Die Österreichische Schule der Nationalökonomie

7.10.2013 – Am kommenden Donnerstag jährt sich Ludwig von Mises‚ Todestag zum 40. Mal. Mises verstarb am 10. Oktober 1973 im Alter von 92 Jahren in New York. Anfang November wird sein Buch Erinnerungen wieder in deutscher Sprache erhältlich sein. Mises‘ schrieb seine Erinnerungen im Jahr 1940, kurz nachdem er mit seiner Frau Margit in die USA emigriert war. Das Buch entstand in einer Zeit, in der die Eheleute Mises kein festes Zuhause hatten und, von ihren Ersparnissen lebend, von einem Hotel ins andere zogen. Mises übergab seiner Frau das Manuskript mit den Worten: “Diese Bücher gehören Dir, gib gut acht auf sie“. Erinnerungen ist keine Autobiographie, wie der Titel vermuten lässt. Vielmehr erhält der Leser ein Bild von Mises‘ geistiger Entwicklung und Hintergrundinformationen zu dessen Büchern und Schriften bis zum Jahr 1940. Erst einige Monate nach Mises‘ Tod erinnerte sich Margit von Mises an das Manuskript ihres Mannes. Erstmals erschienen Mises‘ Erinnerungen im Jahr 1977. Lesen Sie nachfolgend daraus den Abschnitt „Die Österreichische Schule der Nationalökonomie“. Die bibliographischen Angaben zur Neuerscheinung finden Sie am Ende des Beitrages.

Andreas Marquart

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Die Österreichische Schule der Nationalökonomie

Ludwig von Mises (1881-1973)

Als ich an die Universität kam, war Carl Menger im Begriffe, seine Lehrtätigkeit zu beenden. Von der Österreichischen Schule der Nationalökonomie war an der Universität nicht viel zu merken. Ich hatte damals auch kein Interesse für sie.

Um Weihnachten 1903 herum las ich zum ersten mal Mengers Grundsätze der Volkswirthschaftslehre. Durch dieses Buch wurde ich zum Nationalökonomen.

Ich bin Carl Menger erst viele Jahre später persönlich begegnet. Er war, als ich ihn kennenlernte, schon über siebzig, schwerhörig und von einem Augenübel geplagt. Doch sein Geist war jung und feurig. Ich habe mich immer wieder gefragt, warum dieser Mann die letzten Jahrzehnte seines Lebens nicht besser genutzt hat. Daß er, wenn er nur wollte, noch immer Glänzendes leisten konnte, zeigt der Artikel «Geld», den er dem Handwörterbuch der Staatswissenschaften beigesteuert hat.

Ich glaube zu wissen, was Menger entmutigt und frühzeitig zum Verstummen gebracht hat. Sein scharfer Geist hatte erkannt, wohin die Entwicklung Österreichs, Europas und der Welt ging; er sah diese größte und höchste aller Zivilisationen im Eilzugtempo dem Abgrund näher kommen; er hat alle Greuel vorausgeahnt, die wir heute schaudernd erleben. Er wußte, welche Folgen die Abkehr der Welt vom Liberalismus und Kapitalismus nach sich ziehen mußte. Er hat das getan, was er gegen diese Strömungen unternehmen konnte. Seine Untersuchungen über die Methode der Socialwissenschaften waren auch als Streitschrift gegen alle jene verderblichen Geistesströmungen gedacht, die von den Lehrkanzeln des großpreußischen Reiches die Welt vergifteten. Er sah, daß sein Kampf aussichtslos und hoffnungslos war, und so erfüllte ihn schwarzer Pessimismus, der seine Kräfte lähmte. Er hat diesen Pessimismus seinem jungen Schüler und Freunde, dem Thronfolger Rudolf, mitgeteilt. Kronprinz Rudolf hat Hand an sich gelegt, weil er an der Zukunft seines Reiches und der europäischen Kultur verzweifeln mußte, nicht etwa wegen einer Frau. Er hat das junge Mädchen, das auch sterben wollte, in den Tod mitgenommen; er ist nicht ihretwillen in den Tod gegangen.

