Forderungen der Bundesbank gegenüber dem Eurosystem sind seit Krisenbeginn explodiert.

29.1.2012. misesinfo: Der sogenannte Target2-Saldo in der Bilanz der Deutschen Bundesbank ist seit Krisenbeginn im Jahr 2007 regelrecht explodiert. Hinter dem Begriff „Target2“ verbirgt sich das sekundenschnelle Abwicklungssystem für grenzüberschreitende Zahlungen innerhalb des Euroraums, das über die Europäische Zentralbank läuft. Und so funktioniert das System: kauft z.B. ein Spanier bei einem deutschen Anlagebauer eine Maschine, überweist seine Bank das Geld nach Deutschland. Die Überweisung geschieht über das Target-System. Das Geld fliesst dann von der spanischen Notenbank über die EZB an die Bundesbank, die wiederum leitet es an die Bank des Verkäufers. Dies gesamten Forderungen der Bundesbank an das Eurosystem liegen per Ende 2011 bei knapp 500 Milliarden Euro. Bis Anfang 2007 war dieser Saldo nahezu ausgeglichen. Der Chef des Ifo-Institutes, Prof. Hans-Werner Sinn, sieht in diesen Forderungen immense zusätzliche Haftungsrisiken für Deutschland. Die Frankfurter Allegemeine Sonntagszeitung titelte sogar „Die Zeitbombe der Bundesbank“. Sollte das Eurosystem auseinanderbrechen, müssten u.U. große Teile dieser Forderungen zu Lasten der Steuerzahler abgeschrieben werden. Zu diesem Thema erscheinen auf www.querschuesse.de regelmäßig interessante Artikel.

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Wenn Forderungen bestehen, muss es natürlich auch irgendwo Verbindlichkeiten geben. Die gibt es: neben Griechenland sind das z.B. Spanien, Portugal, oder auch Italien.

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