Margaret Thatcher über Sozialismus: Ihre besten Zitate

14. Februar 2020 – von Lawrence W. Reed

Lawrence W. Reed

Diesen Herbst wird es 30 Jahre her sein, dass Margaret Thatcher 10 Downing Street als erste Frau, und gleichzeitig als am längsten dienende britische Premierministerin des zwanzigsten Jahrhunderts verlassen hat. Was für eine bemerkenswerte Amtszeit!

Eine „Do it yourself“ Vision

1979 übernahm die Eiserne Lady die Führung eines von Streiks und Stagflation geplagten Landes, ruiniert durch Jahrzehnte staatlicher Bevormundung. Großbritannien hatte als der Kranke Mann Europas an allen Fronten zu kämpfen. Thatcher schlug größtenteils nicht vor, ernste Probleme durch zaghaftes Drehen an ein paar Stellschrauben zu lösen, wie es andere feige oder prinzipienlose Politiker vorschlugen. Sie machte sich daran, mit ihren Worten „den Staat wieder in seine Schranken zu weisen„. Sie wollte dem Land zu neuer Blüte verhelfen, in dem sie seine Unternehmerkultur und seinen Respekt vor Privateigentum wiederbelebte. Sie erinnerte die Nation während der zweiten ihrer drei Amtszeiten an diese Ziele, als sie verkündete:

Ich trat das Amt mit einem Vorsatz an: Großbritannien von einer abhängigen in eine unabhängige Gesellschaft zu verwandeln – von einer ‚gib-mir‘ in eine ’selbst-ist-der-Mann‘ Nation. Ein ‚packen-wir-es-an‘ anstelle eines ‚Abwarten-und-Teetrinken‘ Großbritannien.

Als eine Frau mit Überzeugungen war sie der Ansicht, dass die Prinzipienlosen im Staatsdienst nichts verloren hatten, weil sie zu ängstlich waren, sich auf etwas festzulegen. Ihr lag mehr daran, das zu tun, was sie für das Richtige hielt, als das politisch Opportune, wie ein bekanntes Zitat von ihr belegt:

Mir scheint, der Konsens ist der Prozess, alle Überzeugungen, Prinzipien, Werte und Politiken aufzugeben, auf der Suche nach etwas, an das niemand glaubt, aber dem auch niemand widerspricht.

Bei einer politischen Besprechung holte sie ein Exemplar von Friedrich A. von Hayeks The Constitution of Liberty aus ihrer Handtasche hervor, knallte es auf den Tisch, und verkündete  „Hieran glauben wir!“ Bei anderer Gelegenheit bemerkte sie:

Marxisten stehen morgens früh für ihre Sache auf. Wir müssen noch früher aufstehen, um unsere Freiheit zu verteidigen.

Sie war ein lebendes Gegenbeispiel zum glass ceiling, der Frauen in der britischen Politik angeblich aufhielt. Und sie verstand die Probleme der normalen Leute – so sagte sie in einem Interview 1971: „Ich begann mein Leben mit zwei großen Vorteilen: kein Geld und gute Eltern.“

Liberalisierung und Fortschritt

Ihre Politik riss das Land aus seiner Trägheit und führte es in eine neue Ära des Fortschritts und der Zuversicht, auch wenn dies anfangs durchaus schmerzhaft war. Die elf Jahre, die sie an der Spitze Großbritanniens verbrachte, beweisen eindrucksvoll, dass konsequente Privatisierung, Deregulierung und Steuersenkung ein wirksames Gegenmittel gegen verhängnisvollen Kollektivismus sind. Ihre Skepsis gegenüber der Europäischen Union wurde immer größer, teils wegen deren Vorliebe für Bürokratie und Regulierungen, und teils wegen ihrer Bestrebungen, all die reizvollen Unterschiede der einzelnen Länder immer mehr zu nivellieren.

