Immanuel Kant und der Libertarismus
2. November 2026 – von Thorsten Polleit
I.
Mein Vater wurde 1934 in der ostpreußischen Stadt Königsberg geboren. Im Januar 1945 ist er mit einem der letzten Schiffe aus seiner belagerten und später tödlich zerstörten Heimatstadt entkommen. Er war ein Ostpreuße durch und durch, und in seiner Bibliothek hatte er die gesammelten Werke von Immanuel Kant, dem Königsberger Philosophen der Aufklärung.
Ich erinnere mich noch gut, dass mein Vater mich mit einem Schmunzeln darauf hinwies, dass Kants Originalwerke nicht ganz einfach zu lesen seien, er ermutigte mich aber dennoch, Kants Bücher durchzuarbeiten, glücklicherweise half er mir auch mit Verweisen auf verständlichere Sekundärliteratur.
Ich habe also von Haus aus eine gewisse Vorprägung, eine Vorliebe für den großen Philosophen der Aufklärung.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich in frühen Jahren nicht recht wusste, Kants Erkenntnisse für mich nutzbar zu machen.
Im Laufe der Jahre ist jedoch aus verschiedenen Gründen die Idee der Freiheit in meinem ökonomischen Denken immer stärker in den Vordergrund getreten – und das hat dann für mich einen direkten Berührungspunkt mit Kants Ideal der Aufklärung hervorgebracht.
Mir leuchtete es nämlich zusehends ein, dass die unfreiheitlichen, die destruktiven Ideen und Theorien des Sozialismus, Kommunismus, Faschismus (die heute meist andere Überschriften tragen – wie „Grüne Politik“ oder „Great Reset“ oder „Globalismus“) nicht allein durch ökonomische Einsichten zu besiegen sind, sondern dass dazu vor allem auch ein großes psychologisches Erwachen der Menschen, eben Aufklärung im Kantischen Sinne erforderlich ist.
„Aufklärung“, so Kant, „ist der Ausgang des Menschen aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines eigenen Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
Kant sagt uns: Denke selbst! Schalte Dein Hirn ein! Lass Dich nicht leiten, befehligen, gängeln von anderen! „Sapere aude“: „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen!“ Das ist Kants „Wahlspruch der Aufklärung“.
Doch es gibt etwas in Kants Werk, was mich vielleicht noch stärker fasziniert und noch tiefer ergriffen hat, als der Ruf nach Aufklärung – weil es die Grundlage der Aufklärung selbst ist. Und das ist Kants Erkenntnistheorie.
Der italienische Geschichts- und Rechtsphilosoph Giambattista Vico (1668–1744) hatte bereits mit seinem Prinzip „Verum ipsum factum“ (übersetzt: die Wahrheit ist das vom Menschen gemachte) das neuzeitliche Wissenschafts- und Erkenntnisdenken quasi vorweggenommen.
Giambattista Vico sagte damit, dass der Mensch nur das verstehen kann, was er selbst erschaffen hat. Und deshalb kann der Mensch die Natur nicht vollkommen erkennen – denn sie wurde von Gott gemacht –, wohl aber kann er Geschichte und Gesellschaft erkennen, die ja das Werk des Menschen seien.
Kant sagte, in aller Kürze (und hier sehen wir die Nähe zu Giambattista Vicos Überlegung), dass wir Menschen die Dinge in der Welt, in der wir leben, nur so erfahren, wie wir sie mit unserem Erkenntnisvermögen erfahren können.
Das formuliert Kant in seiner „Kritik der reinen Vernunft“, veröffentlicht im Jahr 1781 (unter der Überschrift „transzendentale Analytik“): Dass nämlich der erkennende Mensch seine Erfahrung aktiv strukturiert – durch die Formen der reinen Anschauung (Raum und Zeit) und durch die Kategorien seines Verstandes (also die Grundbegriffe des Denkens). Wir erkennen, so Kant, die Erscheinungen, weil und insofern wir sie „machen“ bzw. konstituieren – nicht die Dinge an sich.
Um zu verstehen, wie Kant zu diesem Ergebnis kam, rufen wir uns in Erinnerung, welche Fragen Kant bewegten.
Kant war der Auffassung, dass man ein gelungenes Leben nur dann führen kann, wenn man an folgenden metaphysischen Annahmen festhält: (1.) Gott ist die letzte Ursache des Universums, (2.) der Mensch hat einen freien Willen, (3.) der Mensch hat eine unsterbliche Seele und (4.) die Welt ist sinnvoll eingerichtet und auf den Menschen zugeschnitten.
Was heißt metaphysisch? Die Metaphysik beschäftigt sich mit Fragestellungen, die über unser sinnliches Erfahren, also über das, was wir Menschen hören, sehen und fühlen können, hinausgehen.
Kant, in seinem Bemühen, Antworten auf die voranstehenden metaphysischen Fragen zu finden, fragt also zunächst: Kann die Metaphysik sich überhaupt als Wissenschaft qualifizieren, kann sie die voranstehend genannten metaphysischen Annahmen mit guten Gründen stützen? Kann das, was wir nicht mit unseren Sinnen wahrnehmen können, Gegenstand der Wissenschaft sein?
