Vier Wege zu einer freien Gesellschaft

18.11.2015 – von Jeff Deist.

[Dieser Artikel ist aus einer Rede anlässlich der Veranstaltung des Mises Circle in Phoenix vom 7. November 2015 entstanden.]

Jeff Deist

Das Thema  unseres Symposiums an diesem Morgen lautet „Was getan werden muss“. Dies war ursprünglich der Titel einer Rede von Dr. Hans-Hermann Hoppe auf einer Konferenz des Mises Instituts im Jahr 1997. Hoppe hat diesen Titel als Aussage formuliert, aber gleichzeitig ist dies auch die Frage, mit der wir uns als Libertäre alle beschäftigen, in einer Welt, die so sehr vom Staat und seinen Apologeten beherrscht wird.

Wir hören diese Frage auch sehr oft am Mises Institut: Was können wir tun, um uns gegen den Staat zur Wehr zu setzen? Wir alle verstehen das Problem, aber wie lautet die Lösung? Was können wir in der gegenwärtigen Situation tun, um beim Aufbau einer vernünftigeren und eher libertären Welt zu helfen? Und wie können wir zumindest etwas Freiheit in unserem Alltag finden, so dass wir zu unseren Lebzeiten noch etwas davon haben?

Vier verbreitete Strategien

Wenn Libertäre sich darüber unterhalten, was getan werden muss, dreht sich das Gespräch üblicherweise um vier verbreitete Strategien. Sie schließen sich gegenseitig nicht notwendigerweise aus, und es sind zahlreiche Überschneidungen zwischen ihnen möglich.

1. Die politische Option

Die erste Strategie nennen wir die politische Option, oder, um einen vielstrapazierten Begriff zu bemühen, „Arbeiten innerhalb des Systems“.

Das Argument geht ungefähr so: der Staat, und der politische Prozess, der mit ihm einhergeht, sind unausweichlich in unserer heutigen Welt. Deshalb dürfen Libertäre nicht untätig danebenstehen, wenn Politiker unerbittlich unsere Freiheit beschneiden. Stattdessen müssen wir uns organisieren und politisch aktiv werden, denn egal ob wir uns mit der Politik beschäftigen wollen oder nicht, die Politik wird sich mit uns beschäftigen. Dies kann unter dem Dach einer dritten Partei wie der Libertären Partei oder innerhalb der Republikanischen Partei geschehen.

Politische Aktivitäten kann man als eine Form der Selbstverteidigung betrachten. Diese Herangehensweise konzentriert sich üblicherweise auf die Bundesebene, wie zum Beispiel eine Präsidentschaftskandidatur, obwohl auch Aktionen auf Staats- und regionaler Ebene vorstellbar sind. Dies ist attraktiv für Libertäre, die sozusagen in Eile sind. Letztendlich hat die politische Option, zumindest in der Theorie, das Ziel, das schrittweise Vorgehen, mit dem die politische Linke im letzten Jahrhundert so erfolgreich war, zu imitieren und umzukehren.

Lassen Sie es mich so formulieren: Die politische Option scheint mir, zumindest auf Bundesebene, die am wenigsten attraktive Möglichkeit zu sein, bei allem, was uns heute zur Verfügung steht.

Das Ausmaß an Zeit, Energie und menschlicher Arbeit, welches bis jetzt für das Gewinnen von politischen und legislativen Schlachten aufgewendet worden ist, ist schier atemberaubend. Was ist dabei bis jetzt herausgekommen? Das zwanzigste Jahrhundert steht für den totalen Sieg der progressiven Linken in der Welt der Politik: Zentralbanken, Einkommenssteuern, der  New Deal und die großen Wohlfahrtsprogramme waren alles gewaltige Siege, die die politische Landschaft für immer verändert haben. Alles ist politisiert worden: angefangen dabei, welche Toiletten Transgender-Leute benutzen sollten, bis hin zu der Frage, ob online-fantasy-football erlaubt sein sollte. Für Linke stellt sich immer nur eine Frage: „Was sollte der Staat tun?“

Deshalb müssen wir die politische Option im Zusammenhang mit dem Sieg der Linken betrachten.