Mein Großvater hatte einen Bruder, der mehrere Jahre vor meiner Geburt gestorben ist. Dieser Bruder, Dr. Joachim Landau, war liberaler Abgeordneter im österreichischen Abgeordnetenhaus und intimer Freund seines Parteikollegen, des Abgeordneten Dr. Max Menger, eines Bruders von Carl Menger. Eines Tages berichtete er meinem Großvater über ein Gespräch, das er mit Carl Menger geführt hatte. Carl Menger, erzählte mir mein Großvater ungefähr um 1910, hätte folgende Äußerung getan: «Die Politik, die die europäischen Mächte verfolgen, wird zu einem fürchterlichen Krieg führen, der mit grauenhaften Revolutionen, mit völliger Vernichtung der europäischen Kultur und mit Zerstörung des Wohlstandes aller Völker enden wird. In Voraussicht dieser unabwendbaren Ereignisse kann man nur die Anlage in gehortetem Gold und etwa noch die in Effekten der beiden skandinavischen Länder empfehlen.» In der Tat hatte Menger seine Ersparnisse in schwedischen Wertpapieren angelegt.

Wer schon vor Erreichung des vierzigsten Lebensjahres so klar das Übel voraussieht, das allem, was er für wert erachtet, die Vernichtung bringen muß, kann dem Pessimismus und der seelischen Depression nicht entgehen. Welch ein Leben, pflegten die alten Rhetoren zu sagen, hätte Priamus gehabt, wenn er schon im Alter von zwanzig Jahren den Fall Iliums vorausgesehen hätte! Carl Menger hatte kaum die erste Hälfte seines Lebens hinter sich, als er die Unabwendbarkeit des Unterganges seines Troja erkannt hatte.

Der gleiche Pessimismus erfüllte alle scharfsichtigen Österreicher. Das war das traurige Privileg des Österreichertums, daß es bessere Gelegenheit bot, das Verhängnis zu erkennen. Schon Grillparzers Melancholie und Verdrossenheit stammten aus dieser Quelle. Das Gefühl, dem kommenden Unheil ohnmächtig gegenüberzustehen, trieb den fähigsten und reinsten aller österreichischen Patrioten, Adolf Fischhof, in die Einsamkeit.

Ich habe begreiflicherweise mit Menger öfter über Knapps Staatliche Theorie des Geldes gesprochen. «Das ist», sagte Menger, «die folgerichtige Entwicklung der preußischen Polizeiwissenschaft. Was soll man von einem Volke halten, dessen Elite nach zweihundert Jahren Nationalökonomie solchen Unsinn, der nicht einmal neu ist, als höchste Offenbarung bewundert? Was hat man von einem solchen Volke noch zu erwarten?»

Mengers Nachfolger an der Universität war Friedrich von Wieser. Wieser war ein Mann von hoher persönlicher Kultur, ein feiner Kopf und ein ehrlicher Forscher. Er hatte das Glück, früher als andere das Werk Mengers kennenzulernen, und es ist ihm als Verdienst zuzurechnen, daß er seine Bedeutung sogleich erkannte. Er hat die Lehre in mancher Hinsicht bereichert, doch er war kein schöpferischer Denker und hat im ganzen mehr geschadet als genützt. Er hat den Kern des Subjektivismus nie wirklich erfaßt, und daraus entsprangen viele verhängnisvolle Mißgriffe. Seine Zurechnungstheorie ist unhaltbar. Seine Wertrechnungsideen berechtigen zur Behauptung, daß er gar nicht der Österreichischen Schule zuzuweisen war, sondern eher der Lausanner, die in Österreich in Rudolf Auspitz und Richard Lieben zwei glänzende Vertreter gefunden hat.

