in den 1980er und 1990er Jahren von der sozialistischen Zentralplanung nach Sowjetmodell ab, und begaben sich auf den Pfad der marktwirtschaftlichen, materiellen und gesellschaftlichen Verbesserung. Tatsächlich gehören in manchen dieser Länder erdrückende Armut und regelmäßige Hungersnöte nun größtenteils der Vergangenheit an – dank freierer Märkte und Unternehmertätigkeit unter Wettbewerbsbedingungen.

Dracula ersteht auf! Der Sozialismus erhebt sich erneut aus seinem Grab

Aber wie Dracula, der sich erneut aus seinem Grab erhebt, erlebt der Sozialismus erneut eine Wiedergeburt unter Akademikern, Studenten und einer wachsenden Zahl an Intellektuellen. Das neueste Anzeichen dieses Trends ist der Sieg von Alexandria Ocasio-Cortez (die 2016 eine Bernie-Sanders-Aktivistin war) über einen etablierten demokratischen Amtsinhaber bei der Vorwahl der Demokratischen Partei in einem New Yorker Kongress-Wahlkreis. Sie rühmt sich ihrer Mitgliedschaft bei den Demokratischen Sozialisten Amerikas (DSA).

Wer die Netzseite der DSA besucht, wird dort deren Versprechen und Hoffnung finden, ein neues „linkes“ sozialistisches Amerika zu errichten, welches das gegenwärtige ausbeuterische amerikanische System des „Neoliberalismus“ ersetzt – der Sammelbegriff der Linken für alles Kapitalistische, das sie hassen und umstürzen wollen.

Sie versichern, dass es sich bei ihrem System um echte Demokratie handelt. Eine kleine Handvoll kapitalistischer Eliten sollte nicht zum eigenen Nutzen die Richtung der US-Wirtschaft vorgeben. Nein, die Zukunft des Landes sollte in den Händen aller liegen, mit Hilfe demokratischen Entscheidungsfindung.

Die Arbeiter sollten im Kollektiv Fabriken und Firmen lenken, und die Gesellschaft als Ganzes sollte eine Vielzahl an „Gratis“-Leistungen für jeden bereitstellen: Gesundheitsversorgung, Kinderbetreuung, Erziehung vom Kindergarten bis zur Universität und Wohnraum und Personenbeförderung sollten alle „jedem auf Nachfrage gratis von der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden“. Außerdem erhält jeder ein garantiertes Grundeinkommen. Dann soll noch die Zahl der Wochenstunden reduziert und die Zahl der Urlaubstage erhöht werden, damit all die Arbeitslosen Arbeit finden, die trotz dieses Überflusses an „Gratis“-Dingen aus dem Füllhorn des Staates immer noch das Verlangen nach Arbeit haben. (Die Frage, wer für das alles bezahlen soll, wird nicht beantwortet, einmal abgesehen von der allgemeinen Annahme, die Besteuerung „der Reichen“ würde dafür schon irgendwie ausreichen.)

„Demokratischer Sozialismus“ ist nichts anderes als die Tyrannei der Einmischer

Da der Staat sich in alles einmischen und somit auch mehr noch als heute alles politisieren würde, um dieses „Gratis“-Leben zu ermöglichen, würde die demokratische Entscheidungsfindung bis in die letzten Winkel des Lebens der Menschen hineinreichen. Die DSA sind für die Abschaffung des US-Senats, und für die Einführung direkterer demokratischer Repräsentation. Es gäbe „Bürgerräte für zahlreiche staatliche Dienstleistungen und Programme auf nationaler, bundesstaatlicher und lokaler Ebene für die Nutzer, und für alle offenen Bürgerversammlungen, die Finanzentscheidungen treffen, ebenfalls auf lokaler und bundesstaatlicher Ebene.“

Jeder, der jemals örtliche Bürgerversammlungen besucht hat, weiß, dass die Menschen, die dort hingehen, um Sachthemen zu besprechen oder die Abgeordneten, die darüber abstimmen, nichts „Demokratisches“ an sich haben. Die Zahl der Anwesenden schwankt, aber es handelt sich unweigerlich um kleine Gruppen von Wichtigtuern und Einmischern. Es sind eindeutig Menschen mit zu viel Zeit, und dazu noch politischem oder ideologischem missionarischen Eifer, die in neun von zehn Fällen mehr Regulierungen, Kontrollen, Verbote und Steuern für andere verlangen, um ihre Gesellschaftsklempnerei auf lokaler Ebene voranzutreiben.

Eine Handvoll der Einmischer meldet sich bei diesen Versammlungen lautstark zu Wort und erweckt durch ihre „Aufrichtigkeit“ und Leidenschaft den Eindruck, die „wahren“ Bedürfnisse der Gemeinde zu vertreten. Wo sind aber die meisten Mitglieder dieser Gemeinde? Die wahre Mehrheit dieser Stadt geht ihren täglichen Geschäften nach: sie kommt von der Arbeit, verbringt Zeit mit ihren Familien, verrichtet Hausarbeit, oder kauft Lebensmittel oder andere Dinge ein, oder genießt einfach etwas Freizeit mit Freunden vor Anbruch des nächsten Arbeitstages.