2. Strategischer Rückzug

Einen zweiten Ansatz, den Libertäre oft in Betracht ziehen, könnte man grob als strategischen Rückzug bezeichnen. Vielleicht haben Sie von der „Benedikt-Option“ gehört, über die Katholiken diskutieren, die mit der Entwicklung der Kirche und der Gesellschaft im Allgemeinen unzufrieden sind. Ayn Rand-Fans reden darüber, „es wie Galt zu machen“, und beziehen sich dabei auf den Streik der produktiven Klasse in dem Buch Atlas Shrugged.

Dieser Ansatz beinhaltet den Rückzug oder die Trennung von der Gesellschaft im Allgemeinen und der politischen Landschaft auf die eine oder andere Art und Weise. Er geht von der Annahme aus, das gegenwärtige politische und kulturelle Umfeld sei im wesentlichen hoffnungslos für Libertäre, und eine Teilnahme an einem Wettbewerb, bei dem die Regeln so stark zugunsten des Staates verzerrt sind, sei deshalb töricht.

Es sei besser, den Rückzug anzutreten, zumindest vorerst, und ein Leben außerhalb der Einflusssphäre des Staates aufzubauen, soweit dies möglich ist. Die Rückzugsoption in diesem Sinne scheint taktisch verlockend: wie bei gewissen Kampfsportarten wird versucht, die Angriffsenergie des Gegners abzuleiten, statt ihr frontal gegenüberzutreten.

Ein strategischer Rückzug kann auf viele Arten und Weisen erfolgen, angefangen bei subtilen Änderungen des täglichen Lebens, bis hin zu absoluter Abspaltung. In manchen Fällen kann diese Strategie eine physische Änderung von Lebens- und Arbeitsstätte bedeuten. Es gibt Beispiele wie das Free State Project in New Hampshire und Liberland in Europa, sowie diverse Seasteading-Angebote und Versuche, libertäre Siedlungen in Zentral- und Südamerika zu verwirklichen.

Der Rückzug kann auch andere Formen annehmen. Manche Libertäre entscheiden sich dafür, autark zu leben, sowohl wortwörtlich als auch metaphorisch. Die Prepper-Bewegung stellt eine Form der strategischen Selbstgenügsamkeit dar, wie auch die simple Entscheidung, in eine ländliche oder abgelegene Gegend zu ziehen.

Der Rückzug aus der endlosen amerikanischen Konsum- und Schuldenspirale – „mit kleinem Fußabdruck“ zu leben – stellt eine weitere Form des strategischen Rückzugs dar. Dies ermöglicht Libertären oft nicht nur ein glücklicheres Leben, sondern es vermeidet oder reduziert zumindest auch den regulatorischen und fiskalischen Würgegriff des Staates.

Natürlich ist homeschooling – die Ausbildung von Kindern außerhalb von Schulen – eines der herausragendsten Beispiele für libertären strategischen Rückzug in der heutigen Zeit. Es ermöglicht Millionen von Kindern und Eltern die Flucht vor der staatlichen Erziehungsindustrie. Rückzug kann auch etwas so einfaches sein wie der Boykott staatlicher Medien oder die Trennung vom digitalen Rauschen, das uns umgibt.

Letztendlich ist auch Auswandern – die Abstimmung mit den Füßen – eine altbewährte Strategie, sich dem Zugriff tyrannischer Staaten zu entziehen. Dies findet sowohl innerhalb der USA statt, wo Menschen aus Hochsteuerstaaten flüchten, als auch international. Ich bin mir sicher, viele Menschen in diesem Raum haben zumindest überlegt, die USA zu verlassen, und immer mehr Amerikaner machen nicht nur genau das, sondern legen auch die US-Staatsbürgerschaft ab. Wer könnte es einem jungen Menschen heute übelnehmen, der sich umschaut und den Entschluss fasst, die USA in Richtung besserer, freierer Gefilde zu verlassen?

3. Herz und Verstand

Eine dritte Taktik, für die Libertäre sich oft entscheiden, könnte man „Herz und Verstand der Menschen gewinnen“ nennen. Dies ist ein vielschichtiger Ansatz, der Erziehung, die akademische Welt, traditionelle Medien, soziale Netzwerke, Religion, Bücher, Zeitungsartikel und sogar Popkultur umfasst. Herz und Verstand sind der Grund, warum wir Konferenzen wie diese veranstalten. Bei der Herz und Verstand-Strategie geht es um Erziehung, Überzeugung und Marketing, auf jeder Ebene. Und es ist der Ansatz, mit dem das Mises Institut meiner Meinung nach den größten Fortschritt zu verzeichnen hat.