Und um diese Frage zu beantworten, gelangt Kant in seiner „Kritik der reinen Vernunft“ im Jahr 1781 zu folgender Bestimmung metaphysischer Aussagen: Sie müssen a priori und synthetisch sein. Was damit gemeint ist, das sei nun kurz erklärt.
Es gibt Aussagen, so Kant (er sprach von „Urteilen“), deren Wahrheitsgehalt erfahrungsabhängig ist; und es gibt Aussagen, deren Wahrheitsgehalt erfahrungsunabhängig ist.
Erfahrungsabhängige Aussagen nennt Kant a posteriori. Beispiel: Die Herdplatte ist heiß. Ich weiß das, weil ich zuvor auf die Herdplatte gefasst habe. Derartige erfahrungsabhängige Aussagen bezeichnet Kant als a posteriori.
Erfahrungsunabhängige Aussagen, die als wahr einsehbar sind, deren Validierung keiner Erfahrung bedarf, nennt Kant hingegen a priori.
Beispielsweise finden wir a priori Aussagen in der Logik – wie etwa der Satz des (ausgeschlossenen) Widerspruchs: Es kann nicht der Fall sein, dass eine Aussage wahr ist, und es kann nicht gleichzeitig der Fall sein, dass die Aussage nicht wahr ist. Der Satz steht für eine a priori wahre Erkenntnis. Man kann den Wahrheitsgehalt einer a priori Aussage nicht widerspruchsfrei verneinen, ihre Verneinung setzt ihre Gültigkeit bereits voraus.
Es sei hier betont, dass es Kant, wenn er über a priori spricht, im Kern nicht um jede Art von a priori Aussagen geht, sondern viel mehr um „reine“ a priori Aussagen. Das Adjektiv „rein“ in Kants Buchtitel „Kritik der reinen Vernunft“ bezieht sich genau auf diesen Punkt.
Mit dem Zusatz „rein“ meint Kant Aussagen, die mit Begriffen und Vorstellungen operieren, die ganz und gar erfahrungsunabhängig sind, denen also keinerlei Erfahrung beigemischt ist. Ein Beispiel für solch eine reine Apriori-Aussage wäre für Kant die Folgende: „Bei einem Kreis haben alle Punkte auf der Kreislinie denselben Abstand zum Mittelpunkt des Kreises.“
Diese Aussage ist wahr, und zwar erfahrungsunabhängig. Wir können die Aussage nicht durch Erfahrung bewahrheiten. Zum einen können wir ja nicht alle möglichen Kreise messen und die Aussage dadurch abschließend als Wahr oder Falsch einstufen (die Zahl der Kreise, die man zu Prüfzwecken malen müsste, ist ja unendlich).
Zum anderen können wir auch keinen Kreis perfekt zeichnen. Denn es gibt stets Mess- und Herstellungsungenauigkeiten, die das verhindern.
Kant würde den Satz „Alle Punkte auf der Kreislinie haben denselben Abstand zum Kreismittelpunkt“ daher als eine reine a priori Aussage ansehen. Denn wir bewahrheiten sie mit keinerlei Erfahrung, sondern allein mit erfahrungsunabhängigen Begriffen, die aus unserer Vernunft stammen.
Kant spricht angesichts der reinen Aprioris von „reinen Verstandesbegriffen“, also besonderen apriorischen Begriffen, solchen, denen keinerlei Erfahrung beigemischt ist, die also auch dem Inhalt nach aus dem Verstand stammen – und ohne die wir, wie gleich deutlich wird, keine objektive Erkenntnis von der realen Welt gewinnen können.
Kant trifft eine weitere Unterscheidung: und zwar in analytische Aussagen und in synthetische Aussagen.
„Junggesellen sind unverheiratet“ ist eine analytische Aussage: „Junggesellen“ ist das Subjekt des Satzes, und „unverheiratet“ ist das Adjektiv des Satzes. In einem analytischen Satz sagt das Adjektiv (hier: unverheiratet) nur das aus, was im Subjekt (hier: Junggeselle) bereits enthalten ist. Eine analytische Aussage erweitert also nicht die Erkenntnis, sie expliziert (erklärt) lediglich, was im Subjekt bereits mitgedacht ist.
Anders in einer synthetischen Aussage – wie “Wasser gefriert bei 0 Grad Celsius“. Dass Wasser bei 0 Grad Celsius gefriert, steckt nicht schon im Wort „Wasser“, sondern muss durch Ausprobieren in Erfahrung gebracht werden. Synthetische Aussagen sind, so Kant, erkenntniserweiternd.
Damit gelangt Kant zu einer Vier-Felder-Matrix (zu einer zweifachen Disjunktion). Aussagen a priori und a posteriori auf der einen Seite, und analytische und synthetische Aussagen auf der anderen Seite.
Was hier von ganz besonderem Interesse ist, sind die synthetischen Aussagen a priori (dargestellt als Feld 3) in der Matrix. Also Aussagen, die unsere Erkenntnis erweitern (die synthetisch sind) und die gleichzeitig auch erfahrungsunabhängig wahr sind (die a priori gelten).
