Schließung der argentinischen Zentralbank. Abschließende Bemerkungen

20. Februar 2026 – von Jörg Guido Hülsmann und Philipp Bagus

Am 20.10.2025 veröffentlichte Philipp Bagus auf unserer Website seinen Beitrag „Kreditgeld, Pesos, Dollars und Argentinien“ , der später auch auf Englisch erschien und in welchem es um die potenziellen Auswirkungen der Schließung der argentinischen Zentralbank auf den Wert des Pesos ging. Daraufhin erwiderte Jörg Guido Hülsmann mit seinem Beitrag „Closing a Central Bank: Comment on Bagus“ auf der Website des Mises Institute, Auburn (Alabama, USA), dem wiederum eine Gegenerwiderung von Philipp Bagus folgte. So entstand eine englische Artikelserie aus insgesamt 8 Beiträgen, welche die Autoren nun dankenswerterweise auf Deutsch für unsere Leser zur Verfügung stellen. In vier Doppelbeiträgen lesen Sie jeweils zuerst die Erwiderung von Jörg Guido Hülsmann und sodann die Gegenerwiderung von Philipp Bagus. Heute folgt der vierte und abschließende Doppelbeitrag (den ersten finden Sie HIER, den zweiten HIER und den dritten HIER).

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Schließung der argentinischen Zentralbank: Abschließende Bemerkungen

24. November 2025 (Original auf Englisch)von Jörg Guido Hülsmann

Meine jüngste Debatte mit Philipp Bagus hat hinsichtlich ihrer Kernfragen einen Sättigungspunkt erreicht. Unsere Leser sind nun in der Lage, sich ihre eigene Meinung zu bilden. Wer Augen hat zu sehen, hat gesehen.

Im Folgenden werde ich einige abschließende Überlegungen anstellen.

Was wäre passiert, wenn die Regierung Milei die argentinische Zentralbank, wie versprochen, unmittelbar nach ihrer Machtübernahme im Dezember 2023 geschlossen hätte? Das war der Ausgangspunkt unserer Diskussion. Es handelte sich um eine eher akademische Frage.

Wie bekannt, hat Javier Milei die argentinische Zentralbank nicht geschlossen.

Und natürlich gibt es für diese Entscheidung durchaus vernünftige Gründe. Wir können hinzufügen, dass solche Gründe immer leicht zu finden sind. Die Regierung wollte das Land nicht gleich zu Beginn der neuen Präsidentschaft in eine schreckliche Wirtschaftskrise stürzen. Der Präsident wollte seine Wähler nicht verprellen. Er wollte sich nicht mit dem (hoch verschuldeten) wirtschaftlichen und politischen Establishment Argentiniens, den sogenannten Eliten um Caputo, Daza, Sturzenegger et alii, die in seinem Kabinett so gut vertreten waren und immer noch sind, anlegen.

Überlegungen dieser Art sind das Markenzeichen eines gemäßigten sozialdemokratischen oder christdemokratischen „konservativen” Politikers, eines sprichwörtlichen Parteipolitikers, eines ehrenwerten Mitglieds der politischen Kaste. Das kleine Problem dabei ist, dass Javier Milei sich selbst als leidenschaftlichen Gegner all dessen präsentierte. Er war Argentiniens Mr. Libertarian. Er versprach, den Staat so weit wie möglich zu verkleinern und eine staatliche Organisation nach der anderen zu schließen. Afuera! Raus!

Warum also bei der Zentralbank aufhören? Lassen Sie mich noch einmal den Sozialisten Yanis Varoufakis zitieren:

Wenn Sie (im Gegensatz zu mir) wirklich an die überlegene Weisheit der Märkte glauben und Argentinien von politischen Zwängen befreien wollen, die dem Marktmechanismus auferlegt sind, welchen Markt würden Sie dann zuerst liberalisieren? Sicherlich den Geldmarkt.

Und tatsächlich war die Schließung der Zentralbank während seines Wahlkampfes einer der beliebtesten Punkte im Programm von Javier Milei. Viele Menschen haben gerade deshalb für ihn gestimmt, weil sie dies erreichen wollten. Es versteht sich von selbst, dass diese Wählerschaft zutiefst enttäuscht gewesen wäre, wenn ihr Held ihnen gesagt hätte, dass er sich nicht mit seinen neuen Freunden aus dem Establishment anlegen wolle. Aber welches Argument hätte ihn aus dieser politischen Sackgasse herausholen können?