Die Herz und Verstand-Strategie sagt, dass keine Veränderungen stattfinden können, wenn nicht ein bedeutender Anteil einer gegebenen Bevölkerung schlechte Überzeugungen ablehnt und vernünftige Überzeugungen annimmt, insbesondere in den Bereichen der Politik, der Wirtschaft und der Sozialtheorie. Die Politik ist ein verzögerter Gradmesser, der der Kultur hinterherhinkt. Wir sollten uns auf die Behandlung der zugrundeliegende Krankheit konzentrieren, nicht auf die der Symptome. Genauso wie progressive Linke die Institutionen der westlichen Welt übernommen haben – die der akademischen Welt, der Medien, des Staates, der Kirchen, Hollywoods, der Verlage und der sozialen Netzwerke – so sollten auch Libertäre sich darauf konzentrieren, diese Institutionen für die Freiheit und eine bessere Zukunft zurückzugewinnen. Deshalb macht es Sinn, Menschen mit einem Herz für Freiheit in der akademischen Welt, der Geschäftswelt, den Medien und den Religionen zu fördern. So packen wir das Übel bei der Wurzel, oder bekämpfen zumindest Schritt für Schritt die Geisteshaltung, die den Staat nährt.

Ein Frontalangriff auf diese Institutionen erfordert sicher viel Mut. Er dauert lange. Aber die Schlussfolgerung ist folgende: solange wir nicht Herz und Verstand der Menschen gewonnen haben, ist es egal, wen wir wählen, welche Gesetze verabschiedet werden, oder wie wir unser Privat- und Geschäftsleben gestalten. Dieselbe etatistische Mentalität wird immer und immer wieder zum Vorschein kommen und gegen uns arbeiten.

Sicher bietet der staatliche Erziehungsschwindel den besten Angriffspunkt für diesen Ansatz. Während öffentliche Schulen sich immer mehr in Zonen geistloser politischer Korrektheit verwandeln und Universitäten weiterhin hochverschuldete Absolventen mit unsicheren Perspektiven am Arbeitsmarkt produzieren, wird es immer offensichtlicher für die breite Öffentlichkeit, dass das ganze System untragbar ist.

Deswegen bietet sich uns eine einmalige Gelegenheit, uns direkt an ein Publikum intelligenter Nicht-Fachleute zu wenden und die wirtschaftliche Lehre der Österreicher und die libertäre Theorie zu geringen Kosten unters Volk zu bringen. Die digitale Revolution war der große Gleichmacher, den wir voll ausnutzen sollten, um Herz und Verstand so vieler Menschen wie möglich zu verändern.

Diese Strategie ist allerdings nichts für Schwächlinge, und verspricht keine schnelle Lösung. Es ist eine Strategie für ernsthafte Menschen, die langfristig denken.

4. Widerstand

Eine weitere Strategie, die unter Libertären oft diskutiert wird, ist natürlich schlichter Widerstand gegenüber dem Staat, offen oder verdeckt. Diese Taktik erwägt Handlungen wie zivilen Ungehorsam, Widerstand gegen Steuerzahlungen, das Umgehen oder Ignorieren von Vorschriften, und die Teilnahme an Agorismus und Schwarzmärkten.

Diese Strategie erwägt auch das Verwenden von neuen Technologien für die Sache der Freiheit. Libertäre Technologen des „Dritten Weges“ werben für diesen Ansatz, wobei sie Entwicklungen wie Verschlüsselung, Kryptowährungen und Plattformen wie Uber als Beispiele nennen. All diese Entwicklungen existierten zu Anfang in einer Art Grauzone in Bezug auf ihre Legalität.

Agorismus war der bevorzugte Ansatz des verstorbenen libertären Theoretikers Sam Konkin, der die Leute dazu ermutigte, dem Staat zu entkommen, indem sie ihre wirtschaftlichen Aktivitäten auf den Schwarzmarkt und wirtschaftliche Grauzonen verlegten, um Steuern und Vorschriften zu vermeiden und so den Staat zu schwächen. Konkin nannte dies „Gegen-Ökonomie“.