Produktive Privatmenschen gegen politische Einmischer

Diese normale Mehrheit sorgt aber für die Güter und Dienstleistungen, die den Wohlstand der Gesellschaft bilden. Sie sind damit beschäftigt, sich um ihre Privat- oder Familienangelegenheiten zu kümmern, damit hier (hoffentlich) finanziell alles in Ordnung ist. Sie kümmern sich um ihr Haus und ihre unmittelbare Nachbarschaft, in dem sie den Rasen mähen, den Zaun neu streichen, oder an Kirchen- oder Wohltätigkeitsveranstaltungen teilnehmen, aus persönlichem Gerechtigkeitsempfinden und Pflichtgefühl heraus.

Für die meisten kommt politische Betätigung überhaupt nicht in Frage. Und doch sorgt genau ihre Aktivität dafür, dass der gesellschaftliche Alltag reibungslos funktioniert. Es handelt sich um Exemplare des „Forgotten Man“ von William Graham Sumner (1840 – 1910) – die, die friedlich und produktiv all den Wohlstand schaffen, den die sozialistischen Planer und Regulierer gern mit Hilfe des Staates in ihre Finger bekommen würden.

Noch mehr Bereiche aus dem privaten in den öffentlichen Einflussbereich zu verlagern, bedeutet, den Menschen noch mehr Kontrolle über ihr Leben zu entreißen, und sie professionellen oder Amateur-Einmischern zu geben, die bei staatlichen Versammlungen aufkreuzen und beeinflussen, wie gewählte Repräsentanten abstimmen.

Und diesen gewählten Repräsentanten macht es nicht das geringste aus, über diese Macht zu verfügen, werden sie so doch mit Geld überschüttet, mit dem sie wiederum Wählerstimmen kaufen, um im Amt zu bleiben. Außerdem erhält so die örtliche Bürokratie mehr Macht zu Umverteilung und Regulierung, die sie stets auch für ihre eigenen Interessen einsetzt.

Je mehr Macht den Händen des Einzelnen entrissen und in die Hände der „demokratischen“ Sozialisten gelegt wird, desto mehr wird das Leben aller von der Tyrannei der Interessengruppen und der örtlichen Besserwisser bestimmt.

Erweitert man dies nun von der örtlichen auf die bundesstaatliche und Bundesebene, so gibt es bald nichts mehr, was die politischen Regulierer und Sozialplaner nicht kontrollieren.

Gleich Draculas gewinnendem Lächeln, das sich bald in die Grimasse eines Blutsaugers verwandelt, der denen, die ihm verfallen sind, den Lebenssaft aussaugt, verwandelt sich der Sirenengesang der „Gratis“-Dinge (für die doch stets jemand bezahlen muss) im Zeichen der „demokratischen“ Gerechtigkeit bald in die Tyrannei der Politiker, Bürokraten und „demokratischen Sozialisten“, die alle entschlossen sind, uns ihre persönliche Vorstellung einer besseren Welt mit Hilfe des politischen Prozesses aufzuzwingen. Der Bereich der Privatautonomie schrumpft, und die Gefängniswände kollektiver Kontrolle werden immer enger und höher.

Zweifeln Sie nicht daran, dass sich dies nicht nur auf Gesundheitsvorsorge, Altersvorsorge, öffentlichen Wohnraum oder garantierte Arbeit und Mindestlöhne erstreckt. Die neue Agenda der „demokratischen Sozialisten“, wie auch die der gesamten Linken, besteht darin, Sprache, zwischenmenschliche Beziehungen, sozialen Status und die Einteilung der Menschen in vermeintliche Opfer und Privilegierte bis ins Kleinste zu kontrollieren. (Siehe auch die Artikel „Democratic Socialism means the Loss of Liberty“ und „Liberal Socialism, another False Utopia“ und „Campus Collectivism and the Counter-Revolution Against Liberty.“)

Es handelt sich um dieselbe Tyrannei all der früheren Formen des Sozialismus und der Zentralplanung, die wir in den letzten hundert Jahren als noch offenere Formen der Brutalität erlebt haben – getarnt von rhetorischen Nebelkerzen „demokratischer Beteiligung“, die es bei den früheren kommunistischen Rufen nach der „Diktatur des Proletariats“ nicht gab. Und trotzdem ist es der selbe blutsaugende Dracula, der einmal mehr von den Toten auferstanden ist.

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Aus dem Englischen übersetzt von Florian Senne. Der Originalbeitrag mit dem Titel Socialism, Like Dracula, Rises Again from the Grave ist am 27.7.2018 auf der website der Foundation of Economic Education erschienen.

Richard M. Ebeling lehrt Volkswirtschaft an der Northwood Universtity. Er war Präsident der Foundation for Economic Education und ist Adjunct Scholar des Mises Institut, Auburn, US Alabama.

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Hinweis: Die Inhalte der Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Ludwig von Mises Institut Deutschland wieder.

Foto: © serkorkin – Fotolia.com

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