Thatcher starb 2013. Hätte sie noch weitere sieben Jahre gelebt, würde sie wahrscheinlich den Brexit bejubeln, der letzten Monat endlich stattfand. Sie sagte 1991 vor dem House of Commons: „Unsere Souveränität hat nicht in Brüssel ihren Ursprung – sie ist unser Geburtsrecht“. In ihrem Buch Statecraft: Strategies for a changing World schrieb sie:

‚Europa‘ in irgend einer anderen als der geographischen Bedeutung ist ein vollkommen künstliches Konstrukt. Es ergibt keinen Sinn, Beethoven und Debussy, Voltaire und Burke, Vermeer und Picasso, Notre Dame und St. Pauls, gekochtes Rind und Bouillabaisse zusammenzuwürfeln und sie als Elemente europäischer Musik, Philosophie, Kunst, Architektur und Gastronomie auszugeben. Wenn Europa uns begeistert, wie es mich so oft begeistert hat, dann genau wegen seiner Gegensätze und Widersprüche, und nicht wegen seiner Kohärenz und Kontinuität.

Sie war sicher nicht perfekt, und sie ging Kompromisse ein, wo sie meinte, es zu müssen. Aber sie lag beim großen Ganzen richtig, insbesondere was die Übel des Sozialismus und die Vorzüge der Freiheit anging. So schrieb ich 2013 anlässlich ihres Todes unter dem Titel „Hässlichkeit durch hässliche Ideen“:

Sozialisten verabscheuten sie, weil sie ihnen die Stirn bot, ihr falsches Mitgefühl in Frage stellte, und es wagte, den Etatismus als den sinnlosen, entmenschlichenden Kult zu entlarven, der er ist. Sie zog rhetorisch den Samthandschuh von der Eisenfaust und bezeichnete den Sozialismus des Wohlfahrtsstaates als einen Wolf im Schafspelz. Staatsgläubige kommen mit so etwas nicht klar.

Im Jahr der US-Präsidentschaftswahl frage ich mich, was Margaret Thatcher wohl von unseren Politikern und ihren Versprechen halten würde. Sicher würde sie die Ausgaben und die Verschuldung beider Parteien tadeln. Ich denke aber, sie hätte besondere Verachtung für Klassenkämpfer, stimmenkaufende Demagogen und Sozialismus jeglicher Art übrig. Ich kann mir gut vorstellen, wie sie Bernie Sanders sagt:

Wir haben schon versucht, was Sie vorschlagen, und sind kläglich gescheitert. Werden Sie erwachsen, suchen Sie sich einen echten Job und lernen Sie aus der Geschichte und der Wirtschaft.

Ihre Überlegungen zum Sozialismus

Nehmen Sie jedoch nicht mich beim Wort. Ich präsentiere Ihnen hier einige der prägnantesten Bemerkungen Margaret Thatchers zum Sozialismus, zu dem sich einige Amerikaner heute so hingezogen fühlen. Sie stammen aus Jahrzehnten ihres öffentlichen Lebens:

Es ist gut, wenn wir uns daran erinnern, wie wir in diesem Land unsere Freiheit erlangt haben – nicht durch großartige abstrakte Kampagnen, sondern durch den Einspruch normaler Menschen dagegen, dass der Staat ihnen ihr Geld nimmt. Früher taten sich die Menschen zusammen und sagten der Regierung ‚Ihr sollt uns unser Geld nicht nehmen, bevor ihr euch nicht um unsere Anliegen gekümmert habt‘. Ihr Geld, ihr Wohlstand war die Quelle ihrer Unabhängigkeit vom Staat.

Wir sind gegen Verstaatlichung und für privates Unternehmertum, weil wir glauben, dass Erfindergeist, Fähigkeiten und Entschlossenheit außerordentlicher Männer und Frauen der Quell wirtschaftlichen Fortschritts sind. Wenn sie ihrem Geist bei uns nicht freien Lauf lassen können, werden sie dies in einem anderen, freieren Land tun, in dem es dann mehr wirtschaftlichen Fortschritt geben wird als bei uns. Wir sollten kleine Firmen ermutigen, weil sie für große Innovationen sorgen.