Agorismus und seine Spielarten wurden von Murray Rothbard kritisiert, der Konkins Ablehnung von Lohnarbeit und offiziellen Märkten marktfeindlich fand: Denn was bietet Agorismus letztendlich der Masse der abhängig Beschäftigten? Und wer stellt „offizielle“ Güter und Dienstleistungen wie Autos und Stahl zur Verfügung? Rothbard fand, dass die Agoristen „den Großteil des wirtschaftlichen Lebens ignorieren, um sich auf Nebensächlichkeiten zu konzentrieren“.

Und lassen Sie mich offen sein: die Vorstellung, als Agorist ein Leben im Schatten zu führen, zum Beispiel ohne einen Führerschein oder Immobilien zu besitzen, ist eher unattraktiv für einen Großteil der Menschen.

Was die Anwendung neuer Technologien zur Umgehung des Staates angeht, so bin ich umfänglich dafür. Jede Innovation, die es dem Staat schwerer macht, uns in der Praxis zu beherrschen, ist etwas, das es zu feiern gilt. Aber wir sollten uns keine falschen Hoffnungen machen: Dieselbe Technologie, die die Privatsphäre schützt oder das Bewegen von Eigentumstiteln, Geld oder Menschen im Geheimen ermöglicht, kann vom Spionageapparat des Staates gegen uns eingesetzt werden. Und keine Innovation kann die grundsätzliche Frage klären, ob und wie menschliche Angelegenheiten vom Staat geregelt werden sollten.

Hoppes Revolution

Diese vier grundsätzlichen Vorgehensweisen – Politik, Rückzug, „Herz und Verstand“ und Widerstand – stellen den Rahmen unserer Möglichkeiten dar, was in der heutigen unfreien Welt getan werden muss.

Diese Fragen bringen uns zurück zu Professor Hoppe und seiner schon erwähnte Rede. Ich ermutige Sie, sie zu lesen. Es handelt sich um ein faszinierendes Thema, welches er mit messerscharfem Geist behandelt.

Bedenken Sie, dass 1997, als Hoppe diese Rede hielt, die digitale Revolution noch in den Kinderschuhen steckte. Soziale Netzwerke und mobiles Internet gab es noch nicht. Viele Schlüsselereignisse wie die Einführung des Euro, die Angriffe vom 11. September, die Kriege im Irak und in Afghanistan, der Börsencrash von 2008, die Geldfluten von Greenspan und Bernanke, der Aufstieg Obamas und die Verbreitung der Seuche der politischen Korrektheit in der kompletten westlichen Welt hatten noch nicht stattgefunden.

Jedes dieser Ereignisse beschleunigte das Wachstum der staatlichen Zentralgewalt. Aber selbst im Jahr 1997, das aus der heutigen Zeit zurückblickend sorgenfrei erscheint, lag Hoppes ausdrücklicher Fokus auf dem fundamentalen Kampf gegen jede Form von zentralisierter politischer Macht.

Das Problem der Zentralisierung

Und in der Tat ist die Dezentralisierung ein Angelpunkt, der alle vorhin genannten Ansätze miteinander verbindet. Wenn es ein Prinzip gibt, nur ein einziges, welches Libertäre bedenken sollten, wenn sie über Strategien nachdenken, so handelt es sich um dieses: Radikale Dezentralisierung der Staatsmacht ist das Ziel, das wir unermüdlich verfolgen müssen.

Das zwanzigste Jahrhundert, das linke Jahrhundert, war Zeuge noch nie dagewesener Zentralisierung von politischer und wirtschaftlicher Macht in den Händen der politischen Klasse. Wir sehen dies in Washington D.C., in Brüssel, bei der UN, der FED und der Europäischen Zentralbank. Unser vorrangiges Ziel muss deswegen die Umkehr dieser entsetzlichen Entwicklung sein, um eine kritische Masse von „implizit abgespaltenen Territorien“ zu schaffen.

