Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch

29.3.2012 – von Ralph Bärligea.

Ralph Bärligea

„Diejenigen, die nur ihre eigene gerechte Freiheit erstreben, haben immer das Recht, sich durchzusetzen, sooft sie die Macht dazu haben, mögen die Gegenstimmen auch noch so zahlreich sein“, sagte der englische Aufklärer und Dichter John Milton. Wer Freiheit will, sollte sie darum nicht nur besprechen, sondern ergreifen, wo er nur kann. Nur wer faktisch zur eigenen Freiheit fähig ist, es also schafft, sie gegen äußere Angriffe zu verteidigen, der wird Freiheit auch schließlich erlangen. Wem dies nicht gelingt, oder wer das Risiko der Freiheit scheut, der muss unfrei bleiben.

Anfeindungen von außen gegen die eigene Freiheit wird es immer geben. Die Präferenzen viel zu vieler Menschen gehen nicht dahin, den eigenen absoluten Wohlstand im friedlichen Miteinander zu mehren, sondern es geht ihnen primär darum, relativ gegenüber anderen besser zu stehen, auch wenn sie damit sich und anderen schaden. Mit Neid, Herrschsucht und Gewalt, statt sich gegenseitig auf freiwilliger Basis zu dienen, lässt sich jedoch kein Wirtschaftssystem, keine Gesellschaft und keine Zivilisation aufrecht erhalten. Der Staat als Organisationsform von sich zusammenschließenden Individuen ist nur das wert, was Einzelinteressen aus ihm machen.

Unser Staat hat sich so jedoch vom idealisierten Hüter der Ordnung von Einigkeit, Recht und Freiheit immer mehr zum realexistierenden Asozial- und Ausbeutungsstaat entwickelt, der uns über mehr als die Hälfte unserer eigenen Wirtschaftskraft nicht mehr selbst entscheiden lässt. Die wichtige Presse- und Meinungsfreiheit wird so zur Farce. Jeder kann meinen, was er will, aber das selbst verdiente Geld für Kaufentscheidungen zum direkten und selbständigen Umsetzen dieser Meinung in die Realität wird dem Bürger entzogen und manipuliert. „Der Staat“, in dessen Namen schon millionenfache Morde begangen wurden, wird trotzdem von der Mehrheit der Menschen weiterhin als Götze für Daseinsvorsorge, ja als Organisationsherr des guten Lebens schlechthin betrachtet. Bei dem einen oder anderen Staatsinsassen könnte man sogar meinen das Stockholm-Syndrom hätte zugeschlagen, so sehr sind die Geister staatsfanatisiert.

Der Staat ist immer mehr zum Gefängnis geworden, indem jeder Insasse eine persönliche Steueridentifikationsnummer trägt, mit der er ab der Geburt gekennzeichnet ist. Freie Arbeit ist nicht mehr möglich. „Viel zu Viele werden geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden!“, schreibt Friedrich Nietzsche über diesen „neuen Götzen“ und schließt ab mit „Frei steht noch großen Seelen ein freies Leben. […] Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch…“ Wenn auch die Würde des Menschen unantastbar ist, so werden doch nicht alle von ihr Gebrauch machen und sie nutzen, um sich ein freies Leben zu erstreiten. Für alle anderen liefert der folgende Text eine kleine, abstrakte Anstiftung dazu.

„Die reale westliche Welt“ von Ralph Bärligea aus dem Edelmetall- & Rohstoffmagazin 2011/2012 anlässlich der Internationalen Edelmetall- & Rohstoffmesse in der Event Arena / Olympiapark München: Eine Analyse der Wirkmechanismen des staatlichen Steuer- und Zentralbanksystems im Rahmen ökonomischer Gesetzmäßigkeiten und deren Auswirkung auf die Freiheit und den Wohlstand der Nationen sowie den weiteren Verlauf der Weltwirtschaftskrise in Hinblick auf mögliche Investitionsentscheidungen. Hier können Sie den Artikel „Die reale westliche Welt“ herunterladen.

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