Ich wurde angegriffen, weil ich die ‚Interessen des Mittelstandes‘ verteidigt habe. … Nun, wenn die ‚Werte des Mittelstandes‘ aus der Ermutigung von Vielfalt und individueller Wahlfreiheit, fairen Anreizen und Belohnung von Fähigkeiten und harter Arbeit, dem Erhalt effektiver Einschränkungen exzessiver Staatsmacht und dem Glaube an breit verteiltes Privateigentum bestehen, dann sind sie sicher das, was ich zu verteidigen gedenke. Das ist kein Kampf für ‚Privilegien‘; es ist ein Kampf für Freiheit – die Freiheit jedes einzelnen Bürgers.

Unsere Herausforderung besteht darin, für eine wirtschaftliche Umgebung zu sorgen, die private Initiative und privates Unternehmertum zum Nutzen der Konsumenten, Angestellten, Pensionisten und der Gesellschaft als Ganzes fördert. … Wir sollten die Menschen nach ihren Fähigkeiten beurteilen, und nicht nach ihrer Herkunft. Ich glaube, dass der, der am härtesten arbeitet, auch seine Gewinne verdient, und sie ihm nicht durch Steuern genommen werden sollten. Wir sollten die unterstützen, die arbeiten, und nicht die, die sich drücken: Das ist nicht nur rechtens, sondern lobenswert, der eigenen Familie durch eigene Anstrengungen helfen zu wollen.

Ich setze großes Vertrauen in Selbstständigkeit und Unabhängigkeit. Darauf gründet sich der Glaube an eine freie Gesellschaft, und daran, dass wir für den Fortschritt der Menschheit am besten sorgen, in dem wir individuellen Talenten die beste Entfaltungsmöglichkeit bieten, eingeschränkt alleine durch den Respekt vor der Freiheit anderer. … Seit vielen Jahren schon findet eine allmähliche Zerrüttung dieser Werte statt. Selbstständigkeit wird belächelt, als ob es sich um eine merkwürdige vorstädtische Überheblichkeit handelt. Sparsamkeit wird als Gier beschimpft. Der Wunsch der Eltern, selbst wählen und selbst sorgen zu können für das, was sie als bestmögliche Erziehung für ihre Kinder betrachten, wird verachtet.

Ich glaube trotz allem nicht, dass die Menschen dieses Landes den Glauben an die Fähigkeiten und Merkmale verloren haben, die sie so groß gemacht haben – kein bisschen. Wir sind immer noch das selbe Volk. Wir haben nur vorübergehend die Fahne aus den Augen verloren. Es gab verwirrende Trompetensignale. Es ist unsere Pflicht, die Fahne wieder hoch zu halten, klare Signale zu geben, so dass alle sie hören können. Dann müssen wir die Menschen nicht erst zu unseren Werten bekehren – sie werden dann von selbst zu denen kommen, die die wahren Vertreter ihrer Interessen sind.

Ich werde nie aufhören zu kämpfen. Ich will, dass dieses Land überlebt, gedeiht und frei ist. … ich habe nicht zwanzig Jahre gegen die zerstörerischen Kräfte des Sozialismus gekämpft, um jetzt, in der kritischen Phase, damit aufzuhören.