Synthetische Urteile a priori sind für Kant die Bedingungen der Möglichkeit von Erfahrung, die darauf zurückgehen, dass wir unsere Erkenntnisfähigkeit ausüben.
Anders gesagt: Alle Gegenstände unserer Erfahrung müssen diesen Bedingungen genügen. Daher sind Aussagen, die behaupten, dass die Erfahrungsgegenstände eben diesen Bedingungen unterworfen sind, synthetische Aussagen a priori.
Kant formuliert das so:
… die Bedingungen der Möglichkeit der Erfahrung überhaupt sind zugleich Bedingungen der Möglichkeit der Gegenstände der Erfahrung, und haben darum objektive Gültigkeit in einem synthetischen Urteile a priori.
Deshalb noch einmal ganz verständlich formuliert: Wir Menschen erkennen die Gegenstände unserer Erfahrung nicht so wie sie sind, sondern nur so, wie wir sie erkennen können, also in Abhängigkeit unseres Erkenntnisvermögens. Wir auferlegen den Gegenständen unserer Wahrnehmung Begriffe a priori; und diejenigen Aussagen, die behaupten, dass Gegenstände unserer Erfahrung diesen notwendigen Bedingungen unterworfen sind, sind synthetische Aussagen a priori.
III.
Und mit diesen Einblicken können wir nun auch auf die Arbeiten des österreichischen Ökonomen und Gesellschaftsphilosophen Ludwig von Mises (1881–1973) überwechseln.
Mises wartet mit einer überaus weitreichenden, bis auf den heutigen Tag unterschätzten, für viele sogar unbekannten Botschaft auf: Dass nämlich die Ökonomik, die wissenschaftliche Lehre vom menschlichen Handeln, keine Erfahrungswissenschaft, sondern dass sie eine apriorische Handlungswissenschaft ist (der Begriff a priori erinnert uns hier zu Recht schon an Kant).
Mises begründet seine Aussage, dass die Ökonomik keine Erfahrungswissenschaft, sondern dass sie eine apriorische Handlungswissenschaft ist, wie folgt:
In der Naturwissenschaft geht man wie folgendermaßen vor: Man formuliert Hypothesen (Wenn-dann-Aussagen), und nachfolgend testet man die Hypothesen, versucht also ihren Wahrheitsgehalt durch Ausprobieren zu bestätigen beziehungsweise zu verwerfen. Die auf diesem Wege gewonnen Aussagen sind – in Kants Worten – a posteriori.
Doch genau dieses Vorgehen (das gang und gäbe in den Naturwissenschaften ist), so Mises, ist im Bereich des menschlichen Handels nicht möglich. Hier die Gründe:
(1.) Die Erkenntnisobjekte in der Naturwissenschaft sind etwas ganz anderes als der handelnde Mensch. In den Naturwissenschaften geht es um z. B. Atome, Elektronen, Steine, Planeten – also um unbelebte, seelenlose Objekte, die lediglich auf Impulse von außen reagieren, die keinen Willen haben, die sich nicht Ziele setzen, Mittel wählen, um ihre Ziele zu erreichen.
Der handelnde Mensch hat jedoch einen Willen, er handelt, also er wählt zwischen verschiedenen Zielen, er wählt Mittel aus, um damit seine Ziele zu erreichen. Der Mensch, sein Handeln, gleicht also keineswegs einer konstanten Impuls-Antwort-Funktion, wie das bei naturwissenschaftlichen Objekten der Fall ist.
(2.) In der Naturwissenschaft forscht man wie folgt: A ist verursacht durch B. Und B ist verursacht durch C. Und C ist verursacht durch D. Und so weiter. Man geht in der Naturwissenschaft so vor, weil man die Letztbegründung der Phänomene, die man erklären will, schichtweg nicht kennt (präziser: mit der naturwissenschaftlichen Methode nicht kennen kann; Stichwort: infiniter Regress).
Das ist anders mit Blick auf den handelnden Menschen. Hier kennt man die Letztbegründung: Der handelnde Mensch ist es, der entscheidet, dies zu tun und jenes zu lassen. Die Aussage, dass der Mensch handelt, ist unhintergehbar, ist keiner Letztbegründung mehr zugänglich. Letztbegründung heißt: Es gibt keine externen Faktoren, die man anführen könnte, um das menschliche Handeln mit wissenschaftlichen Mitteln zu begründen, zu erklären.
Und mit der Erkenntnis „Der Mensch handelt“ hat man nun eine (logische) unangreifbare, unwiderlegbare Ausgangsbasis für die Wissenschaft, die Lehre vom menschlichen Handeln.
Denn wenn man über den Satz „Der Mensch handelt“ genauer nachdenkt, dann erkennt man, dass man ihn nicht widerspruchsfrei verneinen kann. Wer sagt „Der Mensch handelt nicht“, der handelt, und widerspricht damit seinem Gesagten, sagt also etwas Falsches. Der Satz „Der Mensch handelt“ ist a priori gültig.