Hoppe beschreibt eine Strategie von unten nach oben, die sich auf natürliche Eliten stützt, die nicht zur politischen Klasse, den ihnen hörigen Intellektuellen oder den Verbündeten des Staates gehören. Bei diesen Eliten handelt es sich schlicht um erfolgreiche, aufrechte örtliche Bürger. Diese natürlichen Eliten bilden das Gegengewicht zu den parasitären Zentralisierern und dienen als Vorhut der Revolution von unten.

Die drei strategischen Schlüssel, die Hoppe für diese Revolution postuliert, lauten:

  • Erstens müssen Sicherheit, Verteidigung und Rechtssprechung entmonopolisiert werden. Dies sind genau die Bereiche – Polizei, Gerichte und Militär – in denen Libertäre oft zögern, eine wirklich private Gesellschaft zu fordern. Aber hier müssen wir standhaft sein: Wenn diese Bereiche unter der alleinigen Herrschaft eines zentralen Staatsmonopols bleiben, ist kein Fortschritt in Richtung Freiheit möglich. Wir dürfen dem Staat keine Waffen, Anwälte und Gefängnisse anvertrauen.
  • Zweitens muss die politische Dezentralisierung konsequent umgesetzt werden. Hier bringt Hoppe das Argument, Wahlen über örtliche Angelegenheiten als Notwehr moralisch zu rechtfertigen.
  • Drittens muss die Demokratie als Konzept angegriffen und lächerlich gemacht werden, wo immer dies möglich ist. Privateigentum bildet die Grundlage einer freien Gesellschaft, während die Herrschaft der Mehrheit, also Systeme, die den Raub von Privateigentum zulassen, das genaue Gegenteil einer freien Gesellschaft ist.

Schlussfolgerung

Lassen Sie mich mit einem Zitat von Rod Dreher aus der Zeitschrift The American Conservative über die vorher erwähnte  „Benedikt-Option“ enden:

Der Zusammenbruch Roms bedeutete gewaltige Verluste. Die Menschen verlernten zu schreiben, Ackerbau zu betreiben, sich selbst zu organisieren, Häuser zu bauen und Handel zu treiben. Selbst, was es einst bedeutete, ein menschliches Wesen zu sein, vergaßen sie.

Ist die Welt so weit in reflexhaften Etatismus versunken, dass wir vergessen haben, wie man frei ist? Leben wir, wie Benedikt sagt, an der Grenze zu einem neuen Mittelalter? Oder steht eine Revolution, eine radikal dezentralisierte Hoppe’sche „von unten nach oben“ Revolution kurz bevor? Ist der Widerstand, den wir überall auf der Welt sehen – der Widerstand gegen Zentralstaaten und ihre willkürlichen Grenzen, gegen politische Eliten, gegen die UN und den IWF, gegen den Euro, gegen Rettungen durch den Steuerzahler, gegen Vetternwirtschaft, gegen politische Korrektheit, gegen fremdgesteuerte Einwanderung und gegen Drogenverbote, ein letztes Aufbäumen? Oder sind sie das Zeichen einer weltweiten Bewegung hin zu politischer Dezentralisierung?

Lassen Sie mich zum Abschluss daran erinnern, dass jede lebenswerte Gesellschaft, jede fortschrittliche liberale Gesellschaft, von Leuten errichtet wurde, die langfristig dachten. Die über die Spanne ihres eigenen Lebens hinaus dachten. Diese Gesellschaften wurden üblicherweise unter sehr schwierigen Bedingungen und materiellem Mangel weit jenseits dessen, was uns möglicherweise bevorsteht, errichtet. Also lassen Sie uns an das Beste in uns appellieren und „Was getan werden muss“ von einer Frage in eine Aussage verwandeln.

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Aus dem Englischen übersetzt von Florian Senne. Der Originalbeitrag mit dem Titel Four Ways to Build a Free Society ist am 10.11.2015 auf der website des Mises-Institute, Auburn, US Alabama erschienen.

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Jeff Deist ist Präsident des Mises-Institute, Auburn, US Alabama. Er war mehrere Jahre Berater von Ron Paul, sowie Fachanwalt für Steueranwalt, spezialisiert im Bereich „Mergers and Acquistions“. Er war Paul’s Stabschef während der Wahl im Jahr 2012 und dessen Kongress-Pressesekretär in den Jahren 2000 bis 2006.

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Hinweis: Die Inhalte der Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Ludwig von Mises Institut Deutschland wieder.

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