Welche Lektionen haben uns die letzten 30 Jahre erteilt? Erstens, dass das Erstreben von Gleichheit nur Trug ist. Erstrebenswerter und realistischer als das Ziel der Gleichheit ist das Ziel der Chancengleichheit. Und Chancengleichheit ist bedeutungslos, wenn sie nicht das Recht beinhaltet, ungleich zu sein, und die Freiheit, verschieden zu sein. Wir schätzen Individuen nicht, weil sie alle gleich sind, sondern weil sie eben unterschiedlich sind. Ich glaube im mittleren Westen gibt es ein Sprichwort: ‚Mäht nicht die hohen Blumen, sondern lasst sie hoch wachsen.‘ Ich sage, lasst unsere Kinder hoch hinaus wachsen, und manche höher als andere, wenn sie die Fähigkeit dazu haben. Denn wir müssen eine Gesellschaft schaffen, in der jeder sein Potential voll entfalten kann, sowohl zum eigenen als auch zum Nutzen der Gesellschaft – einer Gesellschaft, in der Originalität, Fähigkeiten, Energie und Sparsamkeit belohnt werden, und in der wir die Vielfalt der menschlichen Natur ermutigen, anstatt sie einzuschränken.

Lassen Sie mich ihnen meine Vision erklären. Jeder Mensch hat ein Recht, zu arbeiten und sein Geld auszugeben, wie er es für richtig hält, Eigentum zu besitzen, und den Staat als seinen Diener zu haben, und nicht als seinen Herren. Das ist das britische Erbe – das Wesen einer freien Wirtschaft. Und von dieser Freiheit hängen all unsere anderen Freiheiten ab.

Manchen Sozialisten scheinen zu glauben, die Menschen sollten nichts als Nummern im Computer des Staates sein. Wir glauben, sie sollten Individuen sein. Wir sind nicht alle gleich. Gott sei Dank sind wir alle unterschiedlich, wie sehr die Sozialisten dies auch abstreiten. Wir glauben, dass jeder das Recht hat, unterschiedlich zu sein, aber trotzdem ist uns jeder Mensch gleich wichtig.

Die Sozialisten erzählen uns, in dieser und jener Branche gäbe es gewaltige Gewinne, und diese stünden nicht den Aktionären zu, sondern der Öffentlichkeit. Gewinne? Welche Gewinne? Wenn wir eine erfolgreiche Firma verstaatlichen, lösen sich die Gewinne schnell in Luft auf. Die Gans, die die goldenen Eier legt, erkrankt. Staatsgänse sind keine guter Eierleger. Vor einiger Zeit wurde die Stahlindustrie zum Nutzen der Öffentlichkeit verstaatlicht. Der einzige Nutzen der Öffentlichkeit besteht nun darin, zuzuschauen, wie ihr Geld verschwindet – jeden Tag eine Million Pfund.

Andere warnen nicht nur vor der Bedrohung von außen, sondern vor etwas hinterhältigerem, das man nicht sofort bemerkt, und das nicht immer bewusst geschieht – etwas, das hier zuhause passiert. Was meinen sie? Sie meinen die stetige und gnadenlose Expansion des sozialistischen Staates. Zwar würde niemand von uns der Mehrheit der Sozialisten unterstellen, sie hätten andere als rein humanitäre Motive. Aber trotzdem würden wenige heute leugnen, dass sie ein Monster geschaffen haben, dass sie nicht kontrollieren können. Der Staat, den die Sozialisten geschaffen haben, wird immer wahlloser dabei, für wirtschaftliche und soziale Gerechtigkeit zu sorgen. Er wird immer erdrückender in seinen Auswirkungen auf das Bestreben und die Initiative der Menschen, immer wählerischer bei seiner Verteidigung der Rechte der Bürger, unersättlicher in seinem Appetit – und immer inkompetenter bei seinen Leistungen. Vor allem ist er, wenn auch unabsichtlich, eine immer größere Bedrohung der Freiheit in unserem Land, denn es gibt keine Freiheit, wo der Staat die Wirtschaft vollständig kontrolliert. Persönliche und wirtschaftliche Freiheit sind untrennbar verbunden. Die eine ist ohne die andere nicht möglich – und verliert man die eine, verliert man auch die andere.