Menschliches Handeln ist stets zielbezogen – auch das lässt sich nicht widerspruchsfrei verneinen.
Der Handelnde muss Mittel einsetzen, um Ziele zu erreichen. Mittel sind knapp. Wären sie nicht knapp, wären sie keine Mittel. Zeit ist ein Mittel, das im Handeln eingesetzt werden muss; es gibt kein zeitloses Handeln. Wer handelt, der setzt Ursache-Wirkung-Beziehungen voraus, also Kausalität. Der handelnde Mensch hat eine Zeitpräferenz: Die frühere Erfüllung der Bedürfnisse wird höher geschätzt als die spätere (unter sonst gleichen Umständen).
Die Manifestation der Zeitpräferenz ist der Urzins. Zeitpräferenz und Urzins sind stets da, können nie verschwinden, auf null oder unter null fallen. Auch Konzepte wie Kosten und Ertrag, Gewinn und Verlust sind handlungslogisch mitgedacht im Satz „Der Mensch handelt“, gleiches gilt für Tausch, Wert, Preis.
Mit dem Satz „Der Mensch handelt“ legt Mises also eine wahre, nicht hintergehbare Aussage vor; sie ist ein „ultimativ Gegebenes“.
Der Satz „Der Mensch handelt“ ist sogar (und das habe ich jüngst in einem Aufsatz für ein Buch zu Ehren von Hans-Hermann Hoppe vertreten) ein reines a priori, beziehungsweise ich erblicke in den Sätzen, die sich aus Mises Handlungslogik (Mises selbst nannte sie „Praxeologie“) formulieren lassen, synthetische Urteile a priori, so wie ich sie bei Kant verstehe.
Aus dem Satz „Der Mensch handelt“ lassen sich weitere wahre Aussagen in der Ökonomik ableiten. Hier einige Beispiele:
Der freiwillig durchgeführte Tausch stellt alle daran Beteiligten besser – im Vergleich zur Situation, in der der Tausch nicht stattgefunden hätte.
Oder: Das Ansteigen des Güterangebots führt, bei unveränderter Nachfrage, zu einem Rückgang des Güterpreises.
Oder: Eine Erhöhung der Geldmenge senkt die Kaufkraft der Geldeinheit herab – im Vergleich zur Situation, in der die Geldmenge nicht ausgeweitet worden wäre.
Alle diese Aussagen sind apriorisch, sie sind erfahrungsunabhängig wahr. Man muss ihren Wahrheitsgehalt nicht erproben, Laborexperimente durchführen, um ihren Wahrheitsgehalt einsehen zu können.
Mit handlungslogischem Denken kann man auch etwas komplexere ökonomische Aussagen als wahr oder falsch einsehen. Hier drei Beispiele:
Wenn Fiatgeld erzeugt und in Umlauf gegeben wird, dann stellen sich Überkonsumption und Fehlinvestitionen ein.
Oder: Der Sozialismus ist undurchführbar, er ist gar kein Wirtschaftssystem, endet im Chaos.
Oder: Es gibt keine gerechten Steuern, es kann sie nicht geben.
Oder: Der Staat (wie wir ihn heute kennen) ist nicht durch freiwillige Entscheidungen der Menschen zustande gekommen, sondern durch Zwang und Gewalt, und er wird auch durch Zwang und Gewalt und nicht durch Freiwilligkeit am Leben gehalten.
Das handlungslogische Denken im Bereich der Ökonomik erlaubt es uns also, wahre Aussagen zu formulieren. Aussagen also, deren Wahrheitsgehalt unabhängig von Erfahrung ist. Mit handlungslogischem Denken kann man den Wahrheitsgehalt von ökonomischen Theorien einsehen, ohne sie erst auszuprobieren müssen.
Man ahnt vermutlich bereits, welche gewaltige Sprengkraft darin liegt! Wer die Ökonomik als apriorische Handlungswissenschaft und nicht als Erfahrungswissenschaft betreibt, der sieht die Welt sprichwörtlich durch eine andere Brille, kommt bei vielen Fragestellungen zu gänzlich anderen Urteilen als die (erfahrungswissenschaftlich orientierten) Hauptstromökonomen und die von ihnen Informierten, Hypnotisierten.
Hier ein sehr wichtiges Anwendungsfeld: der Staat. Wer handlungslogisch denkt, der erkennt: Der Staat ist ein Zwangs- und Gewaltapparat, der die Freiheit der Menschen nicht schützt, sondern zerstört. Der Staat gibt vor, das Eigentum zu schützen, doch er zerstört es; und er zerstört auch das Recht, das er vorgibt zu schützen.
Oder: Man erkennt, dass der Staat, der das Sach- bzw. Edelmetallgeld durch sein eigenes Fiatgeld ersetzt hat, damit nicht etwa eine bessere Lösung des Geldproblems bewirkt, sondern das Gegenteil: Das staatliche Fiatgeldsystem ist ein Übel, ist die Ursache vieler wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Missstände.