Die meisten Politiker hätten argumentiert, dass die Schließung der Zentralbank eine schreckliche Deflation ausgelöst hätte, zusammen mit einem Zusammenbruch des Aktienmarktes, hoher Arbeitslosigkeit und großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten für fast alle. Das Problem mit diesem Argument ist, dass die meisten österreichischen Ökonomen Preisdeflation durchaus nicht für schädlich halten. Selbst wenn es um deflationäre Zusammenbrüche (Deflationsspiralen) geht, heben sie in der Regel die langfristigen Vorteile einer solchen deflationären Säuberung hervor. Ich spreche hier nicht nur von mir selbst, Joe Salerno und Mark Thornton. Auch Jesus Huerta de Soto und Philipp Bagus sind als lautstarke Kritiker der Deflationsphobie bekannt. Preissenkungen sind kein Problem für die Wirtschaft als Ganzes. Sie sind ein kurzfristiges Problem für hoch verschuldete Akteure (insbesondere die sogenannten Eliten), aber es handelt sich um ein einmaliges Problem, das sehr schnell verschwinden wird und eine weitgehend schuldenfreie Wirtschaft hinterlässt, die robuster ist als je zuvor.

Kurz gesagt, Milei konnte sich mit diesem Argument unmöglich rechtfertigen und gleichzeitig seine Glaubwürdigkeit bewahren.

Und er hat diese Rechtfertigung auch nicht vorgebracht. Vielmehr argumentierte er, dass die Schließung der Zentralbank einer Hyperinflation gleichkäme.

Politisch gesehen war dies sehr clever. Die Österreicher lehnen das Zentralbankwesen ab, nicht zuletzt, weil es eine massive Geldmengeninflation und Preisinflation mit sich bringt. Wenn also die Schließung der Zentralbank genau das Übel mit sich bringen würde, für das Zentralbanken verachtet werden, dann schien diese Politik doch kontraproduktiv zu sein.

Ich werde hier nicht auf Mileis falsche Erklärung eingehen, warum die Abschaffung der Zentralbank zu einer Hyperinflation führen würde. Kristoffer Hansen hat dies bereits sehr anschaulich und klar getan. Als ich Milei diese Behauptung äußern hörte, dachte ich, dass dieser Mann ein sehr schlechter Ökonom ist. Er kann sicherlich in keiner Weise als Vertreter der Österreichischen Schule der Nationalökonomie angesehen werden. Aus diesem Grund habe ich auch zusammen mit meinen Kollegen Rolf W. Puster und Hans-Hermann Hoppe argumentiert, dass Milei nicht ernst genommen werden kann, wenn er sich zur Österreichischen Schule äußert. Er weiß ganz offensichtlich nicht, wovon er spricht.

Aber dann kommt mein alter Freund Philipp Bagus und behauptet ebenfalls, wenn auch mit etwas anderen Argumenten, dass die Schließung der Zentralbank in Argentinien zu einer Hyperinflation geführt hätte. Das gab mir zu denken. Offensichtlich war ich vielleicht zu hart mit Milei umgegangen. Vielleicht hatte er diese Idee in Gesprächen mit Philipp Bagus oder einem anderen österreichischen Ökonomen aufgegriffen (ich wäre Prof. Bagus dankbar, wenn er etwas Licht auf diese Frage werfen könnte). Außerdem wurde ich sehr neugierig, wie ein intelligenter und gut ausgebildeter Mann wie Bagus zu solch einem Unsinn kommen konnte. Und so begann unsere kleine Erörterung.

Von Anfang an hat Prof. Bagus einen hoffnungslosen Fall verteidigt. An zwei grundlegenden Tatsachen kam er nie vorbei. (1) Die Schließung der Zentralbank hätte zu einem Kollaps der Geldmenge geführt, und dies allein hätte jeden ausgleichenden Einfluss anderer Faktoren, wie beispielsweise der Geldnachfrage, zunichte gemacht. Und (2) die Geldnachfrage hängt selbst weitgehend von der wahrgenommenen Entwicklung der Geldmenge ab.

Hätte Javier Milei die argentinische Zentralbank am ersten Tag seiner Amtszeit geschlossen, hätte sich die Geldbasis (eine Verbindlichkeit der Zentralbank) nicht mehr erhöhen können. Die vorhandenen Peso-Banknoten wären entweder im Umlauf geblieben oder im Austausch gegen Vermögenswerte der Zentralbank liquidiert worden. Die vorhandenen Bargeldkonten bei der Zentralbank wären entweder gegen Peso-Banknoten eingetauscht oder im Austausch gegen Vermögenswerte der Zentralbank liquidiert worden. Und alle anderen Schulden (einschließlich der von Prof. Bagus erwähnten Tagesgeldkonten) wären gegen Vermögenswerte der Zentralbank liquidiert worden.