Sobald wir wieder im Amt sind, hat es für uns höchste Priorität, die Freiheiten wieder herzustellen, die die Sozialisten genommen haben. Sie sollen lernen, dass es nicht Zweck des Staates ist, möglichst viel zu besitzen. Es ist nicht Zweck des Staates, sich alles zu nehmen, was er kann. Der Staat ist kein Ringrichter, kein Einpeitscher, und kein Diktator, der uns sagt, wie viel wir tragen müssen oder wie hoch wir klettern dürfen. Es ist nicht Zweck des Staates, sicherzustellen, dass niemand höher klettert als die anderen. All das ist aber die Philosophie des Sozialismus. Wir lehnen sie vollständig ab, egal wie gut gemeint sie ist, denn sie führt nur in eine Richtung: Zur Erosion und schließlich zur Vernichtung der demokratischen Lebensweise.

Im Sozialismus gibt es nichts, das sicher ist. Wenn es sicher ist, ist es kein Sozialismus. Und wenn es Sozialismus ist, ist es nicht sicher. Die Wegweiser des Sozialismus zeigen nach unten, hin zu weniger Freiheit, weniger Wohlstand, mehr Durcheinander und Scheitern. Wenn wir ihnen zu ihrem Ziel folgen, werden sie diese Nation in den Bankrott führen.

Der wirtschaftliche Erfolg der westlichen Welt ist ein Produkt ihrer moralischen Philosophie und Handelsweise. Die wirtschaftlichen Ergebnisse sind besser, weil die moralische Philosophie überlegen ist. Sie ist überlegen, weil sie beim Individuum beginnt, bei seiner Einzigartigkeit, seiner Verantwortung und seiner Fähigkeit, zu wählen. Dies ist unendlich besser als die sozialistisch-etatistische Philosophie, die ein zentralisiertes Wirtschaftssystem errichtet, dem sich das Individuum anpassen muss, dem es sich unterwerfen muss, das ihn lenkt und ihm die freie Wahl verweigert. Wahl ist das Wesen der Ethik: Wenn es keine Wahl gäbe, gäbe es auch keine Ethik, kein gut oder böse: gut und böse haben nur Bedeutung, solange man die Freiheit hat, sich zwischen ihnen zu entscheiden.

In unserer Philosophie besteht der Lebenszweck des Einzelnen nicht darin, dem Staat und seinen Zielen zu dienen, sondern das Beste aus seinen Talenten und Fähigkeiten zu machen. Das Gefühl, unabhängig zu sein, eine Rolle in der Familie zu spielen, Eigentum zu besitzen, und für sich selbst zu bezahlen, gehört zu dem spirituellen Rüstzeug eines verantwortungsvollen Bürgers und sorgt für einen soliden Standpunkt, von dem aus die Leute schauen können, was sie sonst noch tun können für andere und für sich selbst. Das meinen wir mit einer moralischen Gesellschaft: Keine Gesellschaft, in der der Staat für alles verantwortlich ist, und niemand verantwortlich ist für den Staat.

Wenn die Menschen erst einmal gesagt bekommen, dass all dies der Staat erledigen kann, und dass es irgendwie schlechter oder sogar erniedrigend ist, wenn Privatleute dies erledigen … dann nimmt man den Menschen das Wesen ihrer Menschlichkeit – die persönliche moralische Verantwortung. Man treibt ihnen im wesentlichen das menschliche Mitgefühl aus. Wenn man den Menschen gestattet, all ihre persönliche Verantwortung beim Staat abzugeben, dann wird die Zeit kommen – in nicht allzu ferner Zukunft -, in der das, was der Steuerzahler bereit ist zu geben, weit weniger sein wird als das, was der Einzelne einst freiwillig und aus Nächstenliebe seinem Nachbarn gab. Deshalb erliegt nicht der Versuchung, Tugend mit Kollektivismus gleichzusetzen. Ich frage mich, ob die staatliche Fürsorge genauso viel für den Mann getan hätte, der unter die Räuber geriet, wie der gute Samariter?