Oder: Man erkennt, dass die Europäische Union keine wohlmeinende Institution ist, sondern ein (nach innen und außen) aggressives Staatenkartell, dass die Souveränität der Menschen in den Nationalstaaten abbaut, eine Zentralisierung von politischer Macht befördert, wirtschaftliche und bürgerliche Freiheiten zerstört.
Oder: Man erkennt, dass die „Soziale Marktwirtschaft“ (wie wir sie heute kennen) nichts Gutes ist, sondern eine Ausprägung des Interventionismus. Und wird sie nicht gestoppt, führt sie zunächst in eine Befehls- und Lenkungswirtschaft, im Extremfall in den Voll-Sozialismus, in die absolute Unfreiheit.
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IV.
Mit dem Wort Unfreiheit haben wir jetzt das Stichwort, um auf den Libertarismus überzuwechseln.
Dazu zunächst der Hinweis auf ein praktisches Beispiel: Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung, die heute vor gut 250 Jahren unterzeichnet wurde.
Die Menschen in den britischen Kolonien waren bestrebt, sich von der britischen Herrschaft, dem britischen Imperialismus und seiner aristokratischen Privilegienstruktur zu befreien.
Die Revolutionäre in den Kolonien wollten die Selbstregierung der Menschen erreichen. Sie wollten keine Herrschaft mehr, sie wollten die soziale Unterdrückung und ökonomische Ausbeutung abschütteln. Und das, was sie als ‚Staat‘ organisieren wollten, sollte auf das Stärkste eingeschränkt sein – ein Staat, der kaum oder gar nicht besteuert, der über kein stehendes Heer verfügt, der nicht in die freien Märkte eingreift, der keine Schulden macht, dem der Zugriff auf die Geldproduktion verwehrt und der vom Bankensystem getrennt ist.
Die Amerikanische Revolution war im Kern eine libertäre Freiheitsbewegung.
Was ist libertär? Das Adjektiv libertär entstammt dem Substantiv Libertarismus. Und der Libertarismus geht auf Mises Schüler Murray N. Rothbard (1926–1995) zurück. Rothbard baute auf dem theoretischen Fundament auf, das Ludwig von Mises gelegt hatte. Dazu gehörte zum einen das apriorische Denken, die konsequente Anwendung der apriorischen Handlungslogik auf die Ökonomik. Zum anderen dachte Rothbard konsequent alles zu Ende – vor allem auch die klassisch-liberale Staats- und die Freiheitstheorie.
Daraus formulierte Rothbard den Libertarismus, den man auch als die bisher unerschrockenste Fortentwicklung des Liberalismus bezeichnen kann. Der Libertarismus fußt, und das ist zentral wie auch gut verständlich, auf dem Nicht-Aggressions-Prinzip („NAP“), das wiederum eine apriorische handlungslogische Begründung hat.
Dem NAP zufolge ist jede Person Eigentümer ihrer selbst, hat Selbsteigentum an ihrem Körper, und hat auch Eigentum an den externen Gütern, die sie sich im Zuge von nicht-aggressiven Wegen beschafft hat – also durch Landnahme, Produktion und Tauschen.
Das alles lässt sich aus der apriorischen Theorie, der Handlungslogik ableiten. Man denke an dieser Stelle etwa an das Apriori der Argumentation, wie es die Philosophen Otto Apel (1922 – 2017) und Jürgen Habermas (1929 – 2026) in ihrer Diskursethik in den 1980er Jahren vorgestellt haben.
Wahrheitsansprüche werden durch Argumente festgestellt, es ist ein intellektuelles Unterfangen (kein Faustkampf; es setzt Vernunftwesen voraus, und daher kann man mit einem Gorilla auch nicht argumentieren.) Und das Argumentieren kann man nicht widerspruchsfrei verneinen. Wer sagt „Der Mensch argumentiert nicht“, der argumentiert. Man kann daher vom a priori des Argumentierens sprechen.
Argumentieren setzt Körperlichkeit voraus – ich muss zum Beispiel meine Stimmbänder einsetzen, um mir Gehör zu verschaffen; oder ich muss meine Finger auf die Tastatur drücken, um eine Mail zu schreiben. Der Argumentierende muss auch exklusive Kontrolle über seinen Körper haben. Ansonsten könnte er nicht argumentieren – und man kann ja nicht widerspruchsfrei argumentieren, dass man nicht argumentieren kann.
Das NAP impliziert das Eigentum, das Selbsteigentum einer Person an sich. Und daraus folgt: Niemand kann überzeugend begründen, anderen (sich friedvoll verhaltenden) Personen ungefragt Gewalt und Zwang anzutun, sich aggressiv gegen sie zu verhalten, ihnen ihr Eigentum (den eigenen Körper oder die Dinge, die sie sich auf nicht-aggressivem Wege beschafft haben) ungefragt wegzunehmen oder es ohne Erlaubnis zu nutzen.
Damit wird offenkundig, dass der Staat (wie wir ihn heute kennen) ganz und gar unvereinbar ist mit dem apriorischen NAP. Denn der Staat (wie wir ihn heute kennen) hat sich durch Anwendung von Zwang und Gewalt zum Letztentscheider über alle Konflikte auf seinem Gebiet erhoben, und er nimmt sich heraus, Steuern zu erheben – tut also etwas, was allen anderen verboten ist: Jemandem gegen seinen Willen etwas wegnehmen.