Das, was die Österreichische Schule auszeichnet und ihren unvergänglichen Ruhm bilden wird, ist gerade, daß sie eine Lehre vom wirtschaftlichen Handeln und nicht eine Lehre vom wirtschaftlichen Gleichgewicht, vom Nichthandeln, ist. Auch die Österreichische Schule verwendet die Gedankenbilder des Ruhezustandes und des Gleichgewichts, ohne die nationalökonomisches Denken nicht auskommen kann. Doch sie ist sich stets des bloß instrumentalen Charakters dieser – und aller anderen – Gedankenbilder bewußt. Sie will die Preise erklären, die auf den Märkten wirklich gezahlt werden, und nicht bloß Preise, die unter gewissen, nie realisierbaren Bedingungen gezahlt werden würden. Sie lehnt die mathematische Methode nicht etwa aus Unkenntnis der Mathematik oder aus Abneigung gegen mathematische Exaktheit ab, sondern weil sie kein Gewicht auf die Detailausmalung des Zustandes eines hypothetischen statischen Gleichgewichts legt. Sie hat sich nie der verhängnisvollen Illusion hingegeben, daß Werte gemessen werden könnten. Sie hat nie verkannt, daß alle statistischen Daten lediglich der Wirtschaftsgeschichte angehören und mit Wirtschaftstheorie nichts zu tun haben.

Weil die österreichische Nationalökonomie eine Lehre vom menschlichen Handeln ist, darf man ihr auch Schumpeter nicht zuzählen. In seinem ersten Buche bekennt sich Schumpeter charakteristischerweise zu Wieser und zu Walras und nicht zu Menger und Böhm. Nationalökonomie ist ihm eine Lehre von den «ökonomischen Quantitäten» und nicht eine Lehre vom Handeln der Menschen. Seine Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung ist ein typisches Produkt der Gleichgewichtstheorie.

Es ist übrigens notwendig, die Mißverständnisse zu beseitigen, die der Ausdruck «Österreichische Schule» hervorrufen kann. Weder Menger noch Böhm haben eine Schule in dem Sinne gründen wollen, den man diesem Ausdruck in Universitätskreisen beizulegen pflegt. Sie haben nie versucht, im Seminar junge Leute zu blinden Anhängern abzurichten und für die Unterbringung solchen Nachwuchses auf Kathedern zu sorgen. Sie haben gewußt, daß man durch Bücher und durch den akademischen Unterricht wohl das Verständnis für die Erfassung der nationalökonomischen Probleme zu fördern und damit der Gesellschaft einen großen Dienst zu leisten vermag, daß aber Nationalökonomen nicht erzogen werden können. Als Bahnbrecher und schöpferische Denker waren sie sich klar darüber, daß man den wissenschaftlichen Fortschritt nicht organisieren und Neuerung nicht planmäßig züchten kann. Sie haben nie versucht, für ihre Theorien Propaganda zu treiben. Das Wahre wird sich schon durch seinen eigenen Gehalt durchsetzen, wenn die Menschen die Fähigkeit haben, es zu erfassen; wenn ihnen aber diese Fähigkeit abgeht, dann hilft es nichts, Leute, die den Inhalt und die Tragweite einer Lehre nicht begreifen können, durch unsachliche Mittel zu einem Lippenbekenntnis zu bestimmen.

Menger hat sich nie bemüht, seinen Fakultätskollegen jene Gefälligkeiten zu erweisen, die durch Gegendienste bei der Erstattung von  Besetzungsvorschlägen erwidert werden. Böhm hätte als Minister und Exminister Protektion üben können; er hat es immer verschmäht. Menger hat mitunter – ohne Erfolg – den Versuch gemacht, die Habilitation von Leuten zu verhindern, die, wie z. B. Zwiedineck, nicht ahnten, worauf es in der Nationalökonomie ankommt. Böhm hat nicht einmal das versucht. Er hat die Berufung von Gottl und von Spann an die Brünner Technische Hochschule eher gefördert als gehindert.

Die Stellung Mengers zu diesen Fragen beleuchtet am besten eine Aufzeichnung, die Hayek bei der Durchsicht des wissenschaftlichen Nachlasses von Menger aufgefunden hat. Es heißt da: «In der Wissenschaft gibt es nur ein sicheres Mittel für den endlichen Sieg einer Idee: daß man jede gegnerische Richtung sich vollständig ausleben lasse.» Schmoller, Bücher und Lujo Brentano haben anders gedacht. Sie haben jedem, der ihnen nicht blind folgte, die Möglichkeit genommen, sich an reichsdeutschen Hochschulen zu betätigen.