Kurz gesagt, die Geldbasis wäre entweder konstant geblieben oder, was wahrscheinlicher ist, erheblich geschrumpft. Darüber hinaus, und das ist der entscheidende Punkt, wäre die gesamte Geldmenge (Geldbasis und Einlagenkonten bei den Geschäftsbanken) drastisch zurückgegangen. Ohne die Unterstützung der Zentralbank wären viele (wenn nicht sogar die meisten) Geschäftsbanken in Konkurs gegangen, und alle anderen wären gezwungen gewesen, ihr Kreditgeschäft abzuwickeln und ihre Barreserven zu erhöhen. (Man könnte argumentieren, dass diese Entwicklung bereits in vollem Gange war und sich in den steigenden Tagesgeldfazilitäten in der Endphase des Wahlkampfs zeigte, als Javier Milei noch versprach, die Zentralbank zu schließen.)

Aber die Geschäftsbanken wären nicht die einzigen Marktteilnehmer gewesen, die ihre Nachfrage nach Pesos erhöht hätten. Alle anderen hätten sehr schnell dasselbe getan. Der Grund dafür ist, dass die Peso-Basisgeldmenge eingefroren worden wäre und möglicherweise sogar zurückgegangen wäre. Und die Geldnachfrage hat zwar mehrere Ursachen, wird aber sehr stark von der erwarteten Veränderung der Geldmenge bestimmt. Ende 2023 ging die Nachfrage nach Pesos zurück. Dies lag jedoch nicht zuletzt daran, dass die Geldmenge (und damit auch das Preisniveau) von der Zentralbank unaufhaltsam erhöht worden war. Die Schließung der Zentralbank hätte diese Tendenz sehr schnell umgekehrt.

Die gesamte Strategie von Philipp Bagus‘ Argumentation, soweit es die Geldnachfrage betrifft, läuft darauf hinaus, die entscheidende Rolle der wahrgenommenen Entwicklung der Geldmenge so weit wie möglich zu verdrängen. Er hat uns eine fesselnde Geschichte vom „Vertrauensverlust” erzählt, der sich bei einer Schließung der Zentralbank noch verschlimmert hätte und zu einer Hyperinflation geführt hätte, unabhängig davon, wie sich die Geldmenge entwickelt hätte.

Ich fand das faszinierend. Es erinnerte mich an Carl Schmitts Buch über Politische Romantik, eine Art Dichtung über politische Fragen. In den Aussagen von Professor Bagus fand ich eine Art „wirtschaftliche Romantik” – eine Geschichte, die logisch nicht unmöglich und daher nicht absurd war, wie ein quadratischer Kreis, die aber den Einfluss eines Elements der Realität (die Nachfrage nach Geld) auf überraschende Weise deutlich übertrieben und damit im Vergleich zu seiner tatsächlichen Rolle in der realen Welt verrückt hat.

Hoffentlich fanden unsere Leser diese Diskussion aufschlussreich. Ich freue mich darauf, Philipp Bagus‘ abschließende Stellungnahme zu lesen, und danke ihm für seine Antworten auf meine Einwände.

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Geldnachfrage und Demonetisierung: Abschließende Kommentare

2. Dezember 2025 (Original auf Englisch)von Philipp Bagus

Einleitung und Umfang der Debatte

Mein Jüngster Austausch mit meinem alten Freund Guido Hülsmann kommt nun an sein Ende. Ich bin dankbar für seine Einladung abschließende Bemerkungen zu machen und auf seine Einwände zu antworten. Wie immer sind seine Kommentare freundlich und rhetorisch elegant. Dennoch hatte ich auf eine Auseinandersetzung mit den Kernargumenten meiner vorherigen Erwiderung gehofft – eine Hoffnung, die während der Debatte nur teilweise erfüllt wurde.

Prof. Hülsmann präsentiert die Diskussion als kontrafaktische Übung zur Preisinflation in Argentinien im Dezember 2023:

Was wäre passiert, wenn die Regierung Milei die argentinische Zentralbank, wie versprochen, unmittelbar nach ihrer Machtübernahme im Dezember 2023 geschlossen hätte?

Die Rolle der Kredit-Geld-Erwartungen in Argentinien

Die Debatte begann jedoch nicht mit einer kontrafaktischen Frage. Es begann mit meiner Anwendung von Mises‘ Konzept des Kreditgeldes auf den Fall Argentinien. Ich argumentierte, dass der Peso einen Kredit-Geld-Charakter besaß, der aus der Zeit der Konvertibilität (1991–2002)[1] und in Mileis ursprünglichem Dollarisierungsvorschlag beruhte, der vorsah, Zentralbankreserven zur Umwandlung von Pesos in Dollar zu verwenden. Wäre die Zentralbank unmittelbar nach Mileis Amtseinführung geschlossen worden, wäre diese Konvertibilitätserwartung verschwunden. Der Peso hätte aufgehört, als Kreditgeld zu fungieren, und wäre zu einem reinen Fiat-Geld geworden. Ceteris paribus würde dies einen Rückgang der Nachfrage nach Pesos bedeuten.