Sie sehen: Das handlungslogische Denken demaskiert, entzaubert den modernen Staat, und zwar -handlungslogisch betrachtet – als aggressive, als kriminelle Organisation. In Rothbards Worten:
„Der Staat ist eine von Natur aus illegitime Institution organisierter Aggression, organisierter und regularisierter Kriminalität gegen die Personen und das Eigentum seiner Untertanen … eine zutiefst asoziale Institution, die parasitär von den produktiven Tätigkeiten privater Bürger lebt.“
Hans-Hermann Hoppe betonte – Rothbard weiterführend –, dass der Staat sich immer weiter ausdehnt, immer größer und mächtiger und gefährlicher wird, vor allem, wenn die staatliche Zwangs- und Gewaltmacht quasi von jedem jederzeit ausgeübt werden kann (wenn es ein „öffentliches Gut“ ist), wie es heute in den modernen Mehrheitsdemokratien tatsächlich der Fall ist. Aus einem Minimalstaat wird dann früher oder später ein Maximalstaat.
Aus Sicht der libertären Theorie erweist sich gerade das staatliche Zwangsgeldmonopol als eine ganz besonders üble Einrichtung. Denn der Staat (wie wir ihn heute kennen) ersetzte das Sach- oder Edelmetallgeld durch sein eigenes Fiatgeld, räumte sich ein Zwangsmonopol für die Erzeugung des Fiatgeldes ein (und er gab Lizenzen an Geschäftsbanken aus, damit letztere an der Fiatgeldproduktion mitmachen können).
Das staatliche Fiatgeld-Zwangsmonopol ist nicht nur inflationär, sozial ungerecht (im wahrsten Sinne des Wortes), es sorgt nicht nur für Boom-und-Bust-Zyklen, Überschuldung, befördert Kriege – es lässt vor allem den Staat über alle Maßen anwachsen.
Die Missstände, für die das Fiatgeld sorgt, insbesondere die Verarmung der breiten Bevölkerung und Finanz- und Wirtschaftskrisen, werden üblicherweise als Folgen des freien Marktes, des Kapitalismus interpretiert – und zwar von staatlich bezahlten Hauptstromökonomen (die erfahrungsunwissenschaftlich vorgehen), von Ideologen und Demagogen. Als Lösung fordern sie dann mehr Regulierung, mehr Gesetze, vor allem Verbote, mehr Steuern, eine Stärkung der staatlichen Behörden und so weiter – alles auf Kosten der Freiheiten von Bürgern und Unternehmern und zu Gunsten der Staatsmacht.
Die breite Bevölkerung, die uninformiert und/oder falsch beraten ist (weil sie der staatlichen Propaganda und Manipulation durch Medien oder in Schule und Universität ausgeliefert ist), verfügt meist nicht über die Fähigkeit, dem staatlich vorgegebenen Narrativ zu widersprechen, sich dagegen aufzulehnen.
Das staatliche Fiatgeld sorgt aber noch aus einem anderen Grund für das Anwachsen des Staates. In den modernen Mehrheitsdemokratien erkaufen sich die Politiker ihre Stimmenmehrheit, indem sie Wahlgeschenke austeilen und sie mit geliehenem Geld bezahlen – natürlich erst nachdem sich die Personen, die den Staat konstituieren, und ihre Unterstützer fürstlich mit Gehältern und Pensionen ausgestattet haben.
Um dem Staat die Kreditfinanzierung zu erleichtern, privilegiert die staatliche Zentralbank die Staatsschuldpapiere. Der Staat lebt so ungeniert und ungehindert auf Pump. Firmen erhalten Staatsaufträge, nicht wenige von ihnen werden subventioniert, und immer mehr Menschen arbeiten bald direkt (in der Bürokratie), bald indirekt (in Branchen, die erst durch staatliche Gesetze und Regulierungen entstehen und gedeihen) für den Staat. Vor allem dank der Verschuldungsfinanzierung dringt der Staat immer weiter und tiefer in alle Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche vor: Bildung (Schule, Universität), Altersvorsorge, Gesundheit, Transport, Umwelt, Recht und Sicherheit, Geld und Kredit, Kapitalanlage, Kultur – überall wird der Staat zum dominanten Akteur und angebeteten Geldverteiler.
Die Freiheiten von Konsumenten und Produzenten schwinden, die Volkswirtschaft verformt sich so nach und nach zu einer Lenkungs- und Befehlswirtschaft, in der der Staat und seine Bürokraten – beziehungsweise die Sonderinteressengruppen, die Staat und Bürokratie für die eigenen Zwecke kapern – immer stärker bestimmen, wer was wann und wieviel produzieren kann, und wer was wann in welcher Menge konsumieren darf. Das Ganze ebnet den Weg in den Sozialismus, und zwar anfänglich durch Mangel und Not, für die die Staatsausdehnung sorgt.