Der Kapitalismus, der wirtschaftliche Ausdruck der Freiheit, erweist sich als weit geeigneter bei der Verteilung der Macht in der Gesellschaft. Die Sozialisten rufen ‚Alle Macht dem Volk!‘, während sie die geballte Faust recken. Wir alle wissen, was sie wirklich meinen – nämlich Macht über das Volk, Macht für den Staat. Für uns Konservative bedeutet Kapitalismus: Macht für den Mann und die Frau auf der Straße, durch Eigentum, vertrauensvoll und freizügig gegeben.

Ich denke, wir haben eine Zeit hinter uns, in der zu vielen Kindern und Menschen zu verstehen gegeben wurde: ‚Ich habe ein Problem, und es ist die Aufgabe des Staates, es zu lösen!‘ oder ‚Ich habe ein Problem, ich werde es mit staatlichem Geld lösen!‘, ‚Ich bin obdachlos, der Staat muss mir eine Wohnung geben!‘, und deshalb legen sie der Gesellschaft ihre Probleme vor die Füße. Und wer ist die Gesellschaft? So etwas gibt es nicht. Es gibt nur einzelne Männer und Frauen und Familien. Keine Regierung kann irgendetwas tun ohne diese Menschen, und die Menschen kümmern sich zuerst um sich selbst. Es ist unsere Pflicht, uns um uns selbst zu kümmern, und dann auch um unsere Nachbarn. Das Leben ist ein Geben und Nehmen. Die Menschen denken viel zu sehr an das, was ihnen zusteht, und nicht an ihre Verpflichtungen. Es gibt so etwas wie eine Gesellschaft nicht. Es gibt einen lebenden Wandteppich aus Männern und Frauen und Menschen, und die Schönheit dieses Teppichs und unsere Lebensqualität hängt davon ab, in wieweit jeder von uns bereit ist, Verantwortung für sich zu übernehmen, und in wieweit jeder bereit ist, mit eigenen Anstrengungen denen zu helfen, denen es weniger gut geht.

Ich hatte vor, den Sozialismus zu zerstören, weil ich fand, dass er der menschlichen Natur widerspricht. Wir sind das erste Land der Welt, das sich vom Sozialismus wieder befreit, und so seine Freiheit wieder erlangt hat. Wir haben uns unseres Erbes wieder erinnert, es erneuert, und tragen es nun in die Zukunft.

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Aus dem Englischen übersetzt von Florian Senne. Der Originalbeitrag mit dem Titel Margaret Thatcher on Socialism: 20 of Her Best Quotes ist am 8.2.2020 auf der website der Foundation of Economic Education erschienen.

Lawrence W. („Larry“) Reed ist emeritierter Präsident der FEE, Humphreys Family Senior Fellow und Ron Manners Botschafter für globale Freiheit. Er war von 2008-2019 Präsident der FEE, nachdem er zuvor in den 1990er Jahren als Vorsitzender des Kuratoriums der FEE tätig war und seit Ende der 1970er Jahre sowohl schriftlich als auch mündlich für die FEE tätig war. Bevor er Präsident der FEE wurde, war er 20 Jahre lang Präsident des Mackinac Center for Public Policy in Midland, Michigan. Außerdem lehrte er von 1977 bis 1984 hauptberuflich Wirtschaftswissenschaften an der Northwood University in Michigan und leitete von 1982 bis 1984 deren Wirtschaftsfakultät. Er hat einen B.A. in Wirtschaftswissenschaften vom Grove City College (1975) und einen M.A. in Geschichte von der Slippery Rock State University (1978), beide in Pennsylvania. Er besitzt zwei Ehrendoktorwürden, eine von der Central Michigan University (öffentliche Verwaltung, 1993) und der Northwood University (Rechtswissenschaften, 2008).

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Hinweis: Die Inhalte der Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Ludwig von Mises Institut Deutschland wieder.

Foto: fee.org / wikipedia

 

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