Unter in Argentinien Ende 2023 vorherrschenden Bedingungen wäre ein solcher Rückgang zutiefst destabilisierend gewesen. Der Peso war bereits zunehmendem monetärem Misstrauen, einer Dollarpräferenz der Argentinier, sinkender Nachfrage und einer monatlichen Preisinflation 25 Prozent ausgesetzt. Der stark ansteigende Dollarwechselkurs beschleunigte die Flucht aus dem Peso und den Vertrauensverlust weiter. Ein weiterer Rückgang der Geldnachfrage—ausgelöst durch die Schließung der Zentralbank—hätte den Vertrauensverlust nicht gestoppt. Sie hätte ihn verschärft mit der Gefahr eines vollständigen Zusammenbrechens der Kaufkraft des Pesos: Hyperinflation oder Demonetisierung (wenn man diesen Begriff bevorzugt).

Professor Hülsmann räumt einen Teil dieser Analyse ein:

 Ceteris paribus, wie Bagus erklärt, und wir stimmen ihm zu, hätte dies die Nachfrage nach Pesos verringert.

Er fügt dann hinzu:

Aber wie wichtig ist dieser Faktor? So wie Philipp Bagus es darstellt, ist es nur ein kleiner Schritt von diesem Rückgang der Geldnachfrage zur Hyperinflation. Hyperinflation entsteht jedoch nicht allein durch einen Vertrauensverlust, sondern durch einen Vertrauensverlust in Verbindung mit einer enormen Zunahme der Geldmenge.

Das zentrale theoretische Problem: Geldnachfrage und Kaufkraft

Für mich beginnt an dieser Stelle der eigentliche Streitpunkt. Denn ich glaube, diese Behauptung ist falsch. Es geht um eine grundlegende theoretische Frage:

Ist eine vollständige Zerstörung der Kaufkraft eines Geldes allein durch einen Zusammenbruch der Geldnachfrage möglich – oder muss dies mit einem starken Anstieg der Geldmenge einhergehen?

Die praxeologische Antwort ist klar: Ein Nachfragerückgang hat den gleichen Effekt wie ein Anstieg des Angebots auf die Preise von Nicht-Geldgütern.[2] Wenn sich die Nachfrage nach Fiatgeld auflöst, geht seine Kaufkraft unabhängig davon, was mit der Geldmenge passiert, gegen null. Deshalb betonen Rothbard, Salerno und Hazlitt – wie bereits in diesem Austausch an anderer Stelle erwähnt – dass ein plötzlicher Vertrauensverlust, unabhängig von der Geldmenge, dazu führen kann, dass ein Gut als Tauschmittel aufgegeben wird.

Der Prozess der Demonetisierung und die Vorrangstellung der Ideen

Wenn eine Ware monetarisiert wird, erhält sie eine zusätzliche Nachfrage, die über ihre direkte Nutzung als Konsumgut oder Produzentengut hinausgeht. Wenn ein Geld demonetisiert wird, weil die Menschen aufhören, es als Tauschmittel zu nutzen, und sich stattdessen einem anderen Gut zuwenden, das sie für überlegen halten, fällt die Nachfrage auf die Konsumgüter- oder Produzentengüternachfrage zurück. Im Fall von Fiatgeld fällt die Nachfrage praktisch auf null. Das bedeutet, dass die Preise denominiert in diesem Fiatgeld ins unendliche steigen. Das physische Angebot an Fiatgeld oder die Erwartung der Entwicklung des physischen Angebots wird an diesem Punkt irrelevant. Fiatgeld hängt entscheidend von Vertrauen ab. Geht dieses Vertrauen verloren, verliert es seine Geldfunktion oft innerhalb kürzester Zeit.

In der Ökonomie geht sich um Ideen, die Akteure über die Welt haben. Es geht nicht um physische Dinge. Ludwig von Mises  hat wiederholt auf die Bedeutung von Ideen hingewiesen.[3] Die Macht der Regierung, so stellt Mises in Omnipotent Government (2010, S. 7) klar, beruht nicht auf materiellen Bedingungen wie Waffen, sondern letztlich auf Ideen:

A lasting order cannot be established by bayonets. A minority cannot rule if it is not supported by the consent of those ruled; the rebellion of the oppressed will overthrow it sooner or later, even if it were to succeed for some time.