Der auswuchernde Staat lähmt das Wirtschaftswachstum, knappe Ressourcen werden ineffizient eingesetzt, es kommt zu Verschwendung, Misswirtschaft, Korruption, Verfall der guten Sitten. Die Schuldentragfähigkeit der Volkswirtschaft verschlechtert sich, und Kreditgeber wollen dem Staat irgendwann keine neuen Kredite mehr geben, oder wenn, dann nur zu Zinsen, die die Netto-Steuerzahler nicht zahlen können oder (berechtigterweise) nicht zahlen wollen.
Dann offenbart sich, dass Regierende und Regierte nicht in der Lage oder willens sind, die aufgelaufenen Kredite zurückzuzahlen. Und damit es hier nicht zu großen Pleite kommt, bleibt nur noch die staatliche Zentralbank: Sie kauft die Staatsschulden auf, bezahlt die Käufe mit neu geschaffenem Geld. Das Ergebnis ist Währungszerrüttung, Hoch- oder Hyperinflation, der Zusammenbruch des Gemeinwesens – und große Krise und große Not bieten bekanntlich die Gelegenheit für sozialistische Ideologen und Demagogen, zur Erreichung ihrer Heilsversprechungen die Eigentümer zu enteignen, die Produktionsmittel zu verstaatlichen – den Sozialismus zu errichten.
So sieht die Zukunft des Staates (wie wir ihn heute kennen) aus, informiert uns die apriorische Handlungstheorie, die libertäre Theorie.
V.
Die libertäre Theorie, der Libertarismus, wie ihn Murray N. Rothbard ausformulierte, hat aber nicht nur eine erkenntniserzeugende Dimension, sondern sie hat auch eine praktisch-umsetzungsorientierte Dimension für die Freiheit.
Letztere hat Rothbard als „Doppelschlag-Strategie“ („One-Two Punch Strategy“) bezeichnet.
Rothbard argumentiert, dass Libertäre (und „Alt-Konservative“ / „Minimalstaatler“) eine doppelte, sich ergänzende Herangehensweise brauchen, um die Freiheit zurückzuerlangen, den Staat auf das Stärkste zurückzubauen, anstatt sich allein auf eine „intellektuelle Bekehrung“ der Amtsinhaber und der Mitbewerber um die Macht zu verlassen.
Rothbard nannte dies, einen „Doppelschlag“ („one-two punch“) quasi im Ärmel zu haben: Da ist der „ideologische Schlag“, also der Aufbau einer Gruppe gut ausgebildeter Libertärer, deren Überzeugungsarbeit auf korrekten Prinzipien und Ideen basiert. Das bedeutet: Verbreitung libertärer und ökonomischer Theorie (Österreichische Schule), universeller apriorischer Ethik und der Ideen einer friedlichen Gesellschaft, um einen Kern von Intellektuellen, Autoren und Influencern zu bilden, welche die Ideen der Freiheit rigoros verstehen und vertreten können.
Und da ist der „populistische Schlag“, also die direkte Ansprache der Massen der Menschen durch schonungslose Entlarvung der ethischen und ökonomischen Defizite der Staatsräson, durch strikte Aufdeckung, wie manche Eliten (wie z. B. Politikfunktionäre, von staatlichen Geldern und Regulierung profitierende Pseudo-Unternehmer, Technokraten, Haltungsjournalisten usw.) vom bestehenden etatistischen System profitieren und die Menschen ausbeuten – durch Zwangsabgaben, willkürliche Regulierungen, Transferleistungen, Inflation, Kriege und Unterdrückung.
Rothbard betonte, dass diese Strategie das Abstrakte (also den prinzipientreuen Libertarismus) mit dem Konkreten (also der Entlarvung des bestehenden etatistischen Systems und seiner Nutznießer) verbinden muss.
Rothbards populistischer Ansatz ist konfrontativ und dynamisch, mobilisiert die ausgebeuteten Mittel- und Arbeiterschichten gegen die unheilige Allianz der Eliten, die sie um die Früchte ihrer Arbeit bringen und kontrollieren wollen.
VI.
Es gibt also eine klare Verbindungslinie von Kants apriorischer Erkenntnis hin zu Ludwig von Mises‘ Einsicht, dass die Ökonomik eine apriorische Handlungswissenschaft und keine Erfahrungswissenschaft ist; und hin zum Libertarismus mit seiner ebenfalls apriorischen Begründungsbasis.
Indem ich diese Verbindungslinien gezogen habe, soll Immanuel Kant nicht als Vordenker, als Vater des Libertarismus dargestellt werden. Wohl aber als derjenige Denker, der wie kein anderer vor ihm die Grundlagen bereitgestellt hat, um die Freiheit, den Libertarismus, konsequent und rigoros begründen zu können – und die dafür notwendigen letzten Schritte hat nicht Kant selbst, sondern haben andere dank seiner Vorarbeiten vollziehen können.
Und wer erst einmal Wind davon bekommen hat, dass die Freiheit des Menschen nicht nur eine Annahme ist, sondern dass die Freiheit des Menschen a priori gilt, der erahnt vielleicht auch schon den geistigen Feuersturm, der in dieser Erkenntnis steckt – und den, wenn er erst einmal entfacht ist, niemand mehr wird aufhalten können.