So kam es, daß die Lehrkanzeln der österreichischen Hochschulen dem Nachwuchs des deutschen Historismus in die Hände fielen. Alfred Weber und Spiethoff bekleideten hintereinander eine Prager Lehrkanzel, ein gewisser Guenther wurde später Ordinarius in Innsbruck. Ich erwähne das alles nur, um Franz Oppenheimers Behauptung, die Grenznutzenschule monopolisiere die Lehrkanzeln der nationalökonomischen Theorie, ins rechte Licht zu setzen. Schumpeter war mehrere Jahre hindurch Ordinarius in Bonn. Das war der einzige Fall, in dem eine Hochschule des deutschen Reiches einen Lehrer bestellt hat, der der modernen Nationalökonomie zuzuzählen war. Unter den vielen hundert Männern, die zwischen 1870 und 1934 an den deutschen Hochschulen als Ordinarien Wirtschaftsfächer lehrten, befand sich kein einziger, der mit den Arbeiten der österreichischen, der Lausanner oder der modernen angelsächsischen Richtung vertraut war. Niemals wurde ein Privatdozent habilitiert, der im Verdachte stand, einer dieser Schulen anzugehören. Knies und Dietzel waren die letzten Nationalökonomen auf deutschen Kathedern. An den Universitäten des Deutschen Reiches wurde nicht Nationalökonomie, sondern Marxismus oder Nationalsozialismus gelehrt, so wie an den Universitäten des zaristischen Rußland nicht Nationalökonomie, sondern ‹legaler› Marxismus oder Wirtschaftskunde gelehrt wurde. Dem Totalitätsanspruch der deutschen ‹wirtschaftlichen Staatswissenschaften› schien schon der Umstand, daß in Österreich einige Professoren und Privatdozenten Nationalökonomie lehren durften, unerträglich.

Die Österreichische Schule der Nationalökonomie war in dem Sinne österreichisch, daß sie dem Boden der österreichischen Kultur entstammte, die der Nationalsozialismus zerstampft hat. Auf diesem Boden konnte Franz Brentanos Philosophie Wurzeln schlagen, auf diesem Boden erwuchsen Bolzanos Wissenschaftslehre, Machs Empirismus, Husserls Phänomenologie und Breuers und Freuds Psychoanalyse. In Österreich war die Luft frei vom Spuk der Hegelschen Dialektik. In Österreich hielt man es nicht für nationale Pflicht, die Ideen Westeuropas zu «überwinden». In Österreich wurden Eudämonismus, Hedonismus und Utilitarismus nicht geächtet, sondern studiert.

Es wäre ein Irrtum anzunehmen, daß die österreichische Regierung alle diese großen Bewegungen gefördert hätte. Im Gegenteil. Sie hat Bolzano und Brentano das Lehramt entzogen, sie hat Mach kaltgestellt, sie hat sich um Husserl, Breuer und Freud überhaupt nicht gekümmert. Sie hat in Böhm-Bawerk den tüchtigen Beamten geschätzt, nicht den Nationalökonomen.

Böhm war Professor in Innsbruck. Er wurde dieses Amtes bald überdrüssig; die geistige Öde dieser Universität, dieser Stadt und des Landes Tirol wurden ihm unerträglich. Er zog die Tätigkeit im Finanzministerium in Wien vor. Als er endgültig aus der Regierung ausgeschieden war, wurde ihm eine einträgliche Sinekure angeboten. Er schlug sie aus und bat um ein persönliches Ordinariat an der Wiener Universität.