[Deutsche Übersetzung durch Redaktion:
Eine dauerhafte Ordnung kann nicht mit Bajonetten errichtet werden. Eine Minderheit kann nicht herrschen, wenn sie nicht die Zustimmung der Beherrschten besitzt; der Aufstand der Unterdrückten wird sie früher oder später stürzen, selbst wenn sie eine Zeit lang Bestand haben sollte.]

Auch beruht die Kaufkraft des Geldes und damit sein Status als Geld letztlich auf Ideen. Sobald die Akteure das Vertrauen verlieren und das Gut nicht mehr als Tauschmittel nutzen, spielt die materielle Frage des rein physischen Angebots keine Rolle.

Argentiniens extreme finanzielle Fragilität

In seinen abschließenden Bemerkungen räumt Prof. Hülsmann ein, dass ein solches Szenario ’nicht logisch unmöglich‘ ist, was darauf hindeutet, dass wir möglicherweise eine größere gemeinsame Basis hinsichtlich des theoretischen Mechanismus haben, als zunächst erschien. Doch anstatt sich mit der theoretischen Struktur zu befassen, lenkt er die Aufmerksamkeit auf den empirischen Fall Argentiniens im Dezember 2023.

Hier messen wir institutionellen Erwartungen unter extremer Unsicherheit einfach unterschiedliches Gewicht zu. Mein Argument ist kontextspezifisch: Unter den Umständen Argentiniens – tiefes monetäres Misstrauen, Präferenzen zur Dollarisierung, der Kredit-Geld-Charakter des Peso, übermäßige Staatsverschuldung, ein prekäres Bankensystem, eine lange Geschichte von Zahlungsausfällen und eine lautstarke Opposition, die bereit ist, die Regierung zu stürzen, während sie behauptet, die einzige Kraft zu sein, die das Land stabilisieren kann – hätte die Abschaffung der Zentralbank plausibel einen Zusammenbruch der Geldnachfrage ausgelöst.

Wenn die Geldnachfrage die Geldmenge dominiert

Prof. Hülsmann nennt mein Szenario „unverhältnismäßig“, identifiziert aber nicht, welcher kausale Schritt unverhältnismäßig ist:

1. Dass die Abschaffung der Zentralbank institutionelle Erwartungen verändert,

2. dass Erwartungen die Geldnachfrage beeinflussen,

3. dass die Geldnachfrage die Kaufkraft beeinflusst,

4. dass dieser Effekt den Einfluss einer schrumpfenden Geldmenge dominieren kann.

Mein Argument verläuft durch vier explizite kausale Schritte. Wenn Prof. Hülsmann anderer Meinung ist, wäre es sowohl für die Leser als auch für die Entwicklung der Debatte äußerst wertvoll zu wissen, in welchem Schritt genau unsere Analysen abweichen. Mein Szenario als ‚romantisch‘ zu beschreiben, ist malerisch, aber es wäre hilfreich zu wissen, welchen spezifischen Schritt in der praxeologischen Denkkette er für unglaubwürdig hält und aus welchem Grund.

Möglicherweise hält Prof. Hülsmann den letzten Schritt für unglaubwürdig, da er behauptet: „die Geldnachfrage hängt selbst weitgehend von der wahrgenommenen Entwicklung der Geldmenge ab.“

Ich bin respektvoll anderer Meinung. Die Geldnachfrage hängt von der wahrgenommenen Nützlichkeit ab, Geld als Tauschmittel und als Absicherung gegen Unsicherheiten zu halten – also von der Qualität des Geldes. Erwartete Veränderungen der Geldmenge können diese Wahrnehmung beeinflussen, sind aber nicht ihre Grundlage. Menschen verlangen Geld wegen dem, was Geld ist und was es für sie bedeutet.

Erwartungen über die Geldmengenentwicklung können diese Nachfrage verändern, aber sie schaffen diese nicht; Sie sind sekundär und nicht primär und nur einer von vielen Faktoren, die die Geldnachfrage prägen. Da die Erwartungen über die Geldmenge nicht die Nachfrage nach einem allgemein akzeptierten Tauschmittel erzeugen, folgt daraus, dass die Entwicklung der Geldmenge den Geldwert nicht allein aufrechterhält. Prof. Hülsmanns Betonung der Geldmenge scheint auf einer etwas romantisierten Sicht hinsichtlich deren Bedeutung zu beruhen. Während die erwartete Geldmengenentwicklung nur eine Variable bei der Bestimmung der Geldnachfrage ist, können institutionelle Veränderungen – wie eine Revolution, ein verlorener Krieg oder der Übergang von einem Kreditgeld zu einem reinen Fiatgeld in einem misstrauischen monetären Umfeld – die Bewertung des Geldes viel abrupter verschieben.[4]