Den Personen, die den modernen Staat konstituieren, ist es in den letzten Jahrzehnten gelungen, sich durch den Einsatz von Zwang, Täuschung, Lug und Betrug an die Macht zu befördern und sich dort festzuhalten: Indem sie die Menschen psychologisch manipulieren, sozial unterdrücken und wirtschaftlich ausbeuten, wie sich Rothbard ausdrückte.
Doch der Schwindel fliegt nun auf, die Wahrheit kommt zusehends ans Licht: Der Staat ist „pleite“, der Kaiser hat keine Kleider an, und mehr und mehr Menschen spüren jetzt (ohne es vielleicht rational begründen zu können), dass es keine Rechtfertigung dafür gibt, dass einige Menschen ihre Mitmenschen psychologisch manipulieren, sozial unterdrücken und ökonomisch ausbeuten. Und damit liegen sie goldrichtig.
Der Staat und seine Trittbrettfahrer setzen daher jetzt auch alles daran, die Wahrheit zu bekämpfen, vor allem mit Anti-Aufklärung, Einschränkung der Redefreiheit, Cancel-Culture, Einschüchterung (durch Schauprozesse, Angriffe auf Personen durch bezahlte gewaltbereite politische Vorfeldorganisationen etc.). Für den Staat (wie wir ihn heute kennen) und seine Trittbrettfahrer hat gewissermaßen die „letzte Schlacht“ begonnen.
Freiheitsliebende, friedliche Menschen setzen dem den geistigen Feuersturm der apriorischen Freiheitsbegründung entgegen, der, da sollte man keine Zweifel haben, einen Feuersturm der Freiheit entfachen wird, einen Feuersturm, der die falschen, üblen Fundamente, auf denen der Staat und seine Trittbrettfahrer ihre Herrschaftsmacht aufgebaut haben, intellektuell niederbrennt.
Jeder Einzelne kann mithelfen, das Feuer der Freiheit jetzt noch stärken anzuheizen, einen geistigen Feuersturm der Freiheit zu entfachen – vor allem auch, indem er sich die apriorischen Erkenntnisse zu eigen machen und sie unerschrocken verbreitet.
Dieser Beitrag wurde am 15. August als Vortrag auf der 10-jährigen Jubiläumsfeier des F. A. v. Hayek Clubs Weimar gehalten und wurde für die Veröffentlichung als Artikel redaktionell nachbearbeitet.
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Literatur
Hoppe, H. H. (1995), The Austrian Method, Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama (USA).
Höffe, O. (2007), Immanuel Kant, C. H. Beck, München.
Kant, T. (2022), Kritik der reinen Vernunft, Philipp Reclam, Jun. Verlag GmbH.
Mises, L. v. (1957), Theorie and History, An Interpretation of Social and Economic Evolution, Ludwig von Mises Institute, Auburn, Alabama (USA).
Mises, L. v. (1940), Nationalökonomie. Theorie des Handelns und Wirtschaftens, Genf.
Rothbard, M. N. (2000, 1992), A Strategy for the Right, Rothbard-Rockwell Report, republished in The Irrepressible Rothbard: The Rothbard-Rockwell Report Essays of Murray N. Rothbard, Burlingame, California, The Center for Libertarian Studies, Inc., S. 3–20.
Tetens, H. (2006), Kants „Kritik der reinen Vernunft“. Ein systematischer Kommentar, Reclam, Stuttgart.
Willaschek, M. (2024), Die Revolution des Denkens, C. H. Beck, München.
Hinweis: Die Inhalte der Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Ludwig von Mises Instituts Deutschland wieder.
Professor Dr. Thorsten Polleit war als Ökonom 15 Jahre im internationalen Investment-Banking tätig und danach 12 Jahre im internationalen Edelmetallhandelsgeschäft. Er ist zudem seit 2014 Honorarprofessor für Volkswirtschaftslehre an der Universität Bayreuth. Thorsten Polleit ist Adjunct Scholar Mises Institute, Auburn, Alabama, Mitglied im Forschungsnetzwerk „ROME“ und Präsident des Ludwig von Mises Institut Deutschland. Im Jahr 2012 erhielt er den The O.P. Alford III Prize In Political Economy. Thorsten Polleit ist Autor zahlreicher Aufsätze in referierten Journals, Magazinen und Zeitungen. Seine letzten Bücher sind: „Des Teufels Geld. Der faustische Fiatgeld-Pakt – wie wir ihn kündigen und zu gutem Geld zurückkehren“(*) (Oktober 2023), „The Global Currency Plot. How the Deep State Will Betray Your Freedom, and How to Prevent It“(*) (2023), „Ludwig von Mises. Der kompromisslose Liberale“(*) (2022) und „Der Weg zur Wahrheit. Eine Kritik der ökonomischen Vernunft“(*) (2022). Seit April 2024 gibt er Dr. Polleits BOOM & BUST REPORT heraus. Hier Thorsten Polleit auf X folgen.
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