„Die Wurzel des Übels: Ausbeutung und Rechtsbruch”

15.7.2013 – „Die Wurzel des Übels: Ausbeutung und Rechtsbruch“, so lautet der Titel des Referates, das Professor Dr. Hans-Hermann Hoppe auf der ersten Konferenz des Ludwig von Mises Institut Deutschland im Königssaal des Bayerischen Hofes in München am 15. Juni 2013 gehalten hat. Hoppe sagt uns, was der Staat – der territoriale Zwangsmonopolist für letztgültige Rechtsprechung mit der Macht zur Besteuerung – tatsächlich ist: Dass er ein Gauner ist, ein „rechtsbrechender Rechtsschützer und enteignender Eigentumsschützer“, der nicht die Lösung, sondern vielmehr die Kernursache wachsender gesellschaftlicher Konflikte ist. Der Staat nützt dabei nicht nur zwei bekannten „Parasiten“ – den Angehörigen des Staatsapparats und den (Netto-)Empfängern staatlicher Transfers –, sondern vor allem auch einem dritten, besonders effektiven Parasit: den Plutokraten, die den Staat besonders wirksam für ihre eigenen Zwecke einzuspannen wissen, so Hoppe. Sie alle drei – die „schmarotzenden Nettostaatsprofiteure“ – bereichern sich systematisch auf Kosten der Produktiven (Nettosteuerzahler). – Dass Hoppes Argumentation durch auffälligen Realitätsbezug besticht, und der unvoreingenommene Zuhörer Hoppe seine Zustimmung nicht entziehen kann, kommt nicht von ungefähr: Denn sie leitet sich strikt formal-logisch von der Praxeologie, der Lehre vom handelnden Menschen, ab. Wer sich mit Hoppes Argumenten auseinandersetzt, betritt die Arena der formalen Logik. Und wer bereit ist, den Denkgesetzen der Logik zu folgen, wird zum „Hoppe-Fan“. – Professor Hoppe hat weltweit viele Vorlesungen und Vorträge in englischer Sprache gehalten, und nicht wenige sind auf www.youtube.com abrufbar. Ihn aber in deutscher Sprache zu erleben, ist geradezu eine Rarität – und deshalb ist sein Vortrag in München so besonders und so wertvoll; nicht zuletzt, weil Hoppe der lebende Repräsentant der Mises-Rothbard Tradition ist. Wir wünschen an- und aufregende Erkenntnisse, vor allem aber gute Unterhaltung mit Professor Hoppes Vortrag: „Die Wurzel des Übels: Ausbeutung und Rechtsbruch“

Thorsten Polleit

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Professor Dr. Hans-Hermann Hoppe, Jahrgang 1949, ist einer der einflussreichsten Vertreter und konsequentesten Vordenker der libertären Lehre (Libertarians) der Österreichischen Schule in der Tradition von Ludwig von Mises (1881 – 1973) und Murray N. Rothbard (1926 – 1995). Er war von 1986 bis 2008 Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Nevada in Las Vegas. Hoppe ist Distinguished Fellow des Ludwig von Mises Institute, Auburn, US Alabama. Im Mai 2006 gründete er die Property and Freedom Society (http://propertyandfreedom.org/). Zu seinen Werken gehören unter anderem: A Theory of Socialism and Capitalism (Ludwig von Mises Institute, 1989), Demokratie. Der Gott, der keiner ist (Verlag Manuscriptum, 2003), Der Wettbewerb der Gauner: Über das Unwesen der Demokratie und den Ausweg in die Privatrechtsgesellschaft (Holzinger-Verlag, 2012). Zuletzt erschienen: The Great Fiction: Property, Economy, Society, and the Politics of Decline (Laissez Faire Books, 2012).

Professor Dr. Hans-Hermann Hoppe ist Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des “Ludwig von Mises Institut Deutschland”.

Weitere Informationen zu und von Professor Dr. Hans-Hermann Hoppe auch auf “HansHoppe.com