Demonetisierung und Hoppes Ansicht

Bemerkenswert ist, dass Hans-Hermann Hoppe unabhängig zu einer Schlussfolgerung kam, die meiner sehr nahe kam, indem er sagte, dass der Peso wahrscheinlich ‚verschwinden‘ würde. Dies legt nahe, dass der von mir beschriebene Mechanismus nicht idiosynkratisch, sondern auf weit verbreiteter österreichischer Argumentation beruht. Prof. Hoppe sagte im Zusammenhang einer Diskussion über die Schließung der argentinischen Zentralbank und den Zusammenbruch des Bankensystems:

Der Peso würde verschwinden, das ist gut. … Dann würden die Leute Dollar statt Pesos verwenden. Pesos sterben aus und sie benutzen Dollar. (PFS, Min. 36)

Hoppe stimmt eindeutig zu, dass der Peso schnell an Kaufkraft verlieren und als Geld verschwinden würde. Er verwendet nicht den Begriff „Hyperinflation“ und würde wahrscheinlich den Begriff „Demonetisierung“ bevorzugen. Der logische Mechanismus ist jedoch identisch. Prof. Hülsmann hingegen beschrieb Milei als „sehr schlechten Ökonomen“, weil er ein solches Ergebnis vorhergesagt hatte. Dies wirft auch die Frage auf, wie konsequent solche Urteile innerhalb der österreichischen Analyse angewendet werden sollten.

Die Rolle der Vermögenswerte der Zentralbank

Es gibt eine gewisse Spannung in Prof. Hülsmanns Argumentation über die Bedeutung von Zentralbankvermögenswerten für die Qualität des Geldes und damit für die Geldnachfrage.[5] Er zitiert mit Zustimmung Kristoffer Hansens Argument, dass die Abschaffung der argentinischen Zentralbank keine Hyperinflation ausgelöst hätte. Hansen behauptet ausdrücklich, dass die Vermögenswerte der Zentralbank für die Nachfrage nach einer Währung irrelevant sind, und erklärt:

Der Wert des Pesos ist, wie wir festgestellt haben, unabhängig von den Vermögenswerten der argentinischen Zentralbank …

Allerdings sind Zentralbankvermögenswerte für die Qualität einer Währung wichtig – insbesondere in Situationen monetärer Belastung, etwa wenn das Vertrauen in die Währung sinkt, die Anleger aus der Währung flüchten, wenn der Wechselkurs zusammenbricht oder bei Geldreformen wie einer Dollarisierung oder der Liquidation einer Zentralbank.

Professor Hülsmann selbst schreibt:

Die vorhandenen Peso-Banknoten wären entweder im Umlauf geblieben oder im Austausch gegen Vermögenswerte der Zentralbank liquidiert worden. Die vorhandenen Bargeldkonten bei der Zentralbank wären entweder gegen Peso-Banknoten eingetauscht oder im Austausch gegen Vermögenswerte der Zentralbank liquidiert worden.

Dieser Abschnitt impliziert, dass die Vermögenswerte der Zentralbank wichtig sind, denn je höher die Qualität dieser Vermögenswerte, desto besser ist die Position der Peso-Inhaber in einem solchen Szenario.[6] Dies steht in klarem Gegensatz zu Hansens Behauptung, dass die Vermögenswerte irrelevant seien. Es ist schwer vorstellbar, wie beide Behauptungen gleichzeitig aufrechterhalten werden könnten.

Außerdem weist Prof. Hülsmann darauf hin, dass der Peso (also die Geldbasis) „eine Verbindlichkeit der Zentralbank“ sei. Während Peso-Noten und Zentralbank-Bargeldkonten heute Schuldinstrumente sind, die kein Recht auf Einlösung beinhalten, gab es eine solche Einlösungsverpflichtung während der Zeit der Konvertierbarkeit (1991–2002), und es könnte in Zukunft wieder eine geben. Daher sind die Vermögenswerte einer Zentralbank relevant – besonders in Zeiten des Übergangs hin zur Geldreform.

Muss ein libertärer Politiker die Zentralbank sofort schließen?

Professor Hülsmann beanstandet die Tatsache, dass Milei nicht „wie versprochen, unmittelbar nach seiner Machtübernahme im Dezember 2023 [die Zentralbank Argentiniens] geschlossen hat.“

Er räumt ein, dass es Gründe für diese Entscheidung gab, wie etwa die Notwendigkeit, „eine schreckliche Wirtschaftskrise“ zu verhindern.