Es war ein großer Tag in der Geschichte der Wiener Universität und in der Entwicklung der Nationalökonomie, als Böhm sein Seminar eröffnete. Für das erste Semester wählte Böhm die Grundlagen der Wertlehre als Thema. Otto Bauer suchte den werttheoretischen Subjektivismus vom marxistischen Standpunkt zu zerpflücken. Die Diskussion zwischen Bauer und Böhm – die übrigen Teilnehmer standen im Hintergrunde – füllte das ganze  Wintersemester. Bauers glänzende Begabung zeigte sich im schönsten Lichte; er erwies sich als würdiger Gegenspieler des großen Meisters, dessen Kritik der marxistischen Nationalökonomie den Todesstoß versetzt hatte. Ich glaube, daß auch Bauer sich am Ende der Debatte eingestehen mußte, daß die  Arbeitswertlehre unhaltbar ist. Er hat seine Absicht, eine Entgegnung auf Böhms Marxkritik zu schreiben, fallen lassen. Der erste Band der Marx-Studien brachte eine Aufsehen erregende Anti-Kritik von Hilferding; Bauer hat mir offen zugegeben, daß Hilferding die Probleme, um die es sich handelte, nicht begriffen hatte.

Ich habe an Böhms Seminarübungen bis zu meiner im Jahre 1913 erfolgten Habilitation regelmäßig teilgenommen. Die beiden letzten Wintersemester, in denen ich noch dem Seminar angehörte, waren der Erörterung meiner Geld- und Umlaufsmitteltheorie gewidmet. In dem einen wurde meine  Erklärung der Kaufkraft des Geldes, in dem zweiten meine Konjunkturtheorie behandelt. Ich werde auf die Meinungsverschiedenheit, die zwischen Böhm und mir in diesen Punkten hervortrat, noch zu sprechen kommen.

Böhm war ein glänzender Seminarleiter. Er betrachtete sich im Seminar nicht als Lehrer, sondern als Vorsitzender, der mitunter auch selbst in die Debatte eingreift. Die Redefreiheit, die er den Teilnehmern einräumte, wurde leider gelegentlich von Schwätzern mißbraucht; besonders störend wirkte der Unsinn, den Otto Neurath mit fanatischer Eindringlichkeit vorzubringen pflegte. Eine schärfere Handhabung der Rechte des Vorsitzenden hätte oft wohltätig gewirkt. Doch Böhm wollte davon nichts wissen. In der Wissenschaft müsse man jeden ausreden lassen, meinte er. Er war darin mit Menger einer Meinung.

Böhms Lebenswerk liegt in prachtvoller Geschlossenheit vor uns. Seine meisterhafte Kritik der älteren Nationalökonomie und seine eigene Lehre sind uns zum dauernden Besitz geworden. Dennoch muß man feststellen, daß Böhm noch viel mehr hätte geben können, wenn die Umstände es zugelassen hätten. In seinen Seminarreden und im persönlichen Gespräch entwickelte er Gedanken, die weit über das hinausführten, was seine Schriften enthalten. Doch seine physische Konstitution machte es ihm unmöglich, neue große Arbeiten zu planen. Seine Nerven waren schwerer Arbeit nicht mehr gewachsen. Schon das zweistündige Seminar griff ihn an. Nur durch größte Regelmäßigkeit der Lebensweise konnte er die Kräfte sammeln, die er für die Wissenschaft brauchte. Seine Arbeit gehörte ganz der Nationalökonomie. Erholung und Genuß fand er in den Philharmonischen Konzerten.

Auch Böhm-Bawerks Lebensabend wurde durch die Sorge um die Zukunft Österreichs und seiner Kultur verdüstert. Wenige Wochen nach Ausbruch des Krieges erlag er einem Herzschlag. Als ich an einem der ersten Septembertage am Abend von einem Patrouillenritt zu meiner östlich von Trampol (Ternopol) in Feuerstellung stehenden Batterie zurückkehrte, händigte man mir ein Zeitungsblatt ein, das die Todesnachricht enthielt.

Bibliographische Angaben:

‚Erinnerungen‘ von Ludwig v. Mises
2. Auflage
2013.XVI, 112 Seiten, kartoniert € 22,-
ISBN 978-3-8282-0581-9
Erscheint Anfang November 2013

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