Dennoch hält er dies nicht für einen triftigen Grund und erklärt:

Überlegungen dieser Art sind das Markenzeichen eines gemäßigten sozialdemokratischen oder christdemokratischen ‚konservativen‘ Politikers, eines sprichwörtlichen Parteipolitikers, eines ehrenwerten Mitglieds der politischen Kaste.

Als Reaktion möchte ich drei kurze Anmerkungen machen.

Erstens, basierend auf persönlichen Gesprächen, stimmt es, dass Milei glaubte, dass die Schließung der Zentralbank an seinem ersten Tag im Amt eine Hyperinflation und eine große Wirtschaftskrise ausgelöst hätte. Das hätte ihn innerhalb weniger Tage aus dem Amt gedrängt.

Zweitens, obwohl Milei sich für die Schließung der Zentralbank einsetzte, legte er sich nie auf ein bestimmtes Datum fest, wie Prof. Hülsmann vermutet. Sein Plan sah stets einen stufenweisen Prozess vor, wie wir in unserem letzten Beitrag besprochen haben.

Drittens scheint Prof. Hülsmanns Formulierung zu implizieren, dass jeder Politiker, der nicht sofort die Zentralbank – oder sogar den Staat selbst – abschafft und stattdessen den Weg einer schrittweisen Reduzierung wählt, um soziale Unruhen und die Rückkehr der Sozialisten an die Macht zu vermeiden, als Christ- oder Sozialdemokrat betrachtet werden muss. Ich halte diese Schlussfolgerung nicht für gerechtfertigt.

Erstens scheint diese Interpretation im Widerspruch zu Prof. Hülsmanns früherer Aussage zu stehen, dass „die Hauptaufgabe eines Reformers“ darin besteht, „vorübergehende Maßnahmen zu ergreifen, um den Schwächsten in der Übergangsphase zu helfen.“ Wären solche Überlegungen nicht auch nach seiner Logik „das Markenzeichen eines gemäßigten“ Sozialdemokraten?

Zweitens, und wie anderswo gesagt, bin ich anderer Meinung. Man kann ein libertärer Politiker sein, solange man in die richtige Richtung geht. Laut Jesús Huerta de Soto muss der libertäre Politiker eine Doppelstrategie verfolgen: (1) er muss libertäre Prinzipien rigoros studieren und sie kompromisslos in der Öffentlichkeit verbreiten; und (2) er muss Übergangspläne hin zum Idealzustand entwickeln, die diese Prinzipien nicht verletzen. Kurzfristige Kompromisse sind nur akzeptabel, wenn sie die Gesellschaft in die libertäre Richtung bewegen. In keinem Fall dürfen sich Maßnahmen davon entfernen.

Meiner Ansicht nach gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen einem libertären Politiker, der prinzipientreue, geordnete Reformen vorsichtig umsetzt, und einem Sozialdemokraten, der keinerlei Interesse daran hat, den Einfluss des Staates zu verringern.

Schlusswort

Zusammenfassend bin ich dankbar für diesen Austausch. Meiner Ansicht nach hat dieser die Bedeutung der Geldnachfrage hervorgehoben. Die Kaufkraft von Fiatgeld kann selbst ohne eine Erhöhung seines Angebots verschwinden – der zentrale praxeologische Punkt, den der aktuelle Austausch geholfen hat zu verdeutlichen. Die Debatte hat die entscheidende Rolle institutioneller Erwartungen bei der Gestaltung der Geldnachfrage unter extremer Unsicherheit unterstrichen und die Möglichkeit, dass ein Nachfrageeinbruch den Einfluss der Geldmenge dominieren kann.

Darüber hinaus wurden wichtige Fragen zu Zentralbankvermögenswerten, verzinsten Zentralbankverbindlichkeiten, dem Verlust von Kredit-Geld-Eigenschaften, der fiskalischen Geldnachfrage, der Unzulänglichkeit des Begriffs ‚Preisniveau‘, der libertären politischen Strategie, zu den jeweiligen Rollen der a priori-Theorie und zufälligen historischen Umständen sowie weiteren wichtigen Fragen aufgeworfen.

Eine verbleibende Meinungsverschiedenheit betrifft das Gewicht, das wir institutionellen Erwartungen bei der Gestaltung der Geldnachfrage unter extremer Unsicherheit und in der Dynamik einer Hyperinflation beimessen. In dieser Hinsicht liegt unsere Divergenz in der empirischen Bedeutung, die jeder von uns institutionellen Erwartungen unter Bedingungen akuter monetärer Fragilität beimisst. Grundlegender ist jedoch unsere tiefere Meinungsverschiedenheit über die Logik der Geldnachfrage und folglich über den Prozess der Demonetisierung.

Ich hoffe, dieser Austausch trägt dazu bei, diese wichtigen Fragen innerhalb der österreichischen Geldtheorie zu klären. Ich bin dankbar für die Gelegenheit, sie ausführlich zu besprechen.

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[1] Der Charakter des Kreditgeldes beruht nicht nur auf der Konvertibilitätserfahrung, sondern auch darauf, dass sich Argentinien während des größten Teils des Zeitraums von 2002 bis 2023 in einem System fester Wechselkurse befand, das – angesichts hoher Geld- und Preisinflation – durch den CEPO (Kapitalverkehrskontrollen) begleitet und verstärkt wurde. Diesen Punkt verdanke ich Bernardo Ferrero und möchte ihm für seine hilfreichen Kommentare und Vorschläge während des gesamten Austauschs danken.

[2] Die gleiche Logik gilt für jedes Gut: Ein Anstieg des Angebots und ein Nachfragerückgang haben gleichwertige Auswirkungen auf seinen Preis. Im Fall von Geld sind die beiden Prozesse nicht vollständig symmetrisch. Zum Beispiel unterscheiden sie sich in ihren Umverteilungseffekten und in ihrem Einfluss auf die soziale reale Kassenhaltung. Ein Rückgang der Geldnachfrage (bei einer konstanten Geldmenge) reduziert die aggregierte reale Kassenhaltung, während eine Erhöhung der Geldmenge (bei konstanter Geldnachfrage) diese unverändert lässt, ceteris paribus.

[3] Siehe zum Beispiel Human Action (1998), Kapitel IX, „The role of Ideas„. In Liberalism. In The Classical Tradition (2002), S. 51, erklärt Mises: “ The ultimate outcome of the struggle, however, will not be decided by arms, but by ideas. It is ideas that group men into fighting factions, that press the weapons into their hands, and that determine against whom and for whom the weapons shall be used. It is they alone, and not arms, that, in the last analysis, turn the scales.“

[4] Zu abrupten Veränderungen der Geldqualität siehe Bagus (2009), „The Quality of Money„, The Quarterly Journal of Austrian Economics 12, Nr. 4: 22–45. In Bagus (2015), „The Quality of Monetary Regimes„, in The Next Generation of Austrian Economics: Essays in Honor of Joseph Salerno, hrsg. von Per Bylund und Per Howden, 19–34 (Auburn, Ala.: Ludwig von Mises Institute), analysiere ich die Auswirkungen von Veränderungen im Geldregime auf die Qualität des Geldes.

[5] Zur Bedeutung von Zentralbankanlagen für die Geldqualität siehe Bagus und Howden (2016). „Central Banks Balance Sheet Analysis.“ Betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis 68(2), S. 109-25.

[6] Tatsächlich bestanden die meisten Vermögenswerte der Zentralbank aus Staatsanleihen. Im Falle eines Zahlungsausfalls der Regierung hätte das Bankensystem wertlose Forderungen erhalten, was den Finanzkollaps und eine starke Abwertung des Peso auslösen und das Vertrauen in die Währung weiter untergraben würde. Für den Peso hätte es sicherlich einen Unterschied gemacht, wenn statt argentinischer Staatsanleihen die Vermögenswerte der Zentralbank aus Gold (oder insbesondere Dollar) bestanden hätten.

Hinweis: Die Inhalte der Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Ludwig von Mises Instituts Deutschland wieder.

Jörg Guido Hülsmann ist Professor für Ökonomk an der Universität Angers in Frankreich und Senior Fellow des Ludwig von Mises Instituts in Auburn, Alabama. Er ist Mitglied der Europäischen Akademie für Wissenschaften und Künste. Zu seinen umfangreichen Interessen- und Forschungsgebieten zählen Geld-, Kapital- und Wachstumstheorie. Er ist Autor von „Die Wirtschaft und das Untentgeltliche: Kostenlose Güter zwischen Kapitalismus und Staat“(*) (2023),  „Krise der Inflationskultur“(*) (2013), „Ethik der Geldproduktion“(*) (2007) und „Mises: The Last Knight of Liberalism“(*) (2007).

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Philipp Bagus ist Professor für Volkswirtschaft an der Universidad Rey Juan Carlos in Madrid. Zu seinen Forschungsschwerpunkten Geld- und Konjunkturtheorie veröffentlichte er in internationalen Fachzeitschriften wie Journal of Business Ethics, Independent Rewiew, American Journal of Economics and Sociology u.a.  Sein Buch „Die Tragödie des Euro“ (*) erscheint in 14 Sprachen. Philipp Bagus ist ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirates des Ludwig von Mises Institut Deutschland. Im September 2024 erschien sein Buch „Die Ära Milei“